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Stillen: Fragen und Antworten

Finden Sie den Weg zu einer entspannten Stillzeit. Wir haben die wichtigsten Antworten, damit das Stillen Ihnen und Ihrem Baby gefällt.

Die wichtigsten Antworten

Bäuerchen und Spucken gehen oft einher. Durch das hungrige Saugen schluckt das Baby oftmals zu viel Luft, die es nach der Mahlzeit durch das Aufstoßen wieder loswird. Beim Aufstoßen spuckt der Säugling häufig einen Teil der Nahrung wieder aus – das ist normal. Erbricht Ihr Kind jedoch mehrmals täglich große Mengen oder direkt nach der Mahlzeit in hohem Bogen und verliert dabei an Gewicht, sollten Sie unverzüglich Ihren Kinderarzt aufsuchen.

Keine Angst: Neugeborene können in den ersten Tagen ihres Lebens bis zu zehn Prozent ihres Geburtsgewichts verlieren. Spätestens nach zwei Wochen sollte Ihr Baby jedoch wieder sein ursprüngliches Gewicht erreicht haben. Die anschließende Gewichtszunahme bis zur achten Woche beträgt in der Regel mindestens 125 Gramm wöchentlich, ab dann 140 bis 170 Gramm pro Woche. Vom sechsten Monat bis Vollendung des ersten Lebensjahres sollte sich das Gewicht um die 100 Gramm pro Woche nach oben bewegen. Der Kinderarzt beobachtet die Gewichtsentwicklung Ihres Kindes im Rahmen der Früherkennungsuntersuchungen. Sollten Sie dennoch unsicher sein, sprechen Sie am besten mit Ihrer Hebamme.

Anzeichen für einen Milchstau sind gerötete, schmerzhafte Stellen an Brust oder Brustwarze sowie erhöhte Temperatur oder leichtes Fieber. Die Milch hat sich in einem oder mehreren Milchgängen gestaut. Die Ursachen können sein:

  • falsche Stillposition,
  • Stress und Übermüdung,
  • zu seltenes oder zu kurzes Stillen,
  • das Baby hat (vorübergehend) weniger Appetit
  • zu enge Kleidung (BH)
  • Möglicherweise ist durch Abpumpen oder Zufüttern das Gleichgewicht zwischen Milchbildung und Abgabe durcheinandergeraten.

Stillen Sie möglichst alle zwei Stunden, auch nachts. Erwärmen Sie die Brust ein paar Minuten vor dem Stillen mit einem feuchtwarmen Umschlag. Nach dem Stillen bringt Kühlung mit feuchten, kalten Tüchern Erleichterung. Legen Sie das Kind öfter an und wechseln Sie dabei auch mal die Stillposition. Kann auch helfen: vorsichtiges Abpumpen ohne Reiben und Quetschen der Brust.

Fieber, Schüttelfrost und Kopfschmerzen gepaart mit den Symptomen eines Milchstaus, also harte, gerötete Stellen in der Brust, sind Anzeichen für eine Brustentzündung. Die Brust ist berührungsempfindlich oder geschwollen. Als Hilfe gelten dieselben Maßnahmen wie beim Milchstau: Wärme vor dem Stillen, häufiges Anlegen und Kühlen der Brust zwischen den Stillzeiten mit feuchten, kalten Tüchern. Ihre Hebamme kann Sie dabei unterstützen. Wenn nach 24 Stunden keine Besserung auftritt, sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden. Er wird Ihnen gegebenenfalls ein stillfreundliches Medikament verschreiben.

Dass spezielle Tees zur Milchbildung wirklich die Milchproduktion fördern, konnte wissenschaftlich nicht bewiesen werden. Wichtig ist, dass Sie in der Stillzeit generell viel trinken. Am allerbesten sind Leitungswasser und Mineralwasser oder auch ungesüßte Früchtetees. Stellen Sie beim Stillen immer ein Glas Wasser in Reichweite. Nur in Maßen sollten Sie Kaffee, schwarzen und grünen Tee sowie Cola-Getränke und Energydrinks genießen. Diese Getränke enthalten viel Koffein. Salbei und Pfefferminztees sind ebenfalls nicht zu empfehlen, sie wirken abstillend und der Milchbildung entgegen.

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