Angebot anzeigen für:
Kontakt zu meiner AOK NordWest
Ort/Kasse korrigieren
Kundencenter werden geladen ...
Seitenpfad

AOK-Umfrage zur Gesundheitsversorgung im Regierungsbezirk Detmold: Menschen fordern mehr Abstimmung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung

Pressemitteilung

Neue Bundesregierung muss rasch liefern

Dortmund/Detmold (16.11.2021). Die Mehrheit der Menschen im Regierungsbezirk Detmold ist zufrieden mit der medizinischen Versorgung an ihrem Wohnort. Nachholbedarf wird hingegen bei der Abstimmung zwischen den Akteuren im Gesundheitswesen und bei der Digitalisierung gesehen. Das geht aus einer aktuellen Online-Befragung durch das Meinungsforschungsinstituts Civey bei Menschen ab 18 Jahren im Regierungsbezirk Detmold im Auftrag der AOK hervor. Auch wenn bislang noch unklar ist, welche Rolle die Gesundheitspolitik in der neuen Bundesregierung spielen wird: Aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger im Regierungsbezirk Detmold besteht im Gesundheitswesen auf jeden Fall großer Handlungsbedarf.

Nach den aktuellen Umfrage-Ergebnissen fordern 56,0 Prozent der Befragten im Regierungsbezirk Detmold eine bessere personelle Ausstattung des Gesundheitswesens. 36,6 Prozent nannten als vorrangige Themen eine gerechte Finanzierung und stabile Beiträge. 30,9 Prozent verwiesen auf deutlichen Handlungsbedarf bei der Digitalisierung. 30,1 Prozent der Teilnehmer wünschten sich Verbesserungen bei der Versorgung durch Praxen und Krankenhäuser. Für 24,0 Prozent der Befragten ist die hohe Qualität der medizinischen Versorgung am wichtigsten. Und 22,9 Prozent wünschten sich eine generell bessere finanzielle Ausstattung des Gesundheitswesens. Und. „Das zeigt eindrucksvoll, wie wichtig den Menschen im Regierungsbezirk Detmold die Gesundheitsversorgung ist und dass das Thema bei den jetzt durchgeführten Koalitionsverhandlungen eine Hauptrolle spielen muss. Längst überfällige Reformen müssen nun endlich angegangen und im Sinne einer besseren Patientenversorgung rasch umgesetzt werden“, sagt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NORDWEST.

Politik muss wieder für stabile Beiträge sorgen

Und das wird auch bei dem Thema Finanzierung deutlich: 86,9 Prozent der Befragten im Regierungsbezirk Detmold bejahten die Frage, ob die Politik dafür sorgen müsse, die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) stabil zu halten. „Wir brauchen endlich wieder mehr Beitragssatzstabilität in der gesetzlichen Krankenversicherung. Auch wenn jetzt die Finanzmittel aus dem Bundeshauhalt um weitere sieben Milliarden Euro aufgestockt wurden, bleibt die finanziell angespannte Lage unverändert bestehen. Im Jahr 2023 werden der GKV erneut 14 Milliarden Euro fehlen, die über zusätzliche Bundesmittel und Einsparungen gegenfinanziert werden müssen. Hier ist die neue Bundesregierung gefordert, die Weichen für dauerhaft stabile GKV-Finanzen zu stellen“, so Ackermann.

Defizite zwischen ambulanter und stationärer Versorgung

Offenbar erlebt die Bevölkerung im Regierungsbezirk Detmold die Zusammenarbeit zwischen der ambulanten und stationären Versorgung als Problem. Gefragt nach den größten Hindernissen für ein besseres Gesundheitssystem, wird die mangelnde Koordination der Akteure an zweiter Stelle genannt (43,8 Prozent) – hinter zu wenig qualifiziertem Personal (48,6 Prozent), aber noch vor fehlenden finanziellen Mitteln (40,9 Prozent), fehlender Transparenz der Behandlungsqualität (31,6 Prozent) oder zu wenig Zugang zu Spitzenmedizin und Forschung (21,3 Prozent).

Die weiterführende Frage, wie die Abstimmung zwischen Ärzten, Krankenhäusern und Pflege-/Reha-Anbietern aus ihrer Sicht funktioniere, beantworten weit über die Hälfte der Befragten mit „schlecht bis eher schlecht“ (53,3 Prozent). 27,2 Prozent zeigten sich unentschieden, nur 19,5 Prozent bezeichneten die Zusammenarbeit als gut. Als Gründe für die schlechte Abstimmung zwischen den beiden Sektoren wurden fehlende digitaler Vernetzung (59,0 Prozent), zu wenig fachlicher Austausch (50,3 Prozent), finanzieller Interessen (48,4 Prozent), zu wenig Zeit (42,9 Prozent) und räumliche Trennung (14,6 Prozent) genannt.

Gute Versorgung statt günstige Preise

Große Zustimmung erzielte die Aussage „Der Wettbewerb der Krankenkassen muss auf gute Versorgung ausgerichtet werden statt auf einen günstigen Preis“. 81,7 Prozent stimmten dem „eindeutig bis eher“ zu. Nur 11,5 Prozent waren bei diesem Thema unentschieden, 6,8 Prozent lehnten die Aussage „eindeutig oder eher“ ab. Bei der Frage „Was wäre Ihnen bei der Auswahl eines Krankenhauses wichtiger: Dass es auf die für Sie wichtige OP spezialisiert ist, oder, dass das Krankenhaus in der Nähe ist?“ votierten 78,6 Prozent „eindeutig“ oder „eher“ für die Spezialisierung, nur 13,5 Prozent „eindeutig“ oder „eher“ für die Nähe. „Derzeit ist für Patienten nicht immer sichergestellt, dass sie mit ihrem Anliegen an die richtigen Ansprechpartner weitergeleitet werden. Schlecht abgestimmte Versorgungsprozesse, Informationsbrüche zwischen Leistungserbringern und Qualitätsrisiken durch mangelnde Spezialisierung gefährden die medizinische Versorgung“, so AOK-Chef Ackermann. Nach seiner Einschätzung müsse sich die künftige Gesundheitsversorgung stärker am Patienten- und Versichertenbedarf vor Ort ausrichten und Sektorengrenzen überwinden. Auch der qualitätsorientierte Umbau der Krankenhausstrukturen müsse weiter forciert und ein passender Rahmen für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und Vertragsärzten geschaffen werden. „Das wäre ein großer Schritt hin zu mehr Versorgungsqualität“, so Ackermann.

Bilder

Handlungsbedarf im Gesundheitswesen: Die Menschen im Regierungsbezirk Detmold fordern eine bessere personelle Ausstattung im Gesundheitswesen, stabile Beiträge und mehr Digitalisierung. .

Format: JPG

Größe: 258 KB

Fotograf: AOK/hfr

Ansehen

Hier sehen die Menschen im Regierungsbezirk Detmold den größten Handlungsbedarf im Gesundheitswesen:

Format: JPG

Größe: 333 KB

Grafik: AOK/hfr

Ansehen

Die Mehrheit der Menschen im Regierungsbezirk Detmold ist zufrieden mit der medizinischen Versorgung an ihrem Wohnort. Nachholbedarf wird hingegen bei der Abstimmung zwischen den Akteuren im Gesundheitswesen gesehen.

Format: JPG

Größe: 327 KB

Grafik: AOK/hfr

Ansehen

Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Kopenhagener Straße 1, 44269 Dortmund
Telefon 0800 2655-505528
Mobil 01520 1566136
E-Mail presse@nw.aok.de