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Coronavirus: Alles, was Sie jetzt wissen sollten

Dr. Gerhard Schillinger, Arzt und Leiter des Stabs Medizin im AOK-Bundesverband, beantwortet die wichtigsten Fragen rund um das neuartige Coronavirus.

Was ist das Coronavirus?

Bislang sind verschiedene Coronaviren bekannt, die unterschiedliche Tiere oder auch den Menschen infizieren können. Beim Menschen verursachen gewöhnliche Coronaviren meist harmlose Erkältungskrankheiten. Ende Dezember 2019 sprang vermutlich eine Variante des Virus, die normalerweise Tiere befällt, auf den Menschen über und ist inzwischen auch von Mensch zu Mensch ansteckend. Ursprungsort ist die chinesische Metropole Wuhan. Die Krankheit verbreitet sich weiterhin hauptsächlich in China; mit vielen tausend Erkrankten und mehr als 360 Todesfällen bis Anfang Februar. Außerhalb Chinas gibt es 186 Erkrankte, davon zehn bestätigte Fälle in Deutschland (Stand 3.2.2020).

Nach der Ansteckung hat das neue Coronavirus eine Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen. Chinesische Wissenschaftler schätzen die durchschnittliche Inkubationszeit auf 5 Tage. Symptomatisch ist der Beginn mit trockenem Husten, Fieber und Muskelschmerzen und Abgeschlagenheit, später kann Atemnot infolge einer Lungenentzündung hinzukommen, die bei schwer Erkrankten zur Krankenhausaufnahme führt. Die Lungenentzündung kann in einigen Fällen so schwer werden, dass die Patienten beatmet werden müssen. Das deutsche Gesundheitssystem ist aber für die Behandlung und Versorgung der Erkrankten gut aufgestellt.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin sieht Deutschland derzeit gut auf das Coronavirus vorbereitet. Gerade die deutschen Flughäfen seien laut RKI-Präsident Lothar Wieler "sehr gut gewappnet". Die wichtigsten Fragen zum Thema neues Coronavirus hat das Robert-Koch-Institut auf einer eigens angelegten Website beantwortet.

Worauf ist jetzt zu achten?

Das Ansteckungsrisiko mit dem neuen Coronavirus ist in Deutschland im Augenblick sehr gering. Um sich trotzdem gut zu schützen, gilt das, was auch zur Vermeidung einer Ansteckung mit Grippeviren zu beachten ist:

Regelmäßig und gründlich die Hände mit Seife waschen, auf jeden Fall vor jeder Mahlzeit. Nicht mit ungewaschenen Händen in das Gesicht (Augen, Nase, Mund) greifen. Abstand halten zu kranken Menschen, vor allem, wenn diese husten oder niesen. Und beim Husten oder Niesen die Armbeuge oder ein Taschentuch vor Mund und Nase halten und das Taschentuch anschließend direkt wegwerfen. Vermeiden Sie direkten Körperkontakt, beispielsweise durch Händeschütteln, da auch dies ein möglicher Übertragungsweg für Infektionserkrankungen der Atemwege ist.

Angesichts der aktuellen Gesundheitslage rät das Auswärtige Amt derzeit allen Deutschen von einer Reise in die Provinz Hubei, in der auch die Stadt Wuhan liegt, ab. Für andere Regionen Chinas oder gar andere asiatische Länder gibt es derzeit jedoch noch keine Warnungen der deutschen Behörden. Einige Fluglinien haben Flüge nach Asien bzw. China vorerst abgesagt – informieren Sie sich bei einer geplanten Reise direkt bei Ihrer Flugfirma.

Was, wenn ich mich angesteckt habe?

Trotz der ersten Fälle in Europa schätzt das RKI das Risiko für die Bevölkerung in Europa und Deutschland weiterhin als gering ein. Grund zu erhöhter Wachsamkeit besteht in erster Linie, wenn Sie kürzlich die chinesische Provinz Hubei bereist oder Kontakt mit einer an dem neuartigen Coronavirus erkrankten Person hatten.

In diesem Fall sollten Sie auf mögliche Krankheitszeichen achten. Entwickeln sich innerhalb von 14 Tagen Symptome wie Fieber oder Atemwegsprobleme, sollte laut RKI ein Arzt aufgesucht werden. Wichtig ist, vorher in der Praxis oder Klinik anzurufen, damit weitere Ansteckungen vermieden werden können. Dabei sollte neben den gesundheitlichen Beschwerden auch berichtet werden, dass ein Aufenthalt in der Provinz Hubei oder Kontakt mit einer erkrankten Person bestand.

Beim Arzt erfolgt neben der körperlichen Untersuchung auch ein Abstrich aus dem Rachenraum. Dieser wird auf das neue Coronavirus und Influenza getestet. Das zuständige Gesundheitsamt wird über den Verdachtsfall informiert.

Weitere Informationen

Mehr zum Thema neuartiges Coronavirus erfahren Sie auch auf den entsprechenden Webseiten des Auswärtigen Amtes und des AOK-Medienservice.

Medizin-Hotline für AOK-Versicherte

Bei AOK-Clarimedis beantwortet ein Team aus Fachärzten, Krankenschwestern und Pharmakologen Fragen rund um die Gesundheit und aktuell eben auch im Zusammenhang mit dem Corona-Virus.

Die kostenfreie Rufnummer ist: 0800 2266550

Die Anrufer sollten lediglich ihre Gesundheitskarte bereithalten, um beim Telefonat ihre Versichertennummer angeben zu können.

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