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Deutscher Pflegetag on Tour in Dortmund: Häusliche Pflege braucht ein professionelles Netzwerk

Pressemitteilung

18. Oktober 2017

Dortmund. Wie wichtig ein gut funktionierendes Netzwerk in der häuslichen Pflege ist, wurde auf dem ersten ‚Deutschen Pflegetag on Tour‘ in Dortmund deutlich, der heute offiziell von den Organisatoren Deutscher Pflegerat e. V. und Schlütersche Verlagsgesellschaft mit ihren Partnern AOK NORDWEST, AWO und Sparkassen-Finanzgruppe eröffnet wurde. Eine plötzliche Pflegesituation kann zu starken Belastungen der pflegenden Angehörigen führen, insbesondere wenn nur eine Person die Pflege übernimmt. „Hier ist es wichtig, ein pflegerisches Netzwerk zu knüpfen, damit die ganze Verantwortung nicht auf den Schultern eines Angehörigen allein lastet“, erklärte Irene Maier, Vizepräsidentin Deutscher Pflegerat e.V..

Auf der zweitägigen Messe erfahren die Besucher, wie gut die sogenannten „niederschwelligen Angebote“ in der Region sind. Ziel ist es, die Lebensqualität bei Unterstützungs- und Pflegebedarf auch außerhalb von Heimen und Einrichtungen für Senioren zu erhalten. Diese Netzwerke im Quartier und sogenannte Helferkreise übernehmen eine stundenweise Betreuung von Pflegebedürftigen, um pflegende Angehörige zu entlasten. Auch kurzzeitige Betreuungs- und Begleitdienste werden auf diese Weise meist mit Ehrenamtlichen geleistet. Die Schirmherrschaft des 1. Deutschen Pflegetages on Tour hat die Stadt Dortmund übernommen.

Mit Blick auf die demografische Entwicklung und die damit verbundenen Herausforderungen nehmen pflegende Angehörige eine besondere Rolle ein. „Sie brauchen unsere Unterstützung. Unser Programm auf dem Pflegetag on Tour hat deshalb drei Schwerpunkte: Beratungsmöglichkeiten aufzuzeigen, Hilfen zur Selbsthilfe zu geben und Information zu vermitteln, die ihnen den Pflegealltag erleichtern", so Reinhard Strüwe, stellvertretender Geschäftsführer des AWO Bezirksverbandes Westliches Westfalen.

Auch AOK-Vorstandschef Tom Ackermann betonte: „Ohne Angehörige wäre die Pflege nicht leistbar.“ Die Anzahl der Pflegebedürftigen werde weiter wachsen. Derzeit sind bundesweit 2,9 Millionen Menschen pflegebedürftig, in Nordrhein-Westfalen 650.000, in der Stadt Dortmund 19.000. Die gesetzliche Pflegeversicherung habe mit ihren gesetzlichen Änderungen Anfang des Jahres einen großen Schritt nach vorn gemacht. „Wir möchten aber auch erreichen, dass die zusätzlichen Leistungen und Erleichterungen direkt bei den Angehörigen ankommen“, so Ackermann. Damit das gelinge, würden speziell ausgebildete AOK-Pflegberater die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen ganz persönlich beraten, auf Wunsch auch in deren häuslicher Umgebung. „Unsere qualifizierten Pflegeberaterinnen und - berater helfen, die häusliche Pflege bestmöglich zu organisieren und unterstützen bei der Suche nach individuellen und wohnortnahen Lösungen. Vom Antrag auf einen Pflegegrad über Hilfsmittel bis hin zu Wohnumfeld verbessernden Maßnahmen“, so Ackermann. Wie gut das Angebot bei den Pflegebedürftigen ankommt, habe eine repräsentative Umfrage ergeben. Danach seien fast 90 Prozent der AOK-Versicherten mit der Pflegeberatung zufrieden.

„Die Unterstützung der pflegenden Angehörigen und deren Vernetzung mit den professionellen Anbietern ist eines der wichtigsten Themen der Zukunft. Nur wenn wir hier Hand in Hand arbeiten, haben wir eine gute Chance, den steigenden Pflegebedarf zu decken. Wie gut das gelingen kann, wird auf dieser Veranstaltung deutlich“, erklärte Lutz Bandte, Geschäftsführer Schlütersche Verlagsgesellschaft. Dazu habe man das neue Format ‚10 Fragen / 10 Antworten‘ entwickelt, das in einer Broschüre zusammengefasst ist und den Menschen mit ganz konkreten Fragestellungen zu einem speziellen Thema die wichtigsten Informationen bietet. Die erste Ausgabe der Reihe behandelt das Thema Urlaub für pflegende Angehörige und ihre Patienten.

Klaus Steenweg, Bereichsleiter Kommunikation der Sparkasse Dortmund, appellierte an die Bevölkerung, sich rechtzeitig Gedanken über die möglichen Konsequenzen bei Eintritt eines Pflegefalls zu machen. „Mit einer Patientenverfügung und einer Vorsorgevollmacht können viele medizinische, finanzielle und juristische Angelegenheiten frühzeitig geklärt werden. Da die gesetzliche Pflegeversicherung nicht alle Kosten übernimmt, sollte auch rechtzeitig über die private finanzielle Absicherung im Pflegefall nachgedacht werden. Bestimmte Pflegetarife bezuschusst der Staat sogar mit 60 Euro im Jahr.“

Dokumente

Gemeinsame Presseinformation

Presseinformation vom 18.10.2017 (PDF, 54 KB)

Bilder

Die drei Auszubildenden der AWO (v.l.) Sabrina Reiche, Sabrina Bollow und Jenifer Dupke demonstrieren den Organisatoren des Deutschen Pflegetages on Tour im DEPOT in Dortmund (v.l.) Lutz Bandte, Irene Meier, Reinhard Strüwe, Klaus Steenweg und Tom Ackermann Handgriffe in der Pflege von Angehörigen.

Die drei Auszubildenden der AWO (v.l.) Sabrina Reiche, Sabrina Bollow und Jenifer Dupke demonstrieren den Organisatoren des Deutschen Pflegetages on Tour im DEPOT in Dortmund (v.l.) Lutz Bandte, Irene Meier, Reinhard Strüwe, Klaus Steenweg und Tom Ackermann Handgriffe in der Pflege von Angehörigen.
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Fotograf: AOK/hfr.

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Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK-NORDWEST
Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK-NORDWEST

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Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes
Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes

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Irene Maier, Vizepräsidentin Deutscher Pflegerat e.V.
Irene Maier, Vizepräsidentin Deutscher Pflegerat e.V.

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Reinhard Strüwe, stellvertretender Geschäftsführer des AWO Bezirksverbandes Westliches Westfalen
Reinhard Strüwe, stellvertretender Geschäftsführer des AWO Bezirksverbandes Westliches Westfalen

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Lutz Bandte, Geschäftsführer Schlütersche Verlagsgesellschaft
Lutz Bandte, Geschäftsführer Schlütersche Verlagsgesellschaft

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Klaus Steenweg, Bereichsleiter Kommunikation der Sparkasse Dortmund
Klaus Steenweg, Bereichsleiter Kommunikation der Sparkasse Dortmund

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Kopenhagener Straße 1, 44269 Dortmund
Telefon 0231 4193-10145
Mobil 01520 1566136
E-Mail presse@nw.aok.de