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Krankschreibungen von Arbeitnehmern in der Pandemie: Ergotherapeuten und Medizinische Fachangestellte in Schleswig-Holstein bisher am stärksten von Covid-19 betroffen

Pressemitteilung

Kiel (21.12.2020). Beschäftigte der Ergotherapie und Medizinische Fachangestellte waren in Schleswig-Holstein von März bis Oktober 2020 am stärksten von Krankschreibungen im Zusammenhang mit Covid-19 betroffen. Das ergab eine aktuelle Analyse der Arbeitsunfähigkeitsdaten der Mitglieder der AOK NORDWEST. Am häufigsten haben in diesem Zeitraum Beschäftigte in der Ergotherapie und Medizinische Fachangestellte im Zusammenhang mit Covid-19 an ihrem Arbeitsplatz gefehlt. „Diese Ergebnisse zeigen, dass Beschäftigte aus Berufen mit direktem Kontakt zu anderen Menschen im bisherigen Verlauf der Pandemie stärker von Covid-19 betroffen sind“, sagt Tom Ackermann, AOK-Vorstandsvorsitzender.

Insgesamt erhielten von den AOK-versicherten Erwerbstätigen von März bis Oktober 2020 rund 2.600 Beschäftigte von einem Arzt eine Arbeitsunfähigkeit im Zusammenhang mit einer Covid-19-Diagnose. Das entspricht 843 Erkrankte je 100.000 AOK-versicherte Beschäftigte oder 0,84 Prozent der AOK-versicherten Erwerbstätigen. Dabei waren Frauen häufiger betroffen als Männer. Unter den jüngeren Beschäftigten bis zu 20 Jahren waren Krankmeldungen mit Bezug zu Covid-19 am häufigsten, bei den über 60-jährigen Erwerbstätigen am seltensten. Bei gut einem Drittel der betroffenen Beschäftigten wurde der gesicherte Nachweis der Infektion mit SARS-CoV-2 auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung dokumentiert. Bei den meisten Fällen lag ein klinischer Covid-19-Verdacht ohne Virusnachweis vor.

Ergotherapeuten und Medizinische Fachangestellte stark von Covid-19 betroffen
Insbesondere Ergotherapeuten und Medizinische Fachangestellte waren von März bis Oktober 2020 vergleichsweise häufig von Fehlzeiten im Zusammenhang mit Covid-19 betroffen. Die höchste AU-Quote wurde in den Berufen der Ergotherapie (2,74 Prozent), Medizinischen Fachangestellten (2,64 Prozent) und Zahnmedizinischen Fachangestellten (2,22 Prozent) erreicht. Die niedrigsten krankheitsbedingten Fehlzeiten im Zusammenhang mit Covid-19 zeigten sich bei den Berufen in der Landwirtschaft mit einer AU-Quote von 0,25 Prozent.

Regionale Unterschiede in Schleswig-Holstein
Regionale Unterschiede im Covid-19-Infektionsgeschehen spiegeln sich auch im Arbeitsunfähigkeitsgeschehen wider. Die höchste AU-Quote lag in Lübeck (1,57 Prozent), gefolgt vom Kreis Plön (1,56 Prozent) und Flensburg (1,16 Prozent). Hingegen waren die Corona-bedingten AU-Quoten in den Kreisen Pinneberg (0,11 Prozent), Nordfriesland (0,48 Prozent) und Rendsburg-Eckernförde (0,52 Prozent) im landesweiten Vergleich am geringsten.  

Im Oktober gab es die meisten Covid-19- Krankmeldungen
Die wellenartige Prävalenz von Covid-19-Infektionen in der Bevölkerung spiegelt sich in den krankheitsbedingten Fehlzeiten der AOK-versicherten Beschäftigten wider. Im April 2020 kam es mit 161 Erkrankten je 100.000 Beschäftigte zu einem ersten Höhepunkt an Krankschreibungen im Zusammenhang mit Covid-19. Von Mai bis August 2020 zeigte sich dann ein deutlicher Rückgang, der jedoch ab September in die sogenannte „zweite Welle“ überging. Im Oktober 2020 wurde mit 251 Erkrankten je 100.000 Beschäftigte die bislang höchste Anzahl an Krankschreibungen im Zusammenhang mit Covid-19 erreicht.

Bilder

Ergotherapeuten in Schleswig-Holstein gehören zu den bislang am stärksten von Covid-19 betroffen Berufsgruppen.

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Größe: 329 KB

Fotograf: AOK/hfr

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Edisonstraße 70, 24145 Kiel
Telefon 0800 2655-505528
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