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Pflegeheim-Wer Beurteilt Wann Ein Arzt Hinzugezogen Wird

Wer entscheidet in einem Pflegeheim eigentlich wann ein Arzt hinzugezogen wird? Im Pflegeheim meiner Mutter erlebte ich, das Angehörige eines Bewohners das Pflegepersonal ansprachen, weil der Heimbewohner seit 3 Wochen über Zahnschmerzen klagte, man immer versprach sich zu kümmern, aber nichts passiert sei. Man sagte ihnen, das der Mann sicher keine Zahnschmerzen hätte, denn ein Pfleger hätte ihm schon 2 mal in den Mund geschaut und nichts gesehen. Eine andere erklärte, das ihr auch manchmal ein Zahn wehtut und dann doch nichts wäre. Diese Angehörigen wollten sich dann selbst kümmern, weil die Pfleger entschieden hatten, das da nichts ist.

Heute (Freitag spätnachmittags) besuchte ich meine Mutter und statt wie sonst im Rollstuhl lag sie im Bett und sagte mir, sie wüßte gar nicht warum. Das Personal fragen sollte ich nicht, sie würden das dann an ihr auslassen. Dann bekam ich aus ihr heraus das sie seit dem Morgen blutigen Durchfall hätte und deshalb im Bett bleiben solle bis das geklärt wäre. Wer was wie und wann klären will blieb offen. Ich bin jetzt völlig verunsichert. Ist das Pflegepersonal verpflichtet einen Arzt hinzuzuziehen und der wiederum eine Untersuchung zu veranlassen oder kann das Personal selbst entscheiden wann es einen Arzt hinzuzieht? Kann ich als Angehöriger selbst einen Bereitschaftsarzt ins Pflegeheim bestellen?

 

das scheint es öfter zu geben, siehe http://www.aok-gesundheitspartner.de/bund/arztundpraxis/praxisteam/index_08389.html

Hier noch ein artikel von 2014. An deiner Stelle würde ich mich gaaanz schnell selber um Mutter kümmern: http://www.aerzteblatt.de/archiv/156222/Vereinbarung-zu-Kooperationsvertraegen-Mehr-Geld-fuer-Arztbesuche-im-Heim

Guten Tag Peri1856,

 

genauso wichtig wie die pflegerische Versorgung ist die ärztliche Versorgung. Das Pflegepersonal  steht im ständigen Kontakt mit den Bewohnern. Bei der Körperpflege und Betreuung nimmt es Veränderungen der Haut, der Körperausscheidungen oder Wesensvernderungen etc. wahr. Bei Auffälligkeiten wird der Arzt informiert. Im Notfall, z.B. bei akuter Verschlechterung, wird auch im Pflegeheim der Notarzt gerufen.

 

Wir empfehlen Ihnen, ein Gespräch mit der Stationsleitung oder der Heimleitung zu führen, um zu klären, wie die ärztliche Versorgung bei Ihrer Mutter sichergestellt ist. Es gibt in wenigen Pflegeeinrichtungen einen sogenannten Heimarzt. Das ist ein Arzt, der für alle Bewohner in der Einrichtung zuständig ist.

 

In der Regel erfolgt die ärztliche Versorgung in Pflegeheimen derzeit jedoch nahezu ausschließlich durch niedergelassene Ärzte. Ihre Mutter hat die freie Arztwahl; das heißt, Sie können für ihre Mutter einen Arzt suchen, der die Visite bei ihrer Mutter in der Pflegeeinrichtung macht. Das kann auch der frühere Hausarzt sein.

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

Es gibt einen niedergelassenen Arzt der als Heimarzt eingesetzt ist. Auf die heutige Nachfrage, wann denn nun eine Darmspiegelung gemacht wird, kam vom Pflegepersonal die Antwort, der Heimarzt habe entschieden, das man erst die Unterlagen von der alten Hausärztin meiner Mutter (das sind Unterlagen von vor 2 Jahren) einsehen will , weil da auch ein Befund von einer Darmspiegelung dabei wäre die vor ca. 5 Jahren stattfand. Erst wenn er diese Unterlagen gesehen hätte, würde er entscheiden, ob er eine Darmspiegelung veranlasst. Irgendwie komme ich mir vor wie im falschen Film.

Danke für die bisherigen Antworten und Anregungen.

Das heißt jetzt, ich müßte einfach selbst einen Arzt finden der nur eine Überweisung zur Darmspiegelung ausstellen muß?
Dazu brauchte ich die Chipkarte meiner Mutter. Muß das Heim mir die Karte aushändigen (ich habe eine Vorsorgevollmacht)?

Wer würde dann den Transport  zum Arzt veranlassen? Meine Mutter ist stark übergewichtig und sitzt im Rollstuhl. Das ist mit einem Taxi nichts zu machen.

Noch eine Frage: Es gibt doch Vorsorgeuntersuchungen. Müsste sich nicht auch das Heim kümmern, das die Leute die Untersuchungen wahrnehmen, oder müssen sich da die Angehörigen drum kümmern. Uns ist eingefallen, das es doch Vorsorgeuntersuchungen wg. Darmkrebs gibt. Da müsste meine Mutter doch zumindest darauf einen Anspruch haben wenn der Heimarzt eine Krankenhauseinweisung/Überweisung Darmspiegelung verweigert.

Ich werde morgen bei der AOK vorbeigehen und mich beraten lassen.

Guten Tag Peri 1856,

eine Beratung bei Ihrer AOK vor Ort ist eine sehr gute Idee. Die Mitarbeiter können Ihre individuellen Frage zu den Transportkosten und die Organisation beantworten und auch Ärzte in Ihrer Umgebung nennen. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen natürlich gerne zur Verfügung!

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der AOK

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