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Weiterhin weniger Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen in Schleswig-Holstein

Pressemitteilung

3.6.2016

Kiel. Trinken bis zum Filmriss? Nein, sagen immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene in Schleswig-Holstein. Das belegt eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest. Danach wurden in Schleswig-Holstein im Jahr 2015 insgesamt 223 junge Menschen im Alter von 12 bis 20 Jahren mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert, etwas weniger als im Vorjahr (225). In 2013 landeten noch 234 Jugendliche und junge Heranwachsende wegen exzessiven Alkoholkonsums in einer Klinik. „Der Trend des bewussteren Umgangs mit Alkohol scheint anzuhalten. Grund zur Entwarnung ist das allerdings nicht. Denn mit einer hohen Dunkelziffer bleibt Alkohol Suchtmittel Nummer eins bei Jugendlichen und darf daher nicht bagatellisiert werden“, warnt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann.

Die rückläufige Entwicklung ist besonders bei jungen Erwachsenen im Alter von 19 bis 20 Jahren auffällig. Hier ist die Zahl der Krankenhauseinweisungen in 2015 wegen akutem Alkoholrausch im Vergleich zu 2014 um fast 23 Prozent zurückgegangen. Auch Jugendliche bis 15 Jahren gehen besonnener mit Alkohol um: Hier sank die Zahl der Krankenhauseinweisungen um fast 12 Prozent.

Die schlechte Nachricht: Bei den 16- bis 18-Jährigen ist der exzessive Alkoholmissbrauch gestiegen. Die Zahl der stationären Behandlungen in 2015 nahm in dieser Altersgruppe im Vergleich zum Vorjahr um fast 17 Prozent zu. „Diese Zahlen zeigen, dass wir nicht nachlassen dürfen, Kinder und Jugendliche über die Gefahren des Rauschtrinkens aufzuklären. Früher Alkoholkonsum kann zu langfristigen Gesundheitsschäden führen und erhöht die Gefahr, später abhängig zu werden“, sagt AOK-Chef Ackermann. Wer bereits in jungen Jahren exzessiv Alkohol trinkt, läuft Gefahr, wichtige Hirnfunktionen dauerhaft zu schädigen und eine Alkoholsucht zu entwickeln. Daher ist es wichtig, dass Jugendliche auch und gerade beim Alkohol Verantwortung für die eigene Gesundheit übernehmen.

Alkoholmissbrauch schadet aber nicht nur der Gesundheit der Betroffenen, es kostet auch viel Geld: Die Gesamtkosten für die stationäre Behandlung und den Notfalltransport für Komatrinker beliefen sich allein bei der AOK in der Region Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr auf rund 290.000 Euro.

Für AOK-Chef Ackermann ist der Kampf gegen das ‚Komasaufen‘ eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die nicht nur von den Krankenkassen allein geführt werden kann. So sind auch Lehrer und Eltern gefragt, Grenzen zu setzen und die Gefahren des Rauschtrinkens zu thematisieren. Aber auch Kommunen und Politik sind gefordert, sich in die Suchtprävention noch stärker einzubringen und die Lebensverhältnisse und -bedingungen zu verbessern. Als positives Beispiel nannte Ackermann die landesweiten Präventionsprojekte wie der Klarsicht-Parcours und das AOK-Programm ‚AlcoMedia‘ in Kooperation mit der Landesstelle für Suchtfragen Schleswig-Holstein e. V. (LSSH).

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Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 223 junge Menschen im Alter von 12 bis 20 Jahren mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Bei den 16- bis 18-Jährigen ist der exzessive Alkoholmissbrauch gestiegen.

Junge Frau betrunken nach Alkoholmissbrauch
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Fotograf: AOK/hfr.

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Edisonstraße 70, 24145 Kiel
Telefon 0431 605-21171
Mobil 01520 1566136
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