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Krankenhausbehandlungen in Schleswig-Holstein: Hautkrebsfälle weiter auf hohem Niveau

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Durch das Hautkrebs-Screening ist es möglich, bereits Frühstadien von Hautkrebs zu erkennen.

Durch das Hautkrebs-Screening ist es möglich, bereits Frühstadien von Hautkrebs zu erkennen. Foto: AOK/hfr.
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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Edisonstraße 70, 24145 Kiel
Telefon 0431 605-21171
Mobil 01520 1566136
E-Mail presse@nw.aok.de

Pressemitteilung

18. Januar 2017

Kiel. Die Anzahl der Krankenhausbehandlungen mit der Diagnose Hautkrebs liegt in Schleswig-Holstein nach wie vor auf einem hohen Niveau. So wurden im Jahr 2015 insgesamt 2.578 Patienten in Kliniken stationär behandelt. Das sind zwar fast sechs Prozent weniger als noch ein Jahr (2.741) zuvor, im Vergleich zu 2010 (2.316 Fälle) lagen die Krankenhausweinweisungen damit aber immer noch um 11,3 Prozent höher. Dies teilte heute die AOK NORDWEST auf Basis aktueller Daten des Statistischen Bundesamtes mit. „Aufgrund dieser unvermindert hohen Zahlen raten wir, unbedingt die kostenfreien Angebote der gesetzlichen Krankenkassen zur Hautkrebs-Früherkennung zu nutzen. Denn Hautkrebs ist fast immer heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird“, sagt AOK-Vorstandschef Tom Ackermann.

Durch das Hautkrebs-Screening ist es möglich, bereits Frühstadien von Hautkrebs zu erkennen. Das ist umso wichtiger, da Hautkrebs zunächst keine Beschwerden verursacht. Doch das kostenfreie Screening wird nur wenig genutzt: Lediglich 15,7 Prozent der AOK-Versicherten in Schleswig-Holstein nutzten 2015 dieses Angebot. Im Jahr zuvor waren es noch 15,8 Prozent. Der Anteil der Frauen lag mit 55,7 Prozent höher als der der Männer (44,3 Prozent).

Das Hautkrebs-Screening ist eine rein visuelle Untersuchung der gesamten Haut. Der Arzt sucht dabei den Körper von Kopf bis Fuß auf verdächtige Pigmentmerkmale ab wie zum Beispiel Muttermale, Leberflecken oder Altersflecken. Da die Haut so gut zugänglich ist wie kein anderes menschliches Organ, sind die verschiedenen Krebsarten bereits im Frühstadium gut zu finden. Die gefährlichste Hautkrebsart ist der schwarze Hautkrebs (Malignes Melanom). Aber auch die hellen Hautkrebsarten (Basalzellkarzinom und Stachelzellkarzinom) sollten möglichst frühzeitig behandelt werden, denn dann ist die Krankheit fast vollständig heilbar. „Es ist wichtig, die Chance der frühen Diagnostik zu nutzen“, rät AOK-Chef Ackermann. Das Hautkrebs-Screening übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen alle zwei Jahre für ihre Versicherten vom 35. Geburtstag an. Die AOK NORDWEST bietet ihren Versicherten das Hautkrebs-Screening bereits im Alter von 20 Jahren an.

Hautkrebs gehört zu den häufigsten Tumorarten. Nach den aktuellsten Zahlen des Krebsregisters Schleswig-Holstein erkrankten im nördlichsten Bundesland im Jahr 2013 fast 8.000 Menschen neu an Hautkrebs, etwa zu gleichen Teilen Männer und Frauen. Außerdem wurden 129 Todesfälle registriert.

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