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Experten diskutierten auf AOK-Fachtagung über Folgen des demografischen Wandels für Unternehmen:

„Mit betrieblicher Gesundheitsförderung Zukunft sichern“

29.01.2015

Münster/Dortmund. Mit gezielten Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung können Unternehmen dem demografischen Wandel mit einer zunehmend älter werdenden Belegschaft erfolgreich begegnen. Das wurde auf der AOK-Fachtagung ‚Gesunde Unternehmen – gesunde Zukunft‘ in Münster vor mehr als 100 Geschäftsführern, Personalleitern und Betriebsräten deutlich. „Um die Herausforderungen der Globalisierung, Rationalisierung und Fachkräftemangel erfolgreich zu meistern, bedarf es eines ganzheitlichen betrieblichen Gesundheitsmanagements. Damit verbessert sich die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Belegschaft und sichert gleichzeitig langfristig die Produktivität und damit den Erfolg eines Unternehmens“, sagte Dr. Martina Niemeyer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der AOK NORDWEST.

Das bestätigte auch Prof. Dr. Olaf Arlinghaus von der Fachhochschule Münster: „Unternehmen, die den demografischen Wandel ignorieren, werden erhebliche Wettbewerbsnachteile haben und sehr schnell vom Markt verschwinden. Wer immer noch glaubt, dass neue Arbeitnehmer nur aus der Zielgruppe der Absolventen von Schulen und Hochschulen kommen, vergibt enorme Zukunftspotentiale für sein Unternehmen."

Münsters Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller betonte, dass die Herausforderungen der heutigen Arbeitswelt nur durch gesunde, kompetente und motivierte Arbeitskräfte sowie eine förderliche Unternehmenskultur zu meistern seien. So habe die Bezirksregierung Münster erfolgreich ein ganzheitliches Betriebliches Gesundheitsmanagement eingeführt. Dazu gehöre eine aktive Gesundheitsförderung ebenso wie in altersgerechte Arbeitsbedingungen zu investieren und die Arbeitsabläufe so zu organisieren, dass sie am Menschen orientiert sind. "Wenn die Beschäftigten mit ihrem Arbeitsplatz zufrieden sind, wirkt sich das auch positiv auf ihre Gesundheit aus", sagt Feller.

Ein solches Betriebliches Gesundheitsmanagement aufzubauen und gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen zu schaffen, ist insbesondere für kleine und mittelständische Betriebe nicht immer ganz einfach. Hilfe bietet dabei zum Beispiel das Land NRW mit der Initiative "Arbeit gestalten NRW". Dazu erklärte Christel Bayer, Abteilungsleiterin „Arbeitsschutz, Arbeitsgestaltung“ im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen: „Unser Ziel ist es, dass Arbeit in NRW gesundheitsgerechter gestaltet wird. Viele Unternehmen haben bereits erkannt, dass gesunde Beschäftigte ein wichtiger Erfolgsfaktor sind. Mit praxisnahen Lösungen und konkreten Beratungsangeboten wollen die Partner der Landesinitiative „Arbeit gestalten NRW“ helfen, ein systematisches betriebliches Gesundheitsmanagement stärker zu verbreiten. Einen wesentlichen Beitrag dazu leisten auch die vielen Netzwerke in den Regionen. Eines ist die „Initiative gesunde Arbeitswelt Münsterland“, aus der bereits viele erfolgreiche Projekte hervorgegangen sind.

Eine weitere gute Möglichkeit bietet das mit dem Praxispreis ‚AOK-Leonardo‘ für digitale Prävention ausgezeichnete Angebot ‚BGM-Wissensbilanz‘, das Detlef Kahrs vorstellte. Dabei wird das betriebliche Gesundheitspotenzial in nur wenigen Mitarbeiterworkshops ermittelt, kombiniert mit einer speziellen Applikation (App). Ergebnis ist, dass die Betriebe mit wenig Aufwand über Verbesserungsmaßnahmen gezielt ihr eigenes Betriebliches Gesundheitsmanagement etablieren. „Das ist ideal gerade für kleine und mittelständische Unternehmen, da das Verfahren besonders zeit- und ressourcensparend ist und dabei wirklich alle Mitarbeiterbedürfnisse berücksichtigt werden können“, so Kahrs.

Auf das Problem der zunehmenden psychischen Belastungen in der Arbeitswelt machte abschließend AOK-Präventionsexperte Dr. Maximilian Bunse aufmerksam. Bereits jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland fühlt sich immer häufiger einem starken Termin- und Leistungsdruck ausgesetzt. Viele Beschäftigte greifen deshalb übereilt zu Medikamenten. Dadurch wird die Aufmerksamkeit erhöht, die Angst unterdrückt oder der Schlaf erzwungen. Doch keine Wirkung ohne Nebenwirkung: Abhängigkeiten oder Verhaltensänderungen bis hin zu Stoffwechselentgleisungen sind nur einige Gefahren. Denn das Grundproblem wird nicht bekämpft. „Die wirkliche Medizin findet man in einem Gesundheitsmanagement, das geprägt ist von einer gesunden Grundeinstellung des Arbeitgebers und Arbeitnehmers. Dazu gehören auch eine gute Kommunikation der Beschäftigten in und zwischen den Ebenen und eine gesunde Lebensweise“, so Bunse.

Weitere Informationen zum Thema Betriebliche Gesundheitsförderung und konkrete AOK-Angebote für Unternehmen gibt es im Internet unter www.aok-bgf.de/nw. „Wir analysieren die Situation in den Betrieben und helfen bei der Planung und Durchführung präventiver Maßnahmen durch unsere qualifizierten Präventionsfachkräfte“, so Dr. Martina Niemeyer. Im letzten Jahr nutzten über 300 Betriebe in Westfalen-Lippe diesen besonderen AOK-Service.

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