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AOK-Klinkvergleich: Große Unterschiede bei Prostata-OPs

10.11.2015

Kiel. Die AOK NORDWEST hat ihren Krankenhausnavigator im Internet zum Klinikvergleich um Informationen über die Qualität von Prostata-Operationen erweitert. Die Ergebnisse auf der Grundlage von QSR-Daten („Qualitätssicherung mit Routinedaten“) sind ab sofort abrufbar unter www.aok.de/krankenhausnavigator. Dabei geht es um Informationen bei einer vollständigen Entfernung der Prostata bei Prostatakrebs und um die operative Behandlung bei einer gutartigen Vergrößerung der Prostata. „Unser Vergleich hat große Unterschiede zwischen den Kliniken in Schleswig-Holstein ergeben. Dabei haben vier Krankenhäuser überdurchschnittlich gut abgeschnitten“, sagt Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender der AOK NORDWEST.

Das Prostatakarzinom ist mit 26 Prozent der Neuerkrankungen die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Sowohl die Entfernung der Prostata (Radikale Prostatektomie) als auch die operative Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung (Benignes Prostatasyndrom), sind mit Risiken, Komplikationen und möglichen Folgebehandlungen verbunden. Daher ist es besonders wichtig zu wissen, wie die Qualität der stationären Behandlung in diesem Bereich ist. „Wir wollen unseren Versicherten mit leicht verständlichen Informationen helfen, das richtige Krankenhaus für sich auszuwählen. Dazu bietet unser Krankenhausnavigator eine gute Transparenz”, so Litsch.

Im Internet können sich Patienten anhand verständlich aufbereiteter Daten schnell einen Überblick verschaffen. Dort sind die einzelnen Indikatoren der Bewertung zu einer Gesamtbewertung zusammengefasst und anhand von Symbolen, die Lebensbäume darstellen, kenntlich gemacht. Je nach der Gesamtqualität der Behandlung kann ein Krankenhaus ein, zwei oder drei Lebensbaumsymbole für unterdurchschnittliche, durchschnittliche oder überdurchschnittliche Qualität erhalten. So können die Nutzer schnell und einfach die Krankenhäuser in der Region mit den niedrigsten Komplikations-raten und der geringsten Zahl von Folgeeingriffen erkennen.

Der AOK-Krankenhausnavigator enthält bereits Klinikbewertungen zu planbaren Operationen an Hüft- und Kniegelenken, dem Einsetzen eines therapeutischen Herzkatheters (PCI) bei Patienten ohne Herzinfarkt, der Entfernung der Gallenblase und Blinddarmoperationen. Für diese Eingriffe wurden die Ergebnisse im Krankenhausnavigator jetzt mit Daten bis zum Jahresende 2014 aktualisiert.


Hintergrund:
Zur Messung der Qualität verwendet die AOK seit 2010 das Verfahren „Qualitätssicherung mit Routinedaten“ (QSR). Das QSR-Verfahren ermöglicht eine Langzeitbetrachtung von Behandlungsergebnissen, die über den Krankenhausaufenthalt hinausgeht. Neben den Daten aller Krankenhäuser bezieht sie ebenso die der ambulanten Versorgung mit ein. So lassen sich unerwünschte Ereignisse analysieren, die innerhalb eines Jahres nach der Entlassung aus dem Krankenhaus auftreten. Ein aufwendiges statistisches Verfahren, das unter anderem das Alter, das Geschlecht und vorbestehende Grunderkrankungen von Patienten berücksichtigt, sorgt für einen ausge-wogenen Krankenhausvergleich. Unterschiedliche Komplikationsraten sind daher ein Zeichen für tatsächlich vorhandene Qualitätsunterschiede. Die notwendige Datengrundlage liefert das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO).

Pressekontakt


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AOK NORDWEST
Jens Kuschel, Pressesprecher
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