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Kontinuierlicher Rückgang bei Inanspruchnahme der Gesundheits-Check-ups: Zu wenig Schleswig-Holsteiner lassen sich ‚durchchecken‘

Pressemitteilung

Corona beschleunigte den Abwärtstrend

Kiel (05.10.2021). Herzprobleme, Diabetes Typ 2 oder Nierenerkrankungen: All diese Erkrankungen können bekämpft werden, wenn sie frühzeitig erkannt werden. Leider nutzen immer weniger Schleswig-Holsteiner die Chance der regelmäßigen allgemeinen Gesundheitsuntersuchungen. Das macht eine aktuelle Auswertung der AOK NORDWEST deutlich. Danach war im vergangenen Jahr nur etwa jeder achte Schleswig-Holsteiner (12,9 Prozent) beim Gesundheits-Check-up bei seinem Hausarzt, im Vorjahr waren es 20,7 Prozent. Über die Jahre ist ein kontinuierlicher Rückgang zu verzeichnen. Im Jahr 2016 lag die Inanspruchnahme noch bei 24,4 Prozent: „Der Gesundheits-Check-up, den die gesetzlichen Krankenkassen ihren Versicherten anbieten, wird zu wenig genutzt. Die Corona-Pandemie hat sicher einen Teil dazu beigetragen und zu einem weiteren Rückgang geführt, da die Menschen unter den Pandemiebedingungen Arztbesuche vermeiden wollten. Allerdings sollte jeder daran denken, dass ein ‚gründliches‘ Durchchecken vor allem der Früherkennung von Krankheiten dient, die schon im Frühstadium gut zu diagnostizieren sind und wirksam behandelt werden können”, sagt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NORDWEST.

Der Gesundheits-Check-up wird in aller Regel beim Hausarzt durchgeführt. Für Frauen und Männer zwischen 18 und 34 Jahren wird von den gesetzlichen Krankenkassen eine einmalige Gesundheitsuntersuchung übernommen. „Ab 35 Jahren ist der Gesundheits-Check alle drei Jahre vorgesehen“, so Ackermann. Schwerpunkt der Untersuchung ist die Überprüfung von Herz, Lunge, Bauch, Bewegungsapparat, Nervensystem und Sinnesorganen, um Risiken für Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Nierenerkrankungen frühzeitig erkennen zu können. Außerdem wird eine Blutprobe entnommen. Anhand der Blutzuckerwerte lässt sich beispielweise erkennen, ob sich der Verdacht auf eine Zuckerkrankheit (Diabetes) bestätigt. Das Messen des Blutdrucks zählt ebenfalls zum Check-up. Zusammen mit dem Cholesterinwert kann der Blutdruck auf Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) oder für einen Herzinfarkt hinweisen. Eine Untersuchung des Urins gibt Anhaltspunkte für Nieren- und Blasenerkrankungen, aber auch eine Zuckerkrankheit lässt sich nach einer Urinprobe auf dem Teststreifen ablesen. Ebenso umfasst der Check-up eine Überprüfung des Impfstatus. Ein weiterer Baustein ist die Beratung im Hinblick auf einen gesunden Lebensstil, persönliche gesundheitliche Risiken und Belastungen. An oberster Stelle steht hierbei die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. „Ein wesentlicher Grund für die Entstehung vieler Erkrankungen ist häufig der Lebensstil“, sagt AOK-Chef Ackermann. Durch zu wenig Bewegung, ungesunde Ernährung, Übergewicht, Rauchen und Stress werden Risikofaktoren wie Bluthochdruck, zu hohe Cholesterinwerte und Diabetes gefördert.

Neu ab 1. Oktober 2021 ist das Screening auf Hepatitis B und C: Versicherte ab 35 Jahren haben im Rahmen des Check-ups einmalig den Anspruch, sich auf die Viruserkrankungen Hepatitis B und C testen zu lassen. Ziel ist es, unentdeckte, zunächst symptomlos oder schleichend verlaufende Infektionen zu erkennen und frühzeitig zu behandeln, um teils gravierende Spätfolgen zu verhindern.

Bilder

Abwärtstrend durch Corona beschleunigt: AOK-Versicherte in Schleswig-Holstein nutzen immer seltener die Gesundheits-Check-ups.

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Grafik: AOK/hfr

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Gründliches Durchchecken dient vor allem der Früherkennung von Krankheiten. Doch immer weniger Menschen in Schleswig-Holstein nutzen das kostenfreie Angebot ihrer Krankenkasse.

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Fotograf: AOK/hfr

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Edisonstraße 70, 24145 Kiel
Telefon 0800 2655-505528
Mobil 01520 1566136
E-Mail presse@nw.aok.de