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Nationale Diabetes-Strategie – noch bleibt viel zu tun

Bundesweit sind rund 7,1 Millionen Menschen an Diabetes mellitus Typ 2 erkrankt – bis 2040 könnte die Zahl auf bis zu zwölf Millionen steigen. Fast eine Million Diabetiker leben im Geschäftsgebiet der AOK NORDWEST.

Geringe Ernährungskompetenz

Ernährungskompetenz im Überblick

Bei der Entwicklung eines Diabetes mellitus Typ 2 stellen Bewegung und Ernährung die entscheidenden Faktoren dar. Dabei ist insbesondere Ernährungskompetenz wichtig. Hier fehlt es aber häufig an Wissen. Die erste repräsentative Studie des AOK-Bundesverbandes zur „Ernährungskompetenz in Deutschland“ bescheinigt 53,7 Prozent der Befragten eine problematische oder inadäquate Ernährungskompetenz – bei den 18- bis 24-Jährigen sind es sogar 62,9 Prozent. Viele Menschen sind also kaum in der Lage, gesunde Lebensmittel zu erkennen, zu verwenden und zu verarbeiten. Knapp 2.000 Teilnehmer zwischen 18 bis 69 Jahren wurden Anfang 2020 zu acht Themenfeldern befragt. Um die Ernährungskompetenz zu steigern, bedarf es einer langfristigen Strategie.

Gesunde Produkte besser kennzeichnen

Doch gesunde Ernährung setzt gesunde Produkte voraus. Wie soll man beim Einkauf eine gesunde Wahl treffen, wenn rund 80 Prozent der Fertigwaren in den Supermarktregalen zugesetzten Zucker enthalten? Hier bleiben Industrie und Handel gefordert, ihren Beitrag zu leisten. Deshalb war die Entscheidung zur Einführung des Nutri-Score mehr als überfällig. Allerdings sollte die Kennzeichnung verpflichtend sein. Erfreulicherweise gibt es dafür sogar Zuspruch aus der Industrie. Doch eine EU-weite Regelung kann dauern.

Prävention ist das A und O

„Um Diabetes wirksam zu bekämpfen, sind viele Hebel zu bedienen. Deshalb brauchen wir auch eine koordinierte Nationale Diabetes-Strategie“, sagt Dirk Pisula, Leiter des Fachbereichs Prävention. „Appelle allein reichen nicht. Die Ziele und Schritte müssen klar definiert sein, flankiert mit verbindlichen Vorgaben.“ So hätten andere Länder dem Zuckerkonsum den Kampf angesagt, zum Beispiel mit einer Steuer und einem Werbeverbot für zuckerhaltige Kinderlebensmittel. „Auch so etwas gehört auf den Prüfstand“, meint Pisula. Experten gehen davon aus, dass sich mehr als 50 Prozent der Diabetes-Erkrankungen verhindern ließen. Um das zu erreichen, bietet die AOK NORDWEST verschiedene Präventionsangebote an – auch online:

  • Persönliche Ernährungsberatung 
  • Cyber-Prävention – Kurs Diabetes-Prävention
  • AOK-Gesundheitskurse
  • Expertenforen zu den Themen Ernährung und Bewegung
  • Henriettas bewegte Schule

Spezielle Versorgungsangebote

Doch auch der richtige Umgang mit der Erkrankung ist wichtig. Dafür gibt es spezielle Versorgungsangebote: