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Versichertenvertreter im AOK-Verwaltungsrat fordern: Arbeitgeber wieder zur Hälfte am Krankenkassenbeitrag beteiligen

15.10.2015

Dortmund. Eine sofortige Rückkehr zur paritätischen Beitragsfinanzierung in der Gesetzlichen Krankenversicherung fordern die Versichertenvertreter im Verwaltungsrat der AOK NORDWEST. „Wir fordern die Bundesregierung auf, die Deckelung des Arbeitgeberbeitrags unverzüglich abzuschaffen und die Lasten wieder fair zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu verteilen“, erklärte heute Georg Keppeler, alternierender AOK-Verwaltungsratsvorsitzender und Versichertenvertreter.  

Seit Jahresbeginn setzt sich der Beitragssatz zur Krankenversicherung aus einem gesetzlich fixierten Anteil von 14,6 Prozent, den Arbeitnehmer und Arbeitgeber je zur Hälfte bezahlen, sowie einem Zusatzbeitrag zusammen. Diesen müssen die Krankenkassen je nach Finanzlage regelmäßig neu abstimmen. Er wird allein von den Arbeitnehmern aufgebracht. Zurzeit gilt für die meisten gesetzlich Versicherten ein Zusatzbeitrag von 0,9 Prozent des Bruttolohns. In 2016 steigt der Zusatzbeitrag im Schnitt auf mindestens 1,1 Prozent, hatte der sogenannte Schätzerkreis beim Bundesversicherungsamt gestern errechnet. Grund sind weiter steigende Ausgaben für Arzneien, Kliniken und Ärzte in Milliardenhöhe.

„Diese zusätzlichen Lasten müssen die Versicherten allein über den Zusatzbeitrag schultern. Das ist nicht länger zu akzeptieren. Hier muss die Politik rasch handeln und die Arbeitgeber auch zur Hälfte am Zusatzbeitrag beteiligen“, fordert Keppeler. Es könne nicht sein, dass die Politik vorzeitige Wahlgeschenke verteile und den Ärzten und anderen Leistungserbringern satte Honorarzuwächse gesetzlich zusichere, die deutlich über den allgemeinen Lohnzuwächsen liegen. Hinzu kämen Kostensteigerungen bei den Krankenhäusern in Milliardenhöhe durch das geplante Krankenhausstrukturgesetz bei gleichzeitigen Überkapazitäten der Kliniken. Das alles führe zu erheblichen Ausgabensteigerungen und damit zu einem finanziellen Ungleichgewicht bei den gesetzlichen Krankenkassen mit der Folge, dass die Zusatzbeiträge auch in Zukunft weiter steigen werden. 

Pressekontakt


Gesprächspartner für die Medien:
AOK NORDWEST
Jens Kuschel, Pressesprecher
Kopenhagener Straße 1
44269 Dortmund
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