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AOK-Gesundheitsbericht für Schleswig-Holstein: Krankenstand bleibt auch in 2020 trotz Corona stabil

Pressemitteilung

Kiel (20.07.2021). Der Krankenstand bei den rund 330.000 versicherten Arbeitnehmern der AOK NORDWEST in der Region Schleswig-Holstein ist trotz der Schwankungen aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2020 stabil geblieben. Der Wert lag wie im Vorjahr im Durchschnitt bei 5,5 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsbericht der AOK NORDWEST hervor. Danach verursachten Muskel- und Skeletterkrankungen unverändert die meisten Ausfalltage. Mit 22,7 Prozent liegt deren Anteil an den gesamten Fehltagen mit großem Abstand an erster Stelle. Auf den weiteren Plätzen folgen psychische Erkrankungen (13,4 Prozent), Verletzungen (10,3 Prozent) und Atemwegserkrankungen (9,7 Prozent).

Die Corona-Pandemie führte zu teilweise erheblichen Schwankungen beim Krankenstand: Zunächst gab es zu Beginn der Pandemie im März einen deutlichen Anstieg des Krankenstandes von 6,5 Prozent im Februar auf 7,5 Prozent im März. Von Mai (4,6 Prozent) bis August (4,9 Prozent) zeigte sich insgesamt ein deutlicher Rückgang, der jedoch ab September in die zweite Welle überging und im November erneut einen hohen Wert von 5,6 Prozent erreichte. Unterm Strich blieb es jedoch im Jahresdurchschnitt bei 5,5 Prozent analog des Vorjahreswertes.

Nach der aktuellen AOK-Auswertung für 2020 meldeten sich 47,9 Prozent der Beschäftigten einmal oder mehrfach krank. Insgesamt war jeder bei der AOK versicherte Erwerbstätige in Schleswig-Holstein durchschnittlich an 20 Tagen krankgeschrieben. Dabei wurden über 49 Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage von Langzeitkranken verursacht. Die durchschnittliche Krankheitsdauer je Fall lag bei 14,5 Kalendertagen, ein Plus im Vergleich zum Vorjahr um 12,4 Prozent.

Längere Krankheitsdauer bei psychischen Erkrankungen und Burnout  
Auffällig ist, dass nach einem stetigen Anstieg der Krankschreibungen wegen psychischer Erkrankungen in den letzten Jahren erstmals wieder ein Rückgang zu verzeichnen ist. „Es ist zu vermuten, dass viele psychisch erkrankte Beschäftigte insbesondere in den beiden Lockdown-Phasen aus Angst vor Ansteckung auf einen Arztbesuch verzichtet haben“, sagt Ackermann. Allerdings zeigt sich parallel zur Abnahme der Fallzahlen von psychisch bedingten Krankschreibungen eine sprunghafte Zunahme deren Länge. So stieg die Dauer eines durchschnittlichen psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeitsfalls bei den AOK-Mitgliedern in Schleswig-Holstein im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 3,5 Tage von 28,5 Tage auf 32 Tage. Bei Burnout war ein Anstieg von 23,6 Tage in 2019 auf 25,2 Tage in 2020 zu verzeichnen. Damit bekam der Trend der letzten Jahre zu immer längeren Krankschreibungen wegen psychischer Erkrankungen im Pandemie-Jahr 2020 einen weiteren Schub.

Große Unterschiede zwischen den Berufsgruppen
Die höchsten Fehlzeiten gab es 2020 in Schleswig-Holstein in den Berufsgruppen Reinigung (36,4 Tage), Ver- und Entsorgung (33,3 Tage), Kranführer, Aufzugsmaschinisten (32,4 Tage) und im Rohrleitungsbau (31,8). Die niedrigsten Fehlzeiten sind in den Berufsgruppen der Hochschullehre und -forschung (3,7 Tage) der Ärzte (5,9 Tage) sowie in der technischen Forschung und Entwicklung (7 Tage) festzustellen.

Bilder

Rückenschmerzen verursachten unverändert die meisten Ausfalltage in Schleswig-Holsteins Wirtschaft im vergangenen Jahr.

Format: JPG

Größe: 335 KB

Fotograf: AOK/hfr

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Grafik

Die Corona-Pandemie führte zu teilweise erheblichen Schwankungen beim Krankenstand in Schleswig-Hiolstein.

Format: JPG

Größe: 61 KB

Grafik: AOK/hfr

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Edisonstraße 70, 24145 Kiel
Telefon 0800 2655-505528
Mobil 01520 1566136
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