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Aktueller AOK-Klinikvergleich in Westfalen-Lippe: Viele Krankenhäuser schnitten überdurchschnittlich gut ab

Pressemitteilung

Dortmund (29.10.2018). Die AOK NORDWEST veröffentlichte heute ihren aktuellen Klinikvergleich für Westfalen-Lippe. Untersucht wurde die Ergebnisqualität der Krankenhäuser in acht ausgewählten Operationsbereichen. Zur Berechnung der neuen Ergebnisse wurden die Behandlungen von über 64.000 Patienten in 143 westfälisch-lippischen Krankenhäusern ausgewertet. Auch wenn es teilweise deutliche Qualitätsunterschiede gibt, schneiden zahlreiche Kliniken überdurchschnittlich gut ab. „Das zeigt, dass unsere Versicherten auf eine gute stationäre Versorgung in Westfalen-Lippe vertrauen dürfen”, sagt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NORDWEST. Nachzulesen sind die Ergebnisse im AOK-Krankenhausnavigator unter www.aok.de/krankenhausnavigator im Internet.

Patienten können sich hier darüber informieren, welche Kliniken bei planbaren und häufig durchgeführten Eingriffen im Hinblick auf Komplikationen und Folgeereignisse besonders gut abschneiden. Aktuell sind dies der Einsatz eines künstlichen Knie- oder Hüftgelenkes bei Arthrose, die Operation nach hüftgelenknahmen Oberschenkelbruch, Gallenblasenentfernungen bei Gallensteinen, therapeutische Herzkatheter (PCI) bei Patienten ohne Herzinfarkt, Blinddarmentfernungen sowie Operationen bei gutartiger Prostatavergrößerung und zur Prostataentfernung bei Prostatakrebs. „Wir wollen unseren Versicherten mit leicht verständlichen Informationen helfen, das richtige Krankenhaus für sich auszuwählen. Dazu bietet unser Krankenhausnavigator eine gute Transparenz”, so AOK-Chef Ackermann.

Im Internet werden die Ergebnisse automatisch angezeigt, wenn ein Nutzer des Navigators eine der Behandlungen eingibt, zu denen Ergebnisse vorliegen. So können sich Patienten schnell einen Überblick verschaffen. Die einzelnen Indikatoren der Bewertung sind zu einer Gesamtbewertung zusammengefasst und anhand von Symbolen, die Lebensbäume darstellen, kenntlich gemacht. Je nach der Gesamtqualität der Behandlung kann ein Krankenhaus ein, zwei oder drei Lebensbaumsymbole für unterdurchschnittliche, durchschnittliche oder überdurchschnittliche Qualität erhalten.

Gute Ergebnisqualität in Kliniken in Westfalen-Lippe

Bei dem planbaren Einsatz eines künstlichen Hüftgelenkes bei Arthrose wertete die AOK NORDWEST insgesamt 10.101 Behandlungsfälle aus. Dabei erreichten 13 von 104 Krankenhäusern eine überdurchschnittliche Gesamtbewertung. Bei der Diagnose Gelenkersatz Knie wurden 10.430 Fälle untersucht. 24 von 98 Kliniken schnitten überdurchschnittlich gut ab. Im Operationsgebiet Oberschenkelfraktur wurden 7.981 Fälle ausgewertet. Dabei erreichten 23 von 118 Krankenhäusern ein überdurchschnittlich gutes Gesamtergebnis. Bei der Gallenblasenentfernung wurden 13.355 Fälle überprüft: 18 von 124 Kliniken waren überdurchschnittlich gut. Bei der Diagnose therapeutischer Herzkatheter (PCI) bei Patienten ohne Herzinfarkt erreichten bei 9.161 Fällen acht der 64 Krankenhäuser eine überdurchschnittliche Bewertung. Blinddarmentfernungen: 9.544 Fälle, 118 ausgewertete Krankenhäuser, 21 davon überdurchschnittlich. Bei Operationen gutartiger Prostatavergrößerung wurden 2.931 Fälle untersucht. Dabei schnitten 6 von 43 Kliniken überdurchschnittlich gut ab. Bei Prostataentfernungen wegen Prostatakrebs wurden 1.177 Fälle in 17 Krankenhäusern bewertet, vier davon überdurchschnittlich.

Hintergrund

Grundlage dieser Orientierungshilfe im Internet sind Daten, die nach dem so genannten QSR-Verfahren ermittelt wurden. Die Abkürzung QSR steht für „Qualitätssicherung mit Routinedaten“. Die notwendige Datengrundlage liefert das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO). Das Besondere an QSR ist die konsequente Berücksichtigung aller Krankenhausbehandlungen eines Patienten bis zu einem Jahr nach dem ersten Eingriff. Einen Teil der Daten wertet das WIdO für bestimmte Krankheitsbilder in anonymisierter Form aus und analysiert Art und Anzahl der aufgetretenen Komplikationen während und nach dem Krankenhausaufenthalt von Patienten. Diese Nachverfolgung des Krankheitsgeschehens zusammen mit der Nutzung von mehreren Qualitätsindikatoren macht eine umfassende Qualitätsbeurteilung der Arbeit von Krankenhäusern möglich und sorgt für einen fairen Vergleich. Die verständlich aufbereiteten Daten im Krankenhausnavigator tragen dazu bei, dass sich Patienten umfassend, schnell und einfach über die medizinische Qualität von Krankenhäusern informieren können. Sie nützt aber auch den Kliniken zur Unterstützung ihres internen Qualitätsmanagements und ihrer Ausrichtung im Wettbewerb. Dieses bundesweit einzigartige Verfahren ermöglicht durch Auswertung von Abrechnungsdaten der Kliniken und niedergelassenen Ärzte eine Messung der Behandlungsqualität über den eigentlichen Krankenhausaufenthalt hinaus: Berücksichtigt werden auch Komplikationen und Folgeereignisse wie Revisions-OPs, die innerhalb eines Jahres nach der Entlassung des Patienten auftreten.

Bilder

BU: Die Patienten in Westfalen-Lippe können auf eine gute stationäre Versorgung vertrauen. Der AOK-Krankenhausnavigator unterstützt bei der Suche nach dem richtigen Krankenhaus. Foto: AOK/hfr.

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Fotograf: AOK/hfr

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
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