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Herzerkrankungen weiterhin häufigste Todesursache in NRW

29.05.2015

Dortmund. Herzerkrankungen sind nach wie vor die häufigste Todesursache in Nordrhein-Westfalen. So starben im Jahr 2012 insgesamt 42.297 Menschen daran. Ganz vorne dabei: die Koronare Herzkrankheit (KHK) mit dem akuten Herzinfarkt (insgesamt 22.716 Todesfälle) und die Herzinsuffizienz, auch Herzschwäche (11.082 Todesfälle) genannt. Dies teilte heute die AOK NORDWEST auf Basis des aktuellen ‚Deutschen Herzberichts 2014‘ mit. Erfreulich: „NRW liegt bei der Sterblichkeitsrate bei der KHK und dem akuten Herzinfarkt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt“, sagt AOK-Vorstand Martin Litsch. „Trotzdem ist und bleibt es besonders wichtig, Risikofaktoren durch einen gesunden Lebensstil so weit wie möglich zu minimieren“, so Litsch.

So versterben an der Koronaren Herzkrankheit im Schnitt in NRW 129 von 100.000 Menschen, davon sind 58 vom Herzinfarkt betroffen. Der Durchschnitt für Deutschland liegt bei 159 bei der KHK, 65 beim Infarkt. Auch bei den Herzrhythmusstörungen steht NRW gut da: mit 30 Todesfällen pro 100.000 Einwohnern entspricht die Sterbeziffer etwa dem Bundesdurchschnitt mit 31 Todesfällen.

Bei der Herzschwäche sieht es hingegen anders aus: Hier ist zwar ebenfalls eine rückläufige Entwicklung zu beobachten, allerdings überschreitet NRW die bundesdurchschnittliche Sterbeziffer mit einem Plus von 10,2 Prozent. Überleben in NRW 63 von 100.000 Einwohnern die Herzschwäche nicht, liegt die Sterbeziffer deutschlandweit bei 58. Auffällig ist, dass deutlich mehr Frauen (Sterbeziffer: 81)  an Herzinsuffizienz versterben als Männer (Sterbeziffer: 45). Sie sind damit fast doppelt so häufig betroffen.

 „Ein wesentlicher Grund für die Entstehung von Herzerkrankungen ist häufig der Lebensstil“, sagt AOK-Chef Litsch. Durch zu wenig Bewegung, ungesunde Ernährung, Übergewicht, Rauchen und Stress werden Risikofaktoren wie Bluthochdruck, zu hohe Cholesterinwerte und Diabetes gefördert. Zur Vorbeugung sind daher ein gesunder Lebensstil und ein regelmäßiger Gesundheitscheck sehr wichtig. So ist die Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein Schwerpunkt des ‚Check up 35‘, den die gesetzlichen Krankenkassen ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre für ihre Versicherten übernehmen.

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