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Studie: Stationär behandelte Corona-Patienten erneut in Krankenhaus

Mehr als ein Viertel der stationär behandelten Corona-Patienten mussten nach ihrem Klinikaufenthalt erneut ins Krankenhaus. Das geht aus der ersten bundesweiten Langzeitstudie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervor. Zudem zeigt die Studie, dass Corona auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus noch tödliche Folgen haben kann.

COVID-19: Erste Langzeitstudie zu Folgen einer Corona-Erkrankung

Die aktuelle Studie des WIdO liefert erstmals aussagekräftige Daten zu den längerfristigen Folgen der COVID-19-Erkrankung von Patienten, die im Krankenhaus behandelt wurden. Ausgewertet wurden dafür Daten von 8.679 Patienten aus Deutschland, die in der Zeit von Februar bis Ende April 2020 nach einer bestätigten SARS-CoV-2-Infektion stationär behandelt wurden. Von diesen Patienten verstarben knapp 25 Prozent im Krankenhaus. Von den Überlebenden mussten 27 Prozent innerhalb eines halben Jahres nach der ersten Krankenhausbehandlung wieder in einer Klinik aufgenommen werden. In den meisten Fällen wegen Problemen mit der Atmung oder aufgrund neurologischer Störungen.

Sterblichkeitsrate von 30 Prozent nach sechs Monaten

Mit der WIdO-Studie wurde auch zum ersten Mal die Sterblichkeitsrate von stationär behandelten Corona-Erkrankten über einen längeren Zeitraum erfasst. So verstarben 24 Prozent der Erkrankten im ersten Monat nach der Krankenhausaufnahme. Drei Monate nach der Erstaufnahme waren es bereits 28 Prozent, sechs Monate danach 30 Prozent. Mehr als jeder zweite über 80-Jährige (52 Prozent) war ein halbes Jahr nach einer stationär behandelten COVID-19-Erkrankung verstorben. Ebenso häufig waren beatmete Patienten betroffen. Laut der Studie haben zudem Männer ein höheres Sterberisiko sowie Patienten mit Blutgerinnungsstörungen (Koagulopathien), Lebererkrankungen oder mit einem Body-Mass-Index von über 40. Damit macht die Studie deutlich, dass COVID-19 auch langfristig schwere Folgen haben kann und wie wichtig eine engmaschige Nachsorge durch Haus- und Fachärzte ist – insbesondere für Patienten mit einem schweren Verlauf der Erkrankung.

Long- oder Post-COVID: Langzeitfolgen von Corona

Weitere Langzeitfolgen, die unter den Begriffen Long- oder Post-COVID-Syndrom bekannt sind, waren nicht Teil der WIdO-Studie. Bisher ist auch noch wenig darüber bekannt. Aber es zeigt sich, dass viele Patienten nach einer Corona-Infektion von anhaltenden Beschwerden berichten. Zu den berichteten Symptomen gehören unter anderem Erschöpfung, Luftnot oder Leistungseinschränkungen. Als Ursache wird beispielsweise vermutet, dass das Virus über Wochen oder Monate im Körper verbleibt und zu anhaltenden Symptomen führt. Wer trotz überstandener Corona-Infektion anhaltende, neue oder wiederkehrende Beschwerden bemerkt, sollte sich an seinen Hausarzt wenden. Bestätigt sich der Verdacht, ist eine weiterführende spezialärztliche Versorgung sinnvoll, etwa durch Kardiologen, Neurologen oder Pneumologen. Weitere Informationen zu Long- und Post-COVID finden Sie auf der Seite „COVID-19: Ansteckung, Symptome und Behandlung“.

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