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Krankschreibungen von Arbeitnehmern in der Pandemie: Erziehungs- und Gesundheitsberufe in Westfalen-Lippe bislang am stärksten von Covid-19 betroffen

Pressemitteilung

Dortmund (21.12.2020). Beschäftigte in Erziehungs- und Gesundheitsberufen waren in Westfalen-Lippe von März bis Oktober 2020 am stärksten von Krankschreibungen im Zusammenhang mit Covid-19 betroffen. Das ergab eine aktuelle Analyse der Arbeitsunfähigkeitsdaten der Mitglieder der AOK NORDWEST. Am häufigsten haben in diesem Zeitraum Beschäftigte in der Kinderbetreuung und -erziehung, Medizinische Fachangestellte und in der Zimmerei Tätige im Zusammenhang mit Covid-19 an ihrem Arbeitsplatz gefehlt. „Diese Ergebnisse zeigen, dass Beschäftigte aus Berufen mit direktem Kontakt zu anderen Menschen im bisherigen Verlauf der Pandemie stärker von Covid-19 betroffen sind“, sagt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NORDWEST.

Insgesamt erhielten von den AOK-versicherten Erwerbstätigen in Westfalen-Lippe von März bis Oktober 2020 rund 10.070 Beschäftigte von einem Arzt eine Arbeitsunfähigkeit im Zusammenhang mit einer Covid-19-Diagnose. Das entspricht 1.073 Erkrankte je 100.000 AOK-versicherte Beschäftigte oder 1,07 Prozent der AOK-versicherten Erwerbstätigen. Dabei waren Frauen häufiger betroffen als Männer. Unter den jüngeren Beschäftigten bis zu 20 Jahren waren die Krankmeldungen mit Bezug zu Covid-19 am häufigsten, bei den ab 60-jährigen Erwerbstätigen am seltensten. Bei weniger als der Hälfte der betroffenen Beschäftigten wurde der gesicherte Nachweis der Infektion mit SARS-CoV-2 auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung dokumentiert (47,5 Prozent). Bei den übrigen Fällen lag ein klinischer Covid-19-Verdacht ohne Virusnachweis vor.

Erziehungs- und Gesundheitsberufe stark von Covid-19 betroffen
Insbesondere Beschäftigte aus den Erziehungs- und Gesundheitsberufen waren von März bis Oktober 2020 vergleichsweise häufig von Fehlzeiten im Zusammenhang mit Covid-19 betroffen. Die höchste AU-Quote wurde in der Kindererziehung und -betreuung (2,30 Prozent), bei den Medizinischen Fachangestellten (2,29 Prozent) und in den Berufen der Zimmerei (2,21 Prozent) erreicht. Die niedrigsten krankheitsbedingten Fehlzeiten im Zusammenhang mit Covid-19 zeigten sich von März bis Oktober in Berufen in der Landwirtschaft mit einer AU-Quote von 0,34 Prozent.

Regionale Unterschiede in Westfalen-Lippe
Regionale Unterschiede im Covid-19-Infektionsgeschehen spiegeln sich auch im Arbeitsunfähigkeitsgeschehen wider. Die höchste AU-Quote lag im Kreis Coesfeld (1,60 Prozent) gefolgt von den Kreisen Steinfurt (1,43 Prozent), Olpe (1,40 Prozent), Lippe (1,38 Prozent) und der Stadt Dortmund (1,36 Prozent). Hingegen waren die Corona-bedingten AU-Quoten in Herne (0,48 Prozent), Hagen (0,63 Prozent), Gelsenkirchen (0,69 Prozent), im Ennepe-Ruhr-Kreis (0,70 Prozent) und in der Stadt Münster (0,83 Prozent) im westfälisch-lippischen Vergleich am geringsten.

Im Oktober gab es die meisten Covid-19- Krankmeldungen
Die wellenartige Prävalenz von Covid-19-Infektionen in der Bevölkerung spiegelt sich in den krankheitsbedingten Fehlzeiten der AOK-versicherten Beschäftigten wider. Im April 2020 kam es mit 292 Erkrankten je 100.000 Beschäftigte zu einem ersten Höhepunkt an Krankschreibungen im Zusammenhang mit Covid-19. Von Mai bis August 2020 zeigte sich dann ein deutlicher Rückgang, der jedoch ab September in die sogenannte „zweite Welle“ überging. Im Oktober 2020 wurde mit 308 Erkrankten je 100.000 Beschäftigte die bislang höchste Anzahl an Krankschreibungen im Zusammenhang mit Covid-19 erreicht.

Bilder

Vor allem Beschäftigte in Gesundheitsberufen wurden in Westfalen-Lippe wegen Covid-19 krankgeschrieben.

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Fotograf: AOK/hfr

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Kopenhagener Straße 1, 44269 Dortmund
Telefon 0800 2655-505528
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