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Fehltage in Schleswig-Holsteins Pflegebranche weiter gestiegen: Coronakrise erhöht den Druck auf das Pflegepersonal

Pressemitteilung

AOK startet BGF-Initiative ‚Pflege.Kräfte.Stärken‘

Kiel (14.09.2021). Schichtdienste, Zeitmangel, psychische und physische Belastungen: Die Anzahl der krankheitsbedingten Fehltage bei Beschäftigten in der schleswig-holsteinischen Pflegebranche liegt weiterhin deutlich über dem landesweiten Durchschnitt und hat im Coronajahr 2020 erneut zugenommen. Das geht aus einer aktuellen Auswertung hervor. Danach fehlten die rund 17.000 bei der AOK NORDWEST versicherten Beschäftigten in der Pflegebranche im letzten Jahr im Durchschnitt 26,6 Tage. Das waren 7,2 Fehltage mehr als im Durchschnitt (19,4 Tage) aller AOK-Mitglieder in Schleswig-Holstein. Auf Bundesebene fehlten die Beschäftigten in der Pflegebranche an 25,4 Tagen. „Das macht deutlich, dass die besonderen Probleme in der Pflege durch die Pandemie noch einmal verschärft worden sind“, sagt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann.

Eine aktuelle AOK-Umfrage hätte zudem ergeben, dass in dieser ohnehin schon stark belasteten Berufsgruppe ein weiterer Anstieg der Herausforderungen und Belastungen zu verzeichnen war. „Die Sorge um das psychische Wohlergehen der Pflegebedürftigen, die Einhaltung von verschärften Hygienevorschriften und die Bewältigung von Personalausfällen waren zusätzliche Belastungsfaktoren für die Pflegekräfte“, so Ackermann.

AOK startet Initiative ‚Pflege.Kräfte.Stärken‘
Aus diesem Grunde brauchen die Beschäftigten in der Pflege dringender denn je Entlastung und einen Ausgleich zu den wachsenden Anforderungen ihres Berufs. „Dabei geht es nicht nur um Stressmanagement von Pflegenden und deren Führungskräften, sondern auch um konkrete Veränderungen, von der Schichtplanung bis zu gesundheitsförderlichen Pausenregelungen“, so Ackermann. Einen solchen Ausgleich kann die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) schaffen. Sie trägt dazu bei, Arbeitsbelastungen zu vermindern, die individuelle Gesundheit der Pflegefachpersonen zu stärken und die Einrichtungen, in denen sie arbeiten, gesundheitsgerechter zu gestalten. Dazu startet die AOK jetzt die Initiative ‚Pflege.Kräfte.Stärken‘. „Wir bauen unsere speziellen Angebote zur betrieblichen Gesundheitsförderung in der Pflege weiter aus - insbesondere durch zusätzliche digitale Angebote wie Online-Seminare“, kündigte AOK-Chef Ackermann an.

Hoher Krankenstand bei den Frauen
In pflegenden Berufen in Schleswig-Holstein sind überproportional viele Frauen beschäftigt: Ihr Anteil liegt bei 82,4 Prozent. Die AOK-Auswertungen zeigt außerdem, dass Frauen in Pflegeberufen systematisch über alle Altersklassen hinweg einen deutlich höheren Krankenstand als Männer aufweisen – im Durchschnitt sind es 5,5 Fehltage mehr als bei den Männern. Mit zunehmendem Alter steigt die Anzahl der Fehltage deutlich. Am häufigsten krankgeschrieben waren Beschäftigte in Pflegeberufen aufgrund von Muskel- und Skeletterkrankungen, gefolgt von psychischen Erkrankungen und Atemwegserkrankungen.

Bilder

Mit zunehmendem Alter steigt die Anzahl der Fehltage in Pflegeberufen in Schleswig-Holstein deutlich an.

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Grafik: AOK/hfr

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Hohe krankheitsbedingte Ausfallzeiten in der Pflegebranche in Schleswig-Holstein. Die AOK startet deshalb jetzt die Initiative ‚Pflege.Kräfte.Stärken‘.

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Fotograf: AOK/hfr

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Edisonstraße 70, 24145 Kiel
Telefon 0800 2655-505528
Mobil 01520 1566136
E-Mail presse@nw.aok.de