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AOK-Bilanz nach einem Jahr Pandemie in Westfalen-Lippe: Mehr als 23.500 Beschäftigte wurden wegen Covid-19 krankgeschrieben

Pressemitteilung

Dortmund (22.04.2021). In Westfalen-Lippe wurden zwischen März 2020 und Februar 2021 insgesamt 23.538 AOK-versicherte Beschäftigte von einem Arzt im Zusammenhang mit einer Covid-19-Diagnose krankgeschrieben. Das ergab eine aktuelle Auswertung der AOK NORDWEST nach zwölf Monaten Corona-Pandemie. Die AOK-Ergebnisse belegen außerdem, dass Berufe in der Betreuung und Erziehung von Kindern, Medizinische Fachangestellte und Berufe in der Altenpflege am stärksten von Krankschreibungen im Zusammenhang mit Covid-19 betroffen waren. Die niedrigsten Covid-19-bedingten Fehlzeiten weisen Berufe in der Hochschullehre und -forschung sowie in der Landwirtschaft auf. „Die Ergebnisse bestätigen erneut unsere bisherigen Analysen. Danach waren vor allem Beschäftigte aus Berufen mit vielen Kontakten zu anderen Menschen im Pandemiejahr stärker von Covid-19 betroffen als andere Berufsgruppen. Die Entscheidung der Politik, diesen Berufsgruppen auch prioritär ein Impfangebot zu unterbreiten, erscheint somit nachvollziehbar“, sagt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NORDWEST.

Zwischen März 2020 und Februar 2021 wurden insgesamt 1.589 Patienten mit einer gesicherten Covid-19-Diagnose im Krankenhaus behandelt, 35 Patienten (2,2 Prozent) sind in der Klinik verstorben. Das Durchschnittsalter der Verstorbenen betrug 53 Jahre. Bei mehr als der Hälfte der von Covid-19 betroffenen Beschäftigten (50,7 Prozent) wurde der gesicherte Nachweis der Infektion auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung dokumentiert. Bei den übrigen Fällen wurde SARS-CoV-2 als Verdachtsfall dokumentiert.

Höhepunkt der Krankmeldungen im November 2020

Der wellenartige Verlauf der Prävalenz von Covid-19-Infektionen in der Bevölkerung spiegelt sich auch in den krankheitsbedingten Fehlzeiten der AOK-versicherten Beschäftigten wider. Im April 2020 gab es mit 328 Erkrankten je 100.000 Beschäftigte AOK-Mitglieder einen ersten Höhepunkt der Krankschreibungen aufgrund einer Covid-19-Diagnose. Von Juni bis August 2020 zeigte sich dann ein deutlicher Rückgang, der jedoch ab September 2020 in die sogenannte „zweite Welle“ überging. Im November 2020 erreichte diese mit 524 Erkrankten je 100.000 Beschäftigten ihren vorläufigen Höhepunkt, im Januar 2021 flachte die Welle nur leicht ab auf 429 Erkrankte je 100.000 Beschäftigte. Im Februar 2021 sank der Wert dann auf 280 Erkrankte je 100.000 Beschäftigte.

Weniger Krankmeldungen, aber längere Krankheitsdauer

Die Entwicklung der Fehlzeiten aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen, Erkrankungen der Atemwege sowie psychischen Erkrankungen im zwölfmonatigen Pandemiezeitraum von März 2020 bis Februar 2021 zeigt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (März 2019 bis Februar 2020) einen Rückgang der Arbeitsunfähigkeitsfälle. Die größte Differenz ergab sich bei den Atemwegserkrankungen. Beschäftigte, die wegen einer dieser drei Erkrankungsarten krankgeschrieben waren, fehlten dann jedoch länger am Arbeitsplatz als im Vorjahreszeitraum.

So dauerte ein Arbeitsunfähigkeitsfall wegen einer psychischen Erkrankung im Zeitraum von März 2020 bis Februar 2021 im Durchschnitt 31,2 Tage und damit 4,3 Tage länger als im Vergleichszeitraum von März 2019 bis Februar 2020. Bei Atemwegserkrankungen (8,1 Tage) und Muskel-Skelett-Erkrankungen (18,7 Tage) fiel die Differenz mit 1,8 Tagen beziehungsweise 2,0 Tagen je Fall gegenüber dem Vorjahreszeitraum etwas geringer aus. „Wir vermuten, dass viele Beschäftigte aus Angst vor Ansteckung auf einen Arztbesuch verzichtet haben. Außerdem kann bei den Atemwegserkrankungen angenommen werden, dass die Abstands- und Hygieneregeln zu einer Abnahme der Krankschreibungen aufgrund von Atemwegserkrankungen geführt haben. Gleichzeitig deutet die gestiegene Dauer der Krankschreibungen bei den hier ausgewerteten Diagnosen darauf hin, dass die Erkrankten in der Pandemie-Situation stärker belastet waren“, so Ackermann.

Bilder

Insgesamt 1.589 Patienten wurden mit einer gesicherten Covid-19-Diagnose in einem Krankenhaus in Westfalen-Lippe behandelt und häufig auch beatmet.

Format: JPG

Größe: 403 KB

Fotograf: AOK/hfr

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Kopenhagener Straße 1, 44269 Dortmund
Telefon 0800 2655-505528
Mobil 01520 1566136
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