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Toilettengang In Pflegeheim

Hallo, ich habe da mal ein Problem mit der Versorgung meiner Mutter (90 Jahre) im Pflegeheim. Da sie mit Rollator nicht mehr alleine zur Toilette gehen kann, muss bei jedem Toilettengang geklingelt werden. Das dauert dann bis zu 40 Min.(selbst mehrfach festgestellt).  Da versucht sie dann doch schon mal selbst mit Rollator zu gehen, was natürlich sehr sturzgefährlich ist. Durch die langen Wartezeiten hat sie sich öfter durchgenäßt und hat seitdem Windeln um. Dadurch werden die Wartezeiten natürlich noch weiter gestreckt. Besonders nachts ist das Problem sehr gross, da sie 2 - 3 mal auf die Toilette muss. Jetzt ist es wieder passiert. Nachts um 5 musste sie mal und keiner kam rechtzeitig. So ist sie wieder allein mit Rollator zur Toilette gegangen und beim Rückweg gefallen. Ergebnis Beckenbruch - Krankenhaus. 

Die Heimleitung habe ich schon oft angesprochen. Hier kommen dann je nach Personal die üblichen Ausreden. Mein Vorschlag, man könnte ja nachts auch einen Toilettenstuhl neben das Bett stellen, wird leider nicht gemacht. Ich vermute nach Rückkehr aus dem Krankenhaus, dass sie einen Katheter verpasst bekommt, da sie dann wohl noch größere Probleme hat. Wer entscheidet das.

Gibt es feste zeitliche Regeln für den Toilettengang, Windeln, Katheter. Muss hier ein Arzt entscheiden oder ist man der Willkür des Pflegepersonals ausgeliefert.

Danke für hilfreiche Antworten.

Guten Tag imland,

Toilettengänge die einer Unterstützung oder Hilfestellung benötigen, stellen keine Indikation für einen Katheter dar. Die Entscheidung für das Legen eines Katheters liegt beim Arzt und nicht bei der Pflegeeinrichtung. Die Gründer dafür sollten immer gesundheitsbezogen sein.

Es gibt keine genauen zeitlichen Regelungen für den Toilettengang, jedoch sind Pflegeeinrichtungen dazu verpflichtet, Kontinenz zu erhalten und zu fördern. Das beinhaltet selbstverständlich auch eine zeitnahe Begleitung zur Toilette. Gerade nach einem so schwerwiegenden Sturzereignis sollten Sie noch einmal das Gespräch mit der Heimleitung bzw. den Einrichtungsträger suchen. Sollte sich erneut keine Besserung einstellen oder sich weiterhin Probleme abzeichnen, gibt es die Möglichkeit, Beschwerden an die Heimaufsicht zu richten.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Mutter alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

Wer nicht selbständig auf die Toilette gehen kann, bekommt Windeln. Leider!!! Wird bestimmt überall so gemacht...

Hallo Püppi

 

erfreulicherweise können wir Ihnen nicht zustimmen. Es gibt viele Pflegeheime , die gereade die Toilettengänge für eine bewusste Möglichkeit von Sturzprävention, von Alltagsbegleitung und Kommunikation nutzen, um die Ressourcen der Bewegungsfähigkeit und Mobilität zu erhalten und auszubauen.Wir empfehlen Ihnen, sich an die jeweilige Heimaufsicht zu wenden und sich dann über das jeweilige Pflegeheim zu beschweren oder zu intervenieren.

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

…oder legen einen Katheder, was dann Harnwegsinfekte zur Folge haben kann, müssen so halt nicht Windeln wechseln.

 

Habe ich selbst in der Kurzzeitpflege erlebt, mich aber geweigert dies so zu handhaben. Wenn man zusätzlich noch Stuhlinkontinent ist, dann bringt ein Katheder auch nichts.

 

Auch wenn Sie bis zu 8-mal Tags –und Nacht die Windeln wechseln müssen wg. der Hautproblematik, ist es halt so.

Wär mal interessant, jetrt die Erfahrungen von imland zu erfahren...

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