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Zehn Jahre QuaMaDi in Schleswig-Holstein

Mehr Sicherheit in der Brustkrebsdiagnostik

08.07.2015

Kiel / Bad Segeberg, 8. Juli 2015 - Die Qualitätsgesicherte Mamma-Diagnostik (QuaMaDi) feiert in diesem Monat ihr zehnjähriges Bestehen. Das gemeinsame Projekt von Krankenkassen und Kassenärztlicher Vereinigung in Schleswig-Holstein wurde am 1. Juli 2005 flächendeckend eingeführt. Ziel von QuaMaDi ist es, Brustkrebs in einem frühzeitigen Stadium zu entdecken und somit die Heilungschancen von erkrankten Frauen zu erhöhen. Alle Beteiligten ziehen eine positive Bilanz des Versorgungsangebots, das es in dieser Form nur in Schleswig-Holstein gibt.
 
„QuaMaDi bietet entscheidende Vorteile für die Gesundheit von Frauen“, sagte Thomas Haeger, Landesdirektor der AOK NORDWEST in seiner Funktion als Vorsitzender des landesweiten Netzwerkes „Betrifft Brust“. „Mit QuaMaDi sollen alle Frauen angesprochen werden, bei denen ein erhöhtes Brustkrebsrisiko vorliegt und der Arzt eine genauere Untersuchung für erforderlich hält.“
 
In den vergangenen zehn Jahren wurden im Rahmen von QuaMaDi rund 724.000 Untersuchungen durchgeführt. Dabei wurde bei mehr als 13.000 Frauen Brustkrebs diagnostiziert. Der überwiegende Anteil der Brustkrebs-Fälle wird in einem frühen Stadium entdeckt. „Je eher Brustkrebs erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen der Frauen“, sagte Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein. „Darum ist eine frühe und sichere Diagnostik besonders wichtig.“
 
Wer kann an QuaMaDi teilnehmen?
Frauen in Schleswig-Holstein, die bei einer der teilnehmenden Krankenkassen versichert sind, und bei denen der Verdacht auf Brustkrebs besteht, können an QuaMaDi teilnehmen. Der Zugang zu dem Behandlungsprogramm erfolgt über die mehr als 360 niedergelassenen Gynäkologen bzw. gynäkologisch tätigen Hausärzte, die sich an QuaMaDi beteiligen.
 
Wie läuft QuaMaDi ab?
Frauen sollten einen Frauenarzt aufsuchen,


- bei ungewöhnlichen Schmerzen in der Brust,


- bei Veränderungen der Haut, Form oder Größe der Brust,


- beim Ertasten eines Knotens in der Brust,


- bei Brustkrebserkrankungen im engeren Familienkreis.


Der Frauenarzt stellt nach einer Untersuchung fest, ob eine Röntgenaufnahme der Brust (Mammographie) oder zusätzliche Maßnahmen wie z.B. eine Ultraschallaufnahme oder Kernspintomographie im Rahmen von QuaMaDi erforderlich sind.


Zentrales Element von QuaMaDi ist, dass zwei radiologisch tätige Ärzte unabhängig voneinander die Mammographien und ergänzenden Aufnahmen beurteilen. Durch dieses Vier-Augen-Prinzip wird die Brustkrebsdiagnose verbessert, wodurch unnötige operative Eingriffe und stationäre Behandlungen häufig vermieden werden können. Das Ergebnis der Beurteilung wird den Frauen innerhalb weniger Tage durch ihren Frauenarzt mitgeteilt. 
 
Ergebnisse
QuaMaDi wird durch das Institut für Krebsepidemiologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse der vergangenen zehn Jahre zeigen, dass die Tumorentdeckungsrate durch die unabhängige Zweitbefundung und den Einsatz zusätzlicher Ultraschallaufnahmen um rund 16 Prozent gesteigert werden konnte. 
 
Hintergrund
Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Allein in Schleswig-Holstein erkrankten 2014 rund 3.400 Frauen neu an Brustkrebs. Unter dem Dach der Gesundheitsinitiative der Landesregierung haben das Gesundheitsministerium, die gesetzlichen Krankenkassen, die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) und die Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein im Jahr 2005 gemeinsam das Netzwerk „BETRIFFT BRUST“ gegründet. Das Ziel ist, die Brustkrebsversorgung von der Vorsorge über eine gesicherte Diagnose in QuaMaDi bis hin zur Behandlung nach einheitlichen medizinischen Leitlinien abzudecken. Weitergehende Informationen zu QuaMaDi finden Sie unter www.quamadi.de.


Weitere Programme unter dem Dach von „BETRIFFT BRUST“ sind BRUSTlife zur Förderung der Selbstuntersuchung der Brust, das Mammographie-Screening-Programm sowie das Disease Management Programm (DMP) für chronisch Kranke.

Pressekontakt


Gesprächspartner für die Medien:

AOK NORDWEST
Jens Kuschel, Pressesprecher
Edisonstraße 70
24145 Kiel
Telefon: 0431 605 21171
Mobil: 01520 1566 136
Fax: 0431 605 25 1171
E-Mail: presse@nw.aok.de

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