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Mehr Hautkrebsfälle im Krankenhaus

AOK ruft zum Hautkrebs-Check auf

19.08.2015

Kiel. Mehr als 2.600 Patienten in Schleswig-Holstein wurden im Jahr 2013 mit der Diagnose Hautkrebs in Kliniken stationär behandelt. Das sind etwa 24 Prozent mehr als noch im Jahre 2009 (2.105). Dies teilte heute die AOK NORDWEST auf Basis der aktuellsten Daten des Statistischen Bundesamtes mit. „Hautkrebs ist fast immer heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird“, sagt AOK-Vorstand Martin Litsch. Doch das kostenfreie Hautkrebs-Screening, das die gesetzlichen Krankenkassen ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre übernehmen, wird nur wenig genutzt:
Lediglich 16,2 Prozent der AOK-Versicherten in Schleswig-Holstein nutzten 2013 dieses Angebot, im vergangenen Jahr waren es sogar nur 15,9 Prozent. Der Anteil der Frauen lag mit rund 56 Prozent höher als der der Männer (44 Prozent).

Da Hautkrebs zunächst keine Beschwerden verursacht, kommt der Vorbeugung eine besondere Bedeutung zu. Beim Hautkrebs-Check untersucht der Arzt den Körper von Kopf bis Fuß auf verdächtige Pigmentmerkmale (z.B. Muttermale, Leberflecken oder Altersflecken). Da die Haut so gut zugänglich ist, wie kein anderes menschliches Organ, ist es so möglich, verschiedene Krebsarten bereits im Frühstadium zu finden. Die gefährlichste Hautkrebsart ist der schwarze Hautkrebs (Malignes Melanom). Aber auch die hellen Hautkrebsarten (Basalzellkarzinom und Stachelzellkarzinom) sollten möglichst frühzeitig behandelt werden, denn dann ist die Krankheit fast zu 100 Prozent heilbar. „Es ist wichtig, die Chance der frühen Diagnostik zu nutzen“, rät Litsch. Deshalb hat die AOK NORDWEST ihr Leistungsangebot erweitert und bietet ihren Versicherten bereits ab dem 20. Lebensjahr das Hautkrebs-Screening an.

Hautkrebs gehört zu den häufigsten Tumorarten. Nach den aktuellsten Zahlen des Krebsregisters Schleswig-Holstein erkrankten im nördlichsten Bundesland im Jahr 2012 mehr als 7.100 Menschen, etwa zu gleichen Teilen Männer und Frauen, neu an Hautkrebs. Die Tendenz ist steigend. Außerdem wurden 23 Todesfälle registriert.

Pressekontakt


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