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Masernimpfung: Nachweispflicht für Kita- und Schulkinder gilt ab Ende Juli 2021

Bis zum 31. Juli 2021 müssen Eltern für ihre Kinder, die eine Kita oder Schule besuchen, eine vollständige Masernimpfung nachweisen können. Das und mehr regelt das Masernschutzgesetz.

Wichtig für Eltern: Kita- und Schulkinder müssen Masernimpfung nachweisen

Eltern sollten sich den 31. Juli 2021 vormerken: Bis dahin müssen sie für ihre Kinder eine altersentsprechend vollständige Masernschutzimpfung nachweisen, wenn diese schon länger als seit dem 1. März 2020 eine Schule oder Kita besuchen.

Seit 1. März 2020 muss der Impfstatus schon immer dann belegt werden, wenn Kinder neu in eine Kita, Schule oder andere Gemeinschaftseinrichtung kommen. Allerdings: Wer aufgrund seiner medizinischen Vorgeschichte nicht geimpft werden kann, ist ausgenommen.

Wer muss die vollständige Masernimpfung außerdem nachweisen?

Kinder und bestimmte Personengruppen, die in Gemeinschaftseinrichtungen betreut werden, sowie das dort tätige Personal, das nach 1970 geboren wurde, müssen die vollständigen Masernschutzimpfungen oder eine bestehende Immunität nach durchlaufender Erkrankung oder nach einer ersten Masernschutzimpfung nachweisen. Dazu zählen:

  • Kinder ab einem Jahr
  • Betreuungspersonal in Kitas und Schulen
  • Medizinisches Personal in Kliniken und Gesundheitseinrichtungen
  • Flüchtlinge und Asylbewerber
  • Betreuungspersonal in Flüchtlings- und Asylbewerberunterkünften

Als Nachweis für den vollständigen Impfschutz gegen Masern genügt ein Eintrag im Impfausweis, als Nachweis für eine Immunität eine entsprechende ärztliche Bescheinigung. Bei Kindern kann der Eintrag im gelben Kinderuntersuchungsheft erfolgen.

Was, wenn ich die Masernimpfung nicht nachweisen kann?

Das Masernschutzgesetz sieht vor, dass diejenigen, die keinen Impfnachweis erbringen können, nicht mehr in der betroffenen Kita oder Schule betreut oder tätig sein dürfen – ausgenommen sind schulpflichtige Kinder sowie Personen, deren medizinische Vorgeschichte gegen die Masernimpfung spricht.

Wer auf Verlangen des Gesundheitsamts keinen erforderlichen Nachweis erbringen kann, muss mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 2.500 Euro rechnen. Über die genaue Höhe der Buße wird im Einzelfall entschieden.

Das Bußgeld kann auch gegen das Führungspersonal von Einrichtungen verhängt werden, in denen nicht geimpfte Kinder oder Personen betreut oder beschäftigt werden.

Wer ist von der neuen Nachweispflicht ausgenommen?

Von den genannten Personengruppen sind alle Erwachsenen ausgenommen, die vor 1971 geboren sind.

Personen, die nicht regelmäßig in einer Gemeinschaftseinrichtung arbeiten, sind ebenfalls von der Pflicht befreit. Gleiches gilt für Kinder, die nicht in einer Gemeinschaftseinrichtung betreut werden.

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