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Antibiotika-Säfte für Kinder: AOK warnt vor falscher Anwendung

12.05.2015

Kiel. Die AOK NORDWEST warnt vor einer falschen Anwendung von antibiotikahaltigen Säften für Kinder. In Schleswig-Holstein wurden im vergangenen Jahr allein bei den AOK-versicherten Kindern im Alter von bis zu neun Jahren über 21.000 Packungen mit diesem Wirkstoff verordnet. "Wird ein solches Antibiotikum verabreicht, ist unbedingt auf die richtige Dosierung und eine ausreichend lange Einnahmedauer zu achten. Ansonsten kann es zu erheblichen Nebenwirkungen und Resistenzen kommen“, so Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender der AOK NORDWEST.

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Erst recht nicht, wenn sie krank sind. Ihre Organe sind noch unausgereift und reagieren besonders empfindlich. Arzneimittel für Kinder werden überwiegend in flüssiger Form als Saft verabreicht. Bei Infektionen sind dies häufig auch Antibiotika-Säfte. Werden diese sogenannten ‚Trockensäfte‘ eingesetzt, entsteht erst durch die Zugabe von Trinkwasser eine gebrauchsfertige Lösung. Diese ist nach der Zubereitung nur begrenzt haltbar. Deshalb sollte das Datum der Anfertigung notiert werden. Außerdem sind die Anwendungshinweise für die Herstellung zu beachten, die beiliegenden Dosierhilfen sollten unbedingt verwendet werden.

Die AOK NORDWEST weist darauf hin, dass aber nicht nur Überdosierungen (zu viel, zu oft) zu Nebenwirkungen führen können. Auch bei Unterdosierungen (zu wenig, zu kurz) wirkt das Mittel nicht richtig oder es können bei Antibiotika sogar Resistenzen der krankmachenden Keime entstehen. Wenn das kranke Kind den Arzneisaft verweigert, sollten die Eltern auf keinen Fall die Behandlung einfach abbrechen, sondern unbedingt Rücksprache mit dem behandelnden Kinderarzt halten.

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