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Für Verbesserungen des Wohnumfeldes: AOK-Pflegekasse zahlte 2015 rund 13,7 Millionen Euro

Pressemitteilung

27.4.2016

Dortmund. Die Ausgaben für Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes sind im vergangenen Jahr in Westfalen-Lippe deutlich gestiegen. Nach einer aktuellen Auswertung zahlte die AOK NORDWEST als Pflegekasse etwa 13,7 Millionen Euro an ihre Versicherten für die barrierefreie Umgestaltung ihrer Wohnung. Das war mehr als doppelt so viel wie noch ein Jahr zuvor (6 Millionen Euro). „Mit wohnumfeldverbessernden Maßnahmen helfen wir Pflegebedürftigen, im eigenen Zuhause zu bleiben. Denn die Erhaltung des sozialen Umfeldes und eine selbständige Lebensführung tragen zu mehr Lebensqualität und Lebensfreude im Alter bei“, sagt AOK-Vorstandschef Tom Ackermann.

Gründe für den hohen Anstieg sieht Ackermann einerseits in der Zunahme der Fälle: Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Zahl der Leistungsempfänger in 2015 um fast 48 Prozent auf über 4.500. Zurückzuführen ist dies auf die zunehmende Transparenz über die Leistungen der Pflegeversicherung und die kontinuierlich steigende Zahl der Pflegebedürftigen. Insgesamt waren in Westfalen-Lippe im Jahr 2015 etwa 109.000 AOK-Versicherte pflegebedürftig, in 2014 rund 104.000 Versicherte. Davon wurden fast 74 Prozent zu Hause von Angehörigen und ambulanten Pflegediensten versorgt.

„Außerdem hat der Gesetzgeber mit dem Ersten Pflegestärkungsgesetz zum 1. Januar 2015 den Zuschuss für Anpassungen des Wohnumfeldes an die Situation Pflegebedürftiger deutlich von 2.557 auf 4.000 Euro erhöht“, so Ackermann. Voraussetzung für die Förderung ist, dass durch die Wohnraumanpassung die Pflege zu Hause ermöglicht oder erheblich erleichtert wird. Oft sind es Umbaumaßnahmen wie Rollstuhlrampen, die Verbreiterung von Türen oder das Einbauen eines Treppenliftes, die es Pflegebedürftigen ermöglichen, im eigenen Zuhause zu bleiben. Auch sanitäre Anlagen können zum Problem werden. Begehbare Duschen, höherverstellbare Waschbecken und Haltegriffe können helfen, sich im Bad besser zu bewegen. Wichtig ist auch, Stolperfallen zu vermeiden und auf Rutschfestigkeit zu achten, um Stürzen vorzubeugen.

Wer an Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes interessiert ist, sollte sich von seiner Pflegekasse beraten lassen. Wichtig ist, dass ein entsprechender Antrag vor Beginn des Umbaus gestellt wird. Auf Wunsch kommen die Pflegeberater der AOK auch nach Hause, um über die Leistungen der Pflegeversicherung zu informieren und den Pflegebedarf zu analysieren.

Weitere Infos im Pflegeportal der AOK unter www.aok.de/nw Rubrik Gesundheit.

Dokumente

Bilder

Bauliche Maßnahmen ermöglichen es vielen Pflegebedürftigen im eigenen Zuhause zu bleiben.

Pflegebedürftige mit Rollstuhl im eigenen Zuhause
Format: JPG

Größe: 849 KB

Fotograf: AOK/hfr.

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Kopenhagener Straße 1, 44269 Dortmund
Telefon 0231 4193-10145
Mobil 01520 1566136
E-Mail presse@nw.aok.de