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Selbsthilfeförderung – ein Überblick

Die AOK unterstützt Selbsthilfegruppen finanziell mit unterschiedlichen Fördermöglichkeiten. Erfahren Sie, wie Sie Selbsthilfeförderung beantragen können.

Leitfaden zur Selbsthilfeförderung

Der GKV-Spitzenverband hat am 17. Juni 2013 die Grundsätze zur Förderung der Selbsthilfe gemäß § 20c SGB V vom 10. März 2000 neu beschlossen. Die Fördergrundsätze sind mit Wirkung zum 1. Januar 2014 in Kraft getreten. Sie sind in Zusammenarbeit mit den Verbänden der Krankenkassen auf Bundesebene sowie den maßgeblichen Spitzenorganisationen der Selbsthilfe entstanden. Mit der Neufassung soll die Selbsthilfeförderung in Deutschland transparenter werden, Selbsthilfegruppen sollen gezielter unterstützt und Fördergelder bedarfsgerechter verteilt werden. Um die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Selbsthilfegruppen- und -einrichtungen und den Krankenkassen weiter zu stärken, soll das Förderverfahren niedrigschwellig und rechtssicher erfolgen.

Satzung der AOK PLUS

Auszug §9 Abs. 3

Die AOK PLUS fördert Selbsthilfegruppen, -organisationen und -kontaktstellen, wenn diese die Prävention und Rehabilitation von solchen Krankheitsbildern zum Ziel haben, die in dem vom GKV-Spitzenverband unter Beteiligung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und von Vertretern der für die Wahrnehmung der Interessen der Selbsthilfe maßgeblichen Spitzenorganisationen beschlossenen Verzeichnis aufgeführt sind. Die Förderung erfolgt im Rahmen der vom GKV-Spitzenverband unter Beteiligung von Vertretern der für die Wahrnehmung von Interessen der Selbsthilfe maßgeblichen Spitzenorganisationen, gemeinsam und einheitlich beschlossenen Grundsätze, insbesondere durch Projektförderung, Zusammenarbeit, Unterstützung und Zuschüsse.     

Förderebenen

  • Selbsthilfegruppen sind freiwillige Zusammenschlüsse von betroffenen Menschen (chronisch Kranken), deren Aktivitäten auf die gemeinsame Bewältigung des Krankheitsbildes, dessen Ursache oder Folge und der damit verbundenen Probleme gerichtet sind. Eine Gruppe besteht aus mindestens 6 Teilnehmern.
  • Landesverbände und Organisationen der Selbsthilfe sind Zusammenschlüsse von Selbsthilfegruppen auf Bundes- oder Landesebene, die auf ein bestimmtes Krankheitsbild, eine gemeinsame Krankheitsursache oder eine gemeinsame Krankheitsfolge spezialisiert sind.
  • Selbsthilfekontaktstellen sind örtlich arbeitende professionelle Beratungseinrichtungen.

Vertreter der Selbsthilfe

An der Vergabe der Fördermittel sind Vertreter von Selbsthilfegruppen, -organisationen und Kontaktstellen maßgeblich beteiligt. Die demokratisch legitimierten Vertreter der Selbsthilfe in Sachsen und Thüringen nehmen dabei eine Beratungsfunktion bei den Umsetzungen der Rechtsvorschrift ein. Bei Fragen oder Anregungen zur Förderung können Sie sich an folgende Vertreter wenden:

Sachsen:
Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Sachsen e. V.
Friederike Lettow
Michelangelostraße 2
01217 Dresden
Telefon: 0351 479 350 0
E-Mail: info@lag-selbsthilfe-sachsen.de  

Paritätischer Wohlfahrtsverband, Landesverband Sachsen e. V.Frau Bärbel Herold   
Am Brauhaus 8  
01099 Dresden
Tel. 0351 / 4916 – 60
E-Mail: paritaet.sachsen@parisax.de  

Sächsische Landesstelle gegen die Suchtgefahren e. V.
Dr. Olaf Rilke
Glacisstraße 26
01099 Dresden
Telefon: 0351 804 55 06
E-Mail: slsev@t-online.de  

LAG SKS Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfekontaktstellen e. V.
Ina Klass
c/o KISS Leipzig, Stadt Leipzig Gesundheitsamt
Friedrich-Ebert-Straße 19a
04109 Leipzig
Telefon: 0341 123 67 55
E-Mail: ina.klass@leipzig.de

Thüringen:
Ansprechpartner und Vertreter der Selbsthilfegruppen:
SHG SHG Poliomyelitis Weimar/ Weimar Land
Anita Diener
Liebstedter Str. 7a
99510 Oßmannstedt
Telefon:  036462 325 27
Telefax:  036462 929 10
E-Mail: anitadiener@web.de  

Ansprechpartner und Vertreter der Landesverbände:
Deutsche Rheuma-Liga Landesverband Thüringen e. V.
Haiko Jakob
Weißen 1
07407 Uhlstädt-Kirchhasel
Telefon:  036742 673 61
Telefax:  036742 673 63 
E-Mail: info@rheumaliga-thueringen.de  

