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Frage zu Leistungen der Kurzzeitpflege

 Sehr geehrtes Team,

mein Vater - AOK Mitglied - ist am 14.02. nach einer schweren OP an Harnleiter und Arterie der Niere aus dem Krankenhaus in die Kurzzeitpflege entlassen worden. Weil es keine Pflegeplätze in Wohnortnähe (Bochum) gab - Wurde uns ein Pflegeplatz in einer angrenzenden Stadt (Herne) zugewiesen. Mein Vater 84 Jahre, der aufgrund vieler Organschädigungen (Herzschrittmacher, NIereninsuff, Stoma....) sehr schwach ist - benötigt medizinische Versorgung und eine Vielzahl von Medikamenten - ... Der  Hausarzt meines Vaters ist natürlich nicht in der Lage meinen Vater aufgrund der Entfernung des Heims  zu betreuen - zusätzlich ist seine Praxis urlaubsbedingt für zwei weitere Wochen geschlossen.

Wir,  die Angehörigen, (zwei Töchter, eine ebenfalls behinderte Ehefrau) haben nun in aller Eile noch den Medikamentenplan und ein Rezept für Krankengymnastik zur Mobilisation ausgefüllt bekommen, damit das Haus, in dem mein Vater nun betreut wird, ihn entsprechend versorgen kann.

Am 14.02. wurde mit dem Pflegepersonal abgesprochen, dass  ein Vertretungsarzt (In Heimnähe) nach meinem Vater schauen sollte... weil im Krankenhausbericht vom 14.02. noch einige ungeklärte Diagnosen stehen - z.B. am 13.02. - aktuell beginnendekardiale Dekompensation...intermittierender Schwindel... usw. - Prozedere:  Bitte Protein bestimmen und ggf. substituieren.....

Das ein Arzt nach meinem Vater schauen würde, wurde zugesagt. Ebenso die Krankengymnastik würde durchgeführt.

Bis heute hat mein Vater keinen Arzt gesehen  - Krankengymnastik wurde nur einmal in der Zeit von 14.02. - 23.02. durchgeführt. Nun steht schon bald die Entlassung an - Der 28.02.2020 ist vorgesehen.

Der eigene Wohnraum ist in der ersten Etage einer Mietwohnung und nicht altengerecht umgebaut.. auch meine Mutter  ist alt und krank ....und sicher wird die Entlassung meines Vaters eine zusätzliche Belastung sein, die sie allein nicht tragen kann.

Hierzu hat uns das Haus nun mitgeteilt, da der Heimplatz nicht am Wohnort ist müssen die Kosten des Rücktransports auch von uns privat getragen werden.

Wir, die Angehörigen fühlen uns überfordert, beurteilen zu können,

1.  ob mein Vater entlassungsfähig ist. - hier ist doch das Urteil eines Arztes unbedingt erforderlich

2. ob die Versorgung im Haus wie beschrieben in Ordnung war... und

3. ob wir tatsächlich die Kosten für den Rücktransport zu tragen haben..

Bei der letzten Frage zu den Fahrtkosten finden wir, dass es nicht fair ist, wenn wir die Kosten tragen müssten, da wir ja schon gestraft genug sind, dass mein Vatter aufgrund mangelnder Alternative in einem Haus in einer anderen Stadt untergebracht ist. Wir haben unsere Mutter täglich zum Vater gefahren - Zeitaufwand ca. 3- 4 Stunden.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns die Fragen beantworten würden, wie wir weiter vorgehen können.

Herzlichen Gruß

Dieter

 

Sehr geehrter "DM1936"

 

verzeihen Sie, dass es so lange gedauert hat, dass Sie Antwort erhalten. Technische Schwierigkeiten haben uns eine zeitlang große Mühen bereitet.

Haben Sie Dank für Ihr großes Vertrauen, Ihre Situation derart detailliert öffentlich zu schildern. Wir haben alles sehr aufmerksam gelesen. Es wäre unprofessionell und nicht seriös, Ihnen hier eine Antwort zu geben, denn dies ist uns schlichtweg nicht möglich.

