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AOK-Gesundheitsreport 2015 für Westfalen-Lippe: Große Unterschiede bei Fehlzeiten zwischen Berufsgruppen

Krankenstand auf 5,8 Prozent gestiegen

05.08.2015

Dortmund. Wie oft Beschäftigte in Westfalen-Lippe am Arbeitsplatz fehlen, hängt stark vom Job ab. Das zeigt der aktuelle Gesundheitsbericht der AOK NORDWEST. Danach waren im vergangenen Jahr Beschäftigte in der Ver- und Entsorgung mit 33,7 Fehltagen, Mitarbeiter in industriellen Gießereien (31,5 Fehltage) sowie in der spanlosen Metallbearbeitung (30,4 Fehltage) am häufigsten krankgeschrieben. Am wenigsten fehlten Mitarbeiter in der Hochschullehre und -forschung (3,9 Fehltage), Ärzte (6,7 Fehltage) oder Softwareentwickler (8,0 Fehltage). „Diese Ergebnisse machen deutlich, welchen spezifischen Krankheitsrisiken die Beschäftigten mit ihren jeweiligen beruflichen Situationen ausgesetzt sind. Deshalb sollten Präventionsangebote in den Betrieben immer speziell auf die jeweilige Berufsgruppe bezogen werden, um erfolgreich sein zu können", sagt Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender der AOK NORDWEST.

Der Krankenstand ist bei den rund 900.000 versicherten Arbeitnehmern der AOK NORDWEST in der Region Westfalen-Lippe im vergangenen Jahr um 0,1 Prozent auf 5,8 Prozent leicht angestiegen. Jeder Beschäftigte fehlte im Betrieb im Durchschnitt 21,2 Tage. Die durchschnittliche Krankheitsdauer je Fall lag bei 11,7 Kalendertagen.
 
Vor allem Muskel- und Skeletterkrankungen verursachen unverändert die meisten Fehltage in Westfalen-Lippe. Mit 24,1 Prozent liegt deren Anteil an den gesamten Fehltagen mit großem Abstand an erster Stelle. Es folgen Verletzungen (11,0 Prozent) und Atemwegserkrankungen (10,6 Prozent).

Der AOK-Gesundheitsbericht beschreibt auch, dass es zwischen den einzelnen Branchen erhebliche Unterschiede bei den Krankenständen gibt: Danach weist wie im Vorjahr die Branche ‚Energie/Wasser/Entsorgung/Bergbau‘ mit 7,1 Prozent den höchsten Krankenstand aus, gefolgt von der ‚Öffentlichen Verwaltung und Sozialversicherung‘ (6,5 Prozent) und dem ‚Verarbeitenden Gewerbe‘ (6,4 Prozent). Niedrige Krankenstände lassen sich hingegen bei Banken und Versicherungen (3,9 Prozent) und in der Land- und Forstwirtschaft (4,1 Prozent) finden.


Damit Betriebe in Westfalen-Lippe ihren Krankenstand senken können, bietet die AOK spezielle Maßnahmen zur Gesundheitsförderung. „Mit unserem Service ‚Gesunde Unternehmen‘ analysieren wir die Situation in den Betrieben und helfen bei der Planung und Durchführung gesundheitsförderlicher Maßnahmen durch unsere qualifizierten Präventionsfachkräfte“, so AOK-Chef Martin Litsch. Im letzten Jahr nutzten über 300 Betriebe in Westfalen-Lippe diesen besonderen AOK-Service.

Weitere Informationen zum Thema Betriebliche Gesundheitsförderung und konkrete AOK-Angebote für Unternehmen gibt es unter www.aok-bgf.de/nw im Internet.

Pressekontakt


Gesprächspartner für die Medien:
AOK NORDWEST
Jens Kuschel, Pressesprecher
Kopenhagener Straße 1
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