Ansprechpartner und Vertreter der Kontaktstellen:
LAG - Landesarbeitsgemeinschaft Thüringer Selbsthilfeplenum
Gabriele Wiesner
IKOS Jena - Beratungszentrum für Selbsthilfe
Löbdergraben 7
07743 Jena
Telefon: 03641 615 360 oder 618 777
Telefax: 03641 618 769
Internet: www.selbsthilfe-thueringen.de

Pauschalförderung

Pauschalförderung ist eine kassenartübergreifende Förderung. Für die Pauschalförderung stellen die gesetzlichen Krankenkassen in Sachsen und Thüringen die gemeinsam abgestimmten Fördermittel zur Verfügung. Die Förderung umfasst die finanzielle Unterstützung der kontinuierlichen und gesundheitsbezogenen Selbsthilfearbeit.

  • Antragstellung
    Der Antrag auf Pauschalförderung ist zusätzlich zur Projektförderung möglich. Unterstützend stellen wir Ihnen Hinweise zur Pauschalförderung zur Verfügung.

    Die Anträge für das Förderjahr 2017 sind in Sachsen und Thüringen bis zum 31.01.2017 zu stellen.

  • Verwendungsnachweis
    Den Verwendungsnachweis erhalten Sie mit dem Bewilligungsschreiben.
    Beachten Sie die Abgabefristen!
    Für Sachsen: 31. März des Folgejahres
    Für Thüringen: 31. März des Folgejahres  

    Im Rahmen der kassenartübergreifenden Gemeinschaftsförderung/Pauschalförderung gibt es für das neue Förderjahr folgende Ansprechpartner in Thüringen:

Projektförderung

Projektförderung ist eine kassenindividuelle Förderung. Mit der Projektförderung unterstützt die AOK PLUS klar abgegrenzte Maßnahmen und Aktionen der Selbsthilfe in einem zeitlich begrenzten Rahmen. Die Förderung umfasst sowohl finanzielle als auch immaterielle Leistungen, wie Vorträge, Druckaufträge oder das kostenfreie Nutzen von Räumlichkeiten.

  • Antragstellung
    Der Antrag auf Projektförderung ist zusätzlich zur Pauschalförderung möglich. Die Anträge für ein Förderjahr können ganzjährig und ohne Antragsfrist bei der AOK PLUS gestellt werden.

  • Bitte füllen Sie den Antrag vollständig aus und senden ihn unterschrieben an Ihren Ansprechpartner:

    Sachsen: Frank Tschirch
    0800 10590-15104
    frank.tschirch@plus.aok.de

    Thüringen: Sylvia Klett
    0800 10590-15102
    sylvia.klett@plus.aok.de
  • Verwendungsnachweis
    Den Verwendungsnachweis erhalten Sie mit dem Bewilligungsschreiben.
    Beachten Sie die Abgabefristen!
    Für Sachsen: 8 Wochen nach Projektabschluss
    Für Thüringen: 8 Wochen nach Projektabschluss

Rechtliche Grundlagen

Auszug aus dem Sozialgesetzbuch (§ 20 h SGB V)
„(1) 1 Die Krankenkassen und ihre Verbände fördern Selbsthilfegruppen und -organisationen, die sich die gesundheitliche Prävention oder die Rehabilitation von Versicherten bei einer der im Verzeichnis nach Satz 2 aufgeführten Krankheiten zum Ziel gesetzt haben, sowie Selbsthilfekontaktstellen im Rahmen der Festlegungen des Absatzes 3.
2 Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen beschließt ein Verzeichnis der Krankheitsbilder, bei deren gesundheitlicher Prävention oder Rehabilitation eine Förderung zulässig ist; sie haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Vertretungen der für die Wahrnehmung der Interessen der Selbsthilfe maßgeblichen Spitzenorganisationen zu beteiligen.
3 Selbsthilfekontaktstellen müssen für eine Förderung ihrer gesundheitsbezogenen Arbeit themen-,bereichs- und indikationsgruppenübergreifend tätig sein.“

Versicherungsschutz

Ein gesetzlicher Unfallversicherungsschutz zum Besuch einer Selbsthilfegruppe besteht nicht. Aber seit 2005 besteht für viele ehrenamtlich Tätige Versicherungsschutz gegen die Folgen von Unfällen, die sie im Rahmen ihres Engagements erleiden. Zuständiger Versicherungsträger ist die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft Hamburg. Nachstehend finden Sie eine Übersicht über den Versicherungsschutz im Ehrenamt:

Kontakt

Servicetelefon 0800 1059000 (rund um die Uhr kostenfrei)
Sachsen – Frank Tschirch 0800
10590-15104
frank.tschirch@plus.aok.de

Thüringen – Sylvia Klett
0800 10590-15102
sylvia.klett@plus.aok.de

Materialsammlung

Hier finden Sie Fachinformationen/Literatur

www.nakos.de

www.bag-selbsthilfe.de

www.achse-online.de

www.selbsthilfe-interaktiv.de

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