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AOK-Gesundheitsreport 2015 für Schleswig-Holstein: Große Unterschiede bei Fehlzeiten zwischen Berufsgruppen

Krankenstand unverändert bei 5,4 Prozent

05.08.2015

Kiel. Wie oft Schleswig-Holsteiner am Arbeitsplatz fehlen, hängt stark vom Job ab. Das zeigt der aktuelle Gesundheitsbericht der AOK NORDWEST. Danach waren im vergangenen Jahr Reinigungskräfte mit 30,4 Fehltagen, Beschäftigte im Gerüstbau (29,6 Fehltage) oder Busfahrer (29,4 Fehltage) am häufigsten krankgeschrieben. Am wenigsten fehlten Ärzte (5,0 Fehltage) und Beschäftigte aus den Bereichen Marketing (8,7 Fehltage) und Informationstechnik (9,3 Fehltage). „Diese Ergebnisse machen deutlich, welchen spezifischen Krankheitsrisiken die Beschäftigten mit ihren jeweiligen beruflichen Situationen ausgesetzt sind. Deshalb sollten Präventionsangebote in den Betrieben immer speziell auf die jeweilige Berufsgruppe bezogen werden, um erfolgreich sein zu können", sagt Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender der AOK NORDWEST.

Der Krankenstand betrug bei den rund 280.000 versicherten Arbeitnehmern der AOK NORDWEST in der Region Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr unverändert 5,4 Prozent. Jeder Beschäftigte fehlte im Betrieb im Durchschnitt 19,8 Tage. Die durchschnittliche Krankheitsdauer je Fall lag bei 12,5 Kalendertagen.
 
Vor allem Muskel- und Skeletterkrankungen verursachen unverändert die meisten Fehltage in Schleswig-Holstein. Mit 23,7 Prozent liegt deren Anteil an den gesamten Fehltagen mit großem Abstand an erster Stelle. Es folgen psychische Erkrankungen (11,4 Prozent), Verletzungen (11,2 Prozent) und Atemwegserkrankungen (9,2 Prozent).

Der AOK-Gesundheitsbericht beschreibt auch, dass es zwischen den einzelnen Branchen erhebliche Unterschiede bei den Krankenständen gibt: Danach weist wie im Vorjahr die Branche ‚Gesundheits- und Sozialwesen‘ mit 6,3 Prozent den höchsten Krankenstand aus, gefolgt von der ‚Öffentlichen Verwaltung‘ (6,2 Prozent) und dem ‚Energie und Entsorgungssektor‘ (6,1 Prozent). Niedrige Krankenstände lassen sich hingegen in der Land- und Forstwirtschaft (3,6 Prozent) und bei Banken und Versicherungen (4,0 Prozent) finden.


Damit Betriebe in Schleswig-Holstein ihren Krankenstand senken können, bietet die AOK spezielle Maßnahmen zur Gesundheitsförderung. „Mit unserem Service ‚Gesunde Unternehmen‘ analysieren wir die Situation in den Betrieben und helfen bei der Planung und Durchführung gesundheitsförderlicher Maßnahmen durch unsere qualifizierten Präventionsfachkräfte“, so AOK-Chef Martin Litsch.

Weitere Informationen zum Thema Betriebliche Gesundheitsförderung und konkrete AOK-Angebote für Unternehmen gibt es unter www.aok-bgf.de/nw im Internet.

Pressekontakt


Gesprächspartner für die Medien:

AOK NORDWEST
Jens Kuschel, Pressesprecher
Edisonstraße 70
24145 Kiel
Telefon: 0431 605 21171
Mobil: 01520 1566 136
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