Angebot anzeigen für:
Kontakt zu meiner AOK NORDWEST
Ort/Kasse korrigieren
Kundencenter werden geladen ...

Mandel- und Blinddarmoperationen bei Kindern und Jugendlichen in Westfalen-Lippe:

Große regionale Unterschiede bei der Anzahl der Eingriffe

02.12.2015

Dortmund. Innerhalb Westfalen-Lippes gibt es große Unterschiede, ob und wann eine Mandel- und Blinddarmoperation bei Kindern und Jugendlichen durchgeführt wird. „Wir wissen erst sehr wenig darüber, woher diese regionalen Unterschiede kommen. Das müssen wir ändern, denn die Gesundheitsversorgung unserer Kinder und Jugendlichen darf nicht von der Region abhängen. Alle Kinder haben das Recht auf die gleiche, hochwertige Versorgung“, sagte AOK-Vorstandsvorsitzender Martin Litsch bei der heutigen Vorstellung des AOK-Versorgungs-Reports 2015.

Aktuelle Auswertungen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) basieren auf Daten von AOK-Patienten bis 24 Jahren, bei denen im Krankenhaus entweder eine Mandelentfernung (Tonsillektomie) oder eine Teilentfernung der Mandeln (Tonsillotomie) durchgeführt wurde. Im bundesweiten Durchschnitt lag die standardisierte Operationsrate 2012 demnach bei 37 operierten Patienten pro 10.000 Einwohner. In Nordrhein-Westfalen lag der Wert bei 40,5 operierten Patienten und damit über dem Bundesdurchschnitt. Innerhalb von Westfalen-Lippe lag die geringste Rate mit 29,8 operierten Patienten in der Region Dortmund/Hamm/Unna. Die höchste Rate lag in der Region Siegen-Wittgenstein/Olpe mit 52,8 operierten Patienten.

Ein ähnliches Bild ergab sich bei den Blinddarmoperationen. Für 2012 betrug die bundesweite Operationsrate rund 27 Patienten je 10.000 Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren. In Nordrhein-Westfalen betrug dieser Wert 28,8. Dabei ergeben sich regionale Unterschiede in Westfalen-Lippe von 25,1 Patienten pro 10.000 Einwohner in der Region Dortmund/Unna/Hamm bis 36,3 in der Region Bochum/Herne/EN-Kreis/Hagen/Märkischer Kreis.

„Die teilweisen hohen Unterschiede zwischen den Regionen können nicht allein medizinische Gründe haben. Vielmehr sind sie ein deutliches Signal, die Indikationsstellung stärker zu hinterfragen“, erklärte Martin Litsch.


Alle Akteure im Gesundheitswesen brauchen Forschungswissen wie den Versorgungs-Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK, um die Gesundheitsversorgung auf den Bedarf der Menschen auszurichten. „Die gute Gesundheitsversorgung in Deutschland muss für alle Kinder gleichermaßen erreichbar sein. Dafür müssen wir uns stark machen“, so Litsch.

Pressekontakt


Gesprächspartner für die Medien:
AOK NORDWEST
Jens Kuschel, Pressesprecher
Kopenhagener Straße 1
44269 Dortmund
Telefon: 0231 4193 10 14 5
Mobil: 01520 1566 136
Fax: 0431 605 25 1171
E-Mail: presse@nw.aok.de