Angebot anzeigen für:
Kontakt zu meiner AOK NORDWEST
Ort/Kasse korrigieren
Kundencenter werden geladen ...

Herzerkrankungen weiterhin häufigste Todesursache in Schleswig-Holstein

29.05.2015

Kiel. Herzerkrankungen gehören nach wie vor zu den häufigsten Todesursachen in Schleswig-Holstein. So starben im Jahr 2012 insgesamt 7.769 Menschen daran. Ganz vorne dabei: die Koronare Herzkrankheit (KHK) mit dem akuten Herzinfarkt (insgesamt 3.784 Todesfälle) und die Herzinsuffizienz, auch Herzschwäche (2.327 Todesfälle) genannt. Dies teilte heute die AOK NORDWEST auf Basis des aktuellen ‚Deutschen Herzberichts 2014‘ mit. Erfreulich: „Schleswig-Holstein liegt bei der Sterblichkeitsrate bei der KHK und dem akuten Herzinfarkt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt“, sagt AOK-Vorstand Martin Litsch. „Trotzdem ist und bleibt es besonders wichtig, Risikofaktoren durch einen gesunden Lebensstil so weit wie möglich zu minimieren“, so Litsch.

Schleswig-Holstein verzeichnet bei den Todesfällen aufgrund von Herzinfarkt mit einer Abweichung von 31 Prozent zum Bundesdurchschnitt den niedrigsten Wert. Erliegen im nördlichsten Bundesland nur 46 von 100.000 Menschen dem Infarkt, sind es bundesweit 65 Menschen. An der Koronaren Herzkrankheit insgesamt versterben in Schleswig-Holstein 135 von 100.000 Einwohnern, die Sterbeziffer im Bundesdurchschnitt beträgt 159.

Bei der Herzschwäche sieht es hingegen anders aus: Hier ist zwar ebenfalls eine rückläufige Entwicklung zu beobachten, allerdings ist Schleswig-Holstein hier im Bundeslandvergleich das Schlusslicht: Mit einem Plus von 40,2 Prozent überschreitet der Norden die bundes-durchschnittliche Sterbeziffer. Überleben 83 von 100.000 Einwohnern die Herzschwäche nicht, liegt die Sterbeziffer deutschlandweit lediglich bei 58. Auffällig ist, dass deutlich mehr Frauen (Sterbeziffer: 107) an Herzinsuffizienz versterben als Männer (Sterbeziffer: 57). Sie sind damit fast doppelt so häufig betroffen.

Auch aufgrund von Herzrhythmusstörungen gibt es in Schleswig-Holstein deutlich mehr Todesfälle als in anderen Bundesländern: Mit 45 Todesfällen pro 100.000 Einwohnern liegt die Sterbeziffer deutlich über dem Bundesdurchschnitt mit 31 Todesfällen. Das ist der schlechteste Wert bundesweit.

„Ein wesentlicher Grund für die Entstehung von Herzerkrankungen ist häufig der Lebensstil“, sagt AOK-Chef Litsch. Durch zu wenig Bewegung, ungesunde Ernährung, Übergewicht, Rauchen und Stress werden Risikofaktoren wie Bluthochdruck, zu hohe Cholesterinwerte und Diabetes gefördert. Zur Vorbeugung sind daher ein gesunder Lebensstil und ein regelmäßiger Gesundheitscheck sehr wichtig. So ist die Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein Schwerpunkt des ‚Check up 35‘, den die gesetzlichen Krankenkassen ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre für ihre Versicherten übernehmen.

Pressekontakt


Gesprächspartner für die Medien:

AOK NORDWEST
Jens Kuschel, Pressesprecher
Edisonstraße 70
24145 Kiel
Telefon: 0431 605 21171
Mobil: 01520 1566 136
Fax: 0431 605 25 1171
E-Mail: presse@nw.aok.de