Schutz vor dem RS-Virus für Kleinkinder und Säuglinge

Das RS-Virus ist zur Zeit deutschlandweit stark im Umlauf. Die Erstinfektion verläuft gerade bei Kleinkindern teilweise sehr aggressiv. Wie kann man sich und seine Kinder schützen?

Aktuell hört man es überall in seinem Umfeld: sehr viele Kinder und Erwachsene sind derzeit krank. Neben Influenza- und Corona-Infektionen stecken sich in den Herbst- und Wintermonaten auch in diesem Jahr viele Patienten mit dem RS-Virus an.
Grund dafür könnten gewisse „Nachholeffekte“ sein, da sich durch die Corona-Maßnahmen der vergangenen Jahre viele Kinder bisher noch nicht mit dem RS-Virus infiziert haben und gerade die Erstinfektion heftiger verlaufen kann.

Wer ist betroffen?

Das RS-Virus ist ein weltweit verbreiteter Erreger von Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege in jedem Lebensalter. Insbesondere in den ersten beiden Lebensjahren haben fast alle Kinder eine Infektion damit durchgemacht. Immunität wird durch die Infektion nicht erreicht. Eine erneute Ansteckung ist wieder möglich. Problematisch ist, dass Frühgeborene, Kinder bis 2 Jahren sowie Kinder mit Vorerkrankungen besonders schwer an RSV erkranken können. Bei ihnen kann die Infektion auf die unteren Atemwege übergreifen und zu einer Lungenentzündung oder einer Bronchiolitis führen.  Die Inkubationszeit beträgt 2–8 Tage (durchschnittlich 5 Tage).

Wie wird das Virus übertragen?

Übertragen wird das Virus überwiegend als Tröpfcheninfektion über die Nasenschleimhaut oder die Bindehaut des Auges. Aber auch eine Schmierinfektion über Hände, Oberflächen und Gegenstände ist möglich. Ansteckend sind RS-Viren für Menschen in jedem Lebensalter. Für Säuglinge und Kleinkinder kann die Infektion allerdings gefährlich sein.

Welche Symptome treten auf?

RSV-Infektionen treten vor allem zwischen November bis April auf. Typische Symptome sind:

  • Schnupfen
  • Husten oder Halsschmerzen
  • Fieber

Bei Säuglingen, Kleinkindern und Kindern mit Vorerkrankungen kann die Infektion schwerer verlaufen. Die Erkrankung kann auf die oberen Atemwege beschränkt sein, sich aber auch - insbesondere bei Säuglingen in den ersten Lebensmonaten - als Bronchiolitis, Pneumonie oder Tracheobronchitis äußern. Eltern sollten deshalb zusätzlich auch auf folgende Krankheitsanzeichen achten:

  • Schnelles, angestrengtes Atmen
  • Kraftlosigkeit
  • Blasse Haut
  • Trinkweigerung
  • Eventuelle Atemaussetzer
  • Eventuell kühle Finger und Hände

Wie wird das RS-Virus behandelt?

Da es keine aktive Immunisierung gibt, kann man sich vor dem RS-Virus nur bedingt durch die eigene Hygiene schützen.

In den meisten Fällen erholen sich Kinder, die sich mit dem RS-Virus angesteckt haben, nach wenigen Tagen von allein wieder. Wobei Husten mehr als 4 Wochen weiterhin auftreten kann. Eine gezielte Therapie gegen RSV gibt es nicht. Behandelt werden in erster Linie die Krankheitssymptome wie Husten, Schnupfen oder Fieber. Die wichtigsten Maßnahmen sind dabei viel trinken und Ruhe. Kinder mit schweren Verläufen werden gegebenenfalls im Krankenhaus überwacht.

Wer kann immunisiert werden?

Im Sommer geborene Frühchen oder Kinder unter zwei Jahren mit schweren Herz-/Lungenfehlern.
 

Die gute Nachricht?

Die Arbeitsgemeinschaft Influenza des RKI stellt jeden Mittwoch einen Wochenbericht zusammen. Diesem ist zu entnehmen, dass deutschlandweit die RSV Zahlen der 0-4 Jährigen in der letzten Woche bereits leicht rückläufig ist. Man kann also hoffen, dass die Welle Ihren Höhepunkt bereits überschritten hat.

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Aktualisiert: 14.12.2022