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Starker Rückgang im Corona-Jahr in Westfalen-Lippe: Fast 23 Prozent weniger Krankenhausbehandlungen von Kindern

Pressemitteilung

Dortmund (26.10.2021). Die Corona-Pandemie sorgt auch bei Kindern für leere Krankenhausbetten: Nach einem stetigen Anstieg der Krankenhauseinweisungen bei Kindern in Westfalen-Lippe ist im vergangenen Jahr ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Das belegt eine aktuelle Auswertung der AOK NORDWEST. Danach wurden in 2020 insgesamt 35.372 Kinder bis 17 Jahre in Kliniken eingewiesen. Im Vorjahr waren es 45.669. Das ist ein Rückgang um fast 22,5 Prozent. „Aufgrund der Pandemie kam es bei vielen Krankenhäusern in Westfalen-Lippe zu Fallzahlrückgängen. Das betrifft auch die Behandlungen von Kindern. Wir appellieren aber an die Eltern, bei Notfallsymptomen auch unter den Bedingungen der Pandemie nicht zu zögern und ihr Kind umgehend ins Krankenhaus zu bringen oder den Notruf zu wählen“, sagt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann.

Die häufigste Ursache für die stationäre Behandlung von Kindern bis 17 Jahre war im vergangenen Jahr nach wie vor die Gehirnerschütterung. Die zweithäufigste Einzeldiagnose war die Bronchitis, gefolgt von Infektionskrankheiten des Magen-Darmtraktes. „Muss ein Kind im Krankenhaus stationär behandelt werden, ist das meist für das Kind und die Eltern eine schwierige Situation“, so Ackermann. Um die Angst vor der fremden Umgebung, der Behandlung und Operation zu nehmen, ist es wichtig, das Kind entsprechend vorzubereiten. Vor allem kleine Kinder sind beruhigt, wenn ein Elternteil bei ihnen in der Klinik bleibt. „Wenn der Krankenhausarzt die medizinische Notwendigkeit für die Mitaufnahme der Mutter oder des Vaters bescheinigt, werden die Kosten für diese Begleitperson von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen“, sagt Ackermann.

Gehirnerschütterung häufigste Krankenhausursache

Eine Gehirnerschütterung ist meist Folge eines Sturzes, sei es von der Wickelkommode, aus dem Bett, beim Spielen oder vom Fahrrad oder Roller. In den meisten Fällen sind derartige Unfälle nicht gefährlich und hinterlassen nur eine kleine feste Beule, die keine ärztliche Behandlung benötigt. Wichtig ist aber, das Kind weiter zu beobachten, da sich die Zeichen einer Gehirnerschütterung auch erst Tage nach dem Unfall zeigen können. Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwindel, Sprach- und Gangstörungen, eine auffällige Hautblässe bis hin zur Bewusstlosigkeit deuten auf eine Gehirnerschütterung hin, die dringend ärztliche Behandlung erfordert. „Säuglinge haben bei einer Gehirnerschütterung oft nur geringe Beschwerden. Allerdings ist es ratsam, im ersten Lebensjahr bei einem Kopfunfall immer einen Arzt auszusuchen, um einen Bruch des Schädelknochens nicht zu übersehen“, rät Ackermann.

Grafik

In Westfalen-Lippe gab es 2020 deutlich weniger Krankenhausbehandlungen von Kindern.

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Bilder

Die Corona-Pandemie sorgt auch bei Kindern für leere Krankenhausbetten: Nach einem stetigen Anstieg der Krankenhauseinweisungen bei Kindern in Westfalen-Lippe ist im vergangenen Jahr ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen.

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Kopenhagener Straße 1, 44269 Dortmund
Telefon 0800 2655-505528
Mobil 01520 1566136
E-Mail presse@nw.aok.de