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In Thüringen keine Mammografie-Untersuchung im April 2020

Pressemitteilung

20. Oktober 2021

Früherkennungsuntersuchungen seltener genutzt

In Thüringen keine Mammografie-Untersuchung im April 2020

Im vergangenen Jahr sind Krebsfrüherkennungsuntersuchungen in Thüringen seltener wahrgenommen worden als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus einer aktuellen Analyse hervor, die das Wissenschaftliche Institut der Ortskrankenkassen (WIdO) und die AOK PLUS durchgeführt haben. Danach hat die COVID-19-Pandemie in der ersten Welle von März bis Mai 2020 zu einem deutlichen Rückgang der Früherkennungsuntersuchungen geführt.

Nicht eine Mammografieuntersuchung im April 2020
Vollständig zum erliegen kamen im April 2020 Mammografien im Rahmen der Brustkrebsfrüherkennung. Im Freistaat wurde nach der Erhebung des WIdO und der AOK PLUS nicht eine einzige Behandlung durchgeführt.

Rückgang auch bei anderen Früherkennungsuntersuchungen
Neben der Mammografie wurden auch Früherkennungsuntersuchungen in Bezug auf Gebärmutterhals-, Prostata- und Hautkrebs sowie die Koloskopie bei Darmkrebs während der ersten COVID-19-Welle deutlich seltener wahrgenommen. Besonders sichtbar wird dieser Rückgang, neben der Mammografie, bei der Hautkrebsfrüherkennung: Hier fanden rund 43 Prozent weniger Untersuchungen als 2019 statt. 

Aufholeffekte unterschiedlich stark
Die während der ersten COVID-19-Welle abgesagten oder verschobenen Untersuchungen sind im weiteren Jahresverlauf dann unterschiedlich stark nachgeholt worden. Während im Bezug auf Gebärmutterhals- und Prostatakrebs von Juni 2020 an die Zahlen bis Ende des Jahres teilweise deutlich über den Vergleichswerten von 2019 und am Ende sogar besser als der Bundesdurchschnitt lagen, ergibt sich bei den anderen drei Früherkennungsuntersuchungen ein differenzierteres Bild.

Thüringen über dem Bundesdurchschnitt
Untersuchungen auf Hautkrebs lagen zum Beispiel fast gänzlich unter dem Niveau des Vorjahres. Lediglich im Oktober war ein Anstieg von 16 Prozent zu verzeichnen. In der Jahresbetrachtung rangieren sie mit einem Rückgang von 16,5 Prozent im bundesweiten Durchschnitt. Mammografien sind mit minus 11,5 Prozent im Vergleich auch deutlich seltener wahrgenommen worden. Der Rückgang liegt sogar noch über dem Bundesdurchschnitt von 9,3. Besonders deutlich wird der Unterschied zur bundesweiten Betrachtung bei der Inanspruchnahme von Früherkennungskoloskopien in Bezug auf Darmkrebs: während diese bundesweit sogar häufiger als 2019 durchgeführt wurden (plus 2,99 Prozent), geschah dies im Freistaat seltener (minus 4,44 Prozent).

Früherkennungsuntersuchungen nicht aufschieben
Die AOK PLUS ruft ihre Versicherten auf, Früherkennungsuntersuchungen nicht aufzuschieben oder ganz abzusagen. Denn je früher eine Erkrankung erkannt wird, desto besser ist die Heilungschance bei Krebserkrankungen. Die AOK PLUS unterstützt ihre Versicherten vielfältig bei Krebsfrüherkennungsuntersuchungen. Eine Übersicht gibt es auf der Homepage unter plus.aok.de/krebsvorsorge. Zudem können sich Versicherte bei Fragen auch an die kostenfreie Service-Hotline 0800 1059000 oder eine der 139 Filialen der Gesundheitskasse wenden.
 

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