Bitte gehen Sie unbedingt auf Ihre AOK zu und fragen Sie explizit nach einer Pfegeberatung bzw. nach einer ausführlichen Beratung innerhalb eines Case MAnagements. Das steht IHnen zu und sollte KLärung und Lösungen bringen. Um Ihre - verständlichen - Fragen klären zu können, müssen alle Fakten sehr sorgfältig betrachtet werden und ggf. muss auch direkt in den Dialog mit weiteren BEteiligten eingestiegen werden. Auch dabei werden Sie die Kolleg/innen der Pflegeberatung ganz sicher unterstützen und sich ausführlich kümmern und Sie in allem umfassend bei dem unterstützen, was es darüber hinaus bedarf, für Sie und vor allen Dingen für Ihren Vater eine bestmögliche, stabile und verlässliche Pflegekonstellation mit medizinischer Versorgung zu organisieren. 

Es tut uns leid, dies hier nicht sofort für Sie tun zu können. Aber wir wünschen Ihnen ausdrücklich viel Erfolg und eine hilfreiche Beratung. Ihrem Vater und Ihnen alles erdenklich Gute. 

Mit besten Wünschen und Grüßen
bleiben Sie hoffentlich von dem bedrohlichen Virus schont und
versuchen Sie trotz aller HErausforderungen auch ein bisschen
Ostern zu feiern.


Ihr Expertenteam des Pflegeforums      

Ihr Expertenteam der AOK

Hallo Dieter,

 

wir verstehen Ihre Sorge um Ihren nahen Angehörigen und öchten dazu beitragen, dass es für die Zukunft optimaler und abgestimmter läuft.

Zunächst hoffen wir, das es Ihrem Angehörigen mittlerweile besser geht.

Nun zu Ihren Fragen.

zu Frage 1:

Der Sozialdienst des Krankenhauses hätte ein Abschlussgespräch durchführen müssen (weshalb erfolgt die Entlassung, welche weiteren medizinischen und pflegerischen Schritte sind notwendig  - und hätte die Angehörigen ggf. bitten können, ein wohnortnahes Pflegeheim für die Kurzzeitpflege zu finden. Wir gehen davon aus, dass eine Entlassungsfähigkeit aus dem Krankenhaus bestanden hat, weil Ihr Angehöriger nicht mit den apparativen und personellen Mitteln eines Krankenhauses versorgt werden mußte, sondern die Pflege im Vordergrund steht. Für die pflegerische Versorgung ist kein Kankenhausaufenthalt notwendig.

zu Frage 2:

Grundsätzlich ist immer der pflegebedürftige Mensch oder sein Betreuer/gesetzlicher Vertreter für die Gesundheitssorge zuständig. Einige Heime bieten es an, sich darum zu kümmern (z. B. Kooperationsärzte eines Heimes, Physiotherapeuten). Wir empfehlen immer, sich selber um einen Arzt und Physiotherapeuten zu kümmern und es nicht Ditten zu überlassen. Auf alle Fälle hätte geklärt werden müssen, wer sich wann für was zuständig fühlt. Empfehlenswert ist , dass sich Angehörige bei Heimbesuchen darum kümmern und konkret nachfragen , was gemacht wurde. Für die Zukunft empfehlen wir, dass sich die Angehörigen inbezug auf die Gesundheitssorge die Aufgaben teilen.

zu Frage 3:

Jo, es ist korrekt, dass Ihr Angehöriger die Fahrkosten vom Pflegeheim in die eigene Wohnung selber tragen muß. Kostenträger für die Kurzzeitpflege ist die Pfegekasse und diese kennt keine Übernahme von Fahrkosten. Einzige Ausnahme: Sofern noch Teilbetäge im Rahmen der Betreuungs- und Entlastungsleistungen (125,0 Euro monatlich) zur Verfügung stehen, könen diese für Fahrkosten eingesetzt werden. Hier sollten Sie oder Ihr Angehöriger sich an die Pflegekasse wenden, ob ggf. noch Guthaben aus dem Jahre 2019 zur Verfügung stehen. Ferner können Sie überlegen, ob Sie den Rücktransport mit dem eigenen PKW ermöglichen können.

 

Wir wünschen Ihnen und Ihren Angehörigen alles erdenklich Gute und stehen für Fragen gerne zu Ihrer Verfügung. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ihr Expertenteam der AOK

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