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Neue Regelungen wegen Corona-Pandemie kommen an: Kinderpflege-Krankengeld für über 81.000 Tage beantragt

Pressemitteilung

Dortmund (24.03.2021). Das erweiterte Kinderpflege-Krankengeld kommt bei den Eltern in Westfalen-Lippe offenbar an: Bereits mehr als 16.800 Mitglieder der AOK NORDWEST haben allein in den ersten beiden Monaten dieses Jahres einen Antrag auf Kinderpflege-Krankengeld gestellt. Das sind 13 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres 2020 (14.890 Anträge). Dabei wurden über 81.000 Tage Kinderpflege-Krankengeld beantragt. Das sind mehr als das 2,3-fache im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (34.666 Tage). Hintergrund sind die von der großen Koalition festgelegten neuen Regelungen, wonach sich die Bezugsdauer rückwirkend ab 1. Januar verlängert und die Leistung auch dann beantragt werden kann, wenn wegen der Corona-Pandemie Schulen oder Kitas geschlossen sind und dadurch die Kinder nicht betreut werden können. „Das Kinderpflege-Krankengeld ist ein wichtiges Instrument, damit Eltern und Alleinerziehende ohne finanzielle Nachteile ihre Kinder zu Hause betreuen können. Zur zeitnahen Entlastung der Familien helfen wir mit schnellen digitalen Lösungen, damit die Leistung einfach und unbürokratisch beantragt werden kann“, sagt AOK-Vorstandschef Tom Ackermann.

Auffällig ist, dass die große Steigerung der beantragten Kinderpflege-Krankengeldtage vor allem auf die verlängerte Bezugsdauer zurückzuführen ist. So stieg diese in den ersten beiden Kalendermonaten des Jahres 2021 im Vergleich zu Januar und Februar 2020 um fast das Dreifache an. Im Durchschnitt blieb jetzt ein Elternteil pro Krankheitsfall 6,7 Tage zu Hause, im letzten Jahr waren es noch 2,3 Tage. Bisher zahlte die AOK NORDWEST über 3,25 Millionen Euro aus, das sind 85 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (1,75 Millionen Euro). „Wenn Kinder wegen Krankheit oder zu Corona-Zeiten wegen geschlossener Kitas und Schulen zu Hause betreut werden müssen, können viele berufstätige Eltern nicht zur Arbeit gehen. In diesen Fällen springen die gesetzlichen Krankenkassen finanziell ein, wenn der Arbeitgeber keine Entgeltfortzahlung leistet“, so Ackermann.

Die verlängerte Bezugsdauer sieht vor, dass in diesem Jahr pro Elternteil statt zehn Tage nun 20 Tage für die Betreuung von Kindern genutzt werden können, bei Alleinerziehenden sind es insgesamt 40 Tage. Elternpaare oder Alleinerziehende mit zwei Kindern haben Anspruch auf maximal 80 Tage. Bei weiteren Kindern erhöht sich der Anspruch noch einmal um zehn Tage auf maximal 90 Tage – egal wie viele Kinder in der Familie leben. Bleibt das Kind zu Hause, weil es erkrankt ist, muss bei der Krankenkasse ein ärztliches Attest eingereicht werden.

Wird das Kinderpflege-Krankengeld beantragt, weil die Betreuung des Kindes durch die Schul- oder Kitaschließung nicht sichergestellt werden kann oder die Präsenzpflicht der Kinder in den Schulen aufgehoben wurde, ist ein Nachweis der Kita oder Schule zur pandemiebedingten Schließung in der Regel für AOK-Versicherte nicht erforderlich. Der Anspruch auf diese Leistung ist daran geknüpft, dass das Kind das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Der entsprechende Vordruck steht für AOK-Versicherte auf der AOK-Webseite unter www.aok.de/nw bereit oder ist über das Online ServiceCenter der AOK abrufbar. Weitere Informationen gibt die AOK NORDWEST rund um die Uhr über die kostenfreie Servicenummer 0800 265 5000.

Dokumente

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Das erweiterte Kinderpflege-Krankengeld kommt an: Dies kann jetzt auch beantragt werden, wenn Corona-bedingt die Betreuung des Kindes durch die Schul- oder Kitaschließung nicht sichergestellt werden kann oder die Präsenzpflicht der Kinder in den Schulen aufgehoben wurde.

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Fotograf: AOK/hfr

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Kopenhagener Straße 1, 44269 Dortmund
Telefon 0800 2655-505528
Mobil 01520 1566136
E-Mail presse@nw.aok.de