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Zufriedene Mitarbeiter fühlen sich gesünder

In einer bundesweiten Erhebung wurde neben den Krankheitsdaten auch die gesundheitliche Situation von Erwerbstätigen erfragt. 63 Prozent der Befragten gaben an, zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. Lediglich 14,3 Prozent sind mit ihrer Gesundheit weniger zufrieden.

AOK-Fehlzeitenreport 2016

Potsdam, 12. September 2016. Arbeitnehmer, die eine positive Unternehmenskultur erleben, haben meist einen besseren Gesundheitszustand. Das zeigt der neue Fehlzeitenreport des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), der sich dieses Mal dem Zusammenhang zwischen der Unternehmenskultur und der Gesundheit widmet.

In einer bundesweiten Erhebung wurde neben den Krankheitsdaten auch die gesundheitliche Situation von Erwerbstätigen erfragt. 63 Prozent der Befragten gaben an, zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. Lediglich 14,3 Prozent sind mit ihrer Gesundheit weniger zufrieden. Die Befragung zeigt gleichzeitig: Beschäftigte, die in ihrem Betrieb die Unternehmenskultur schlechter erleben, sind deutlich unzufriedener mit ihrer eigenen Gesundheit und berichten häufiger über körperliche und psychische Beschwerden.

„Es gibt einen engen Zusammenhang von erlebter Unternehmenskultur und dem gesundheitlichen Wohlbefinden der Mitarbeiter. Stress, fehlende Anerkennung im Beruf und mangelnde Kommunikation im Betrieb sind häufig Ursache für Fehlzeiten“, sagt Werner Mall, Unternehmensbereichsleiter Prävention bei der AOK Nordost.

Krankenstand  in Brandenburg leicht gestiegen

Insgesamt ist der Krankenstand bei den AOK-versicherten Arbeitnehmern in Brandenburg im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr (5,6 Prozent) leicht gestiegen und liegt derzeit bei 5,8 Prozent. Damit hat jeder Beschäftigte in Brandenburg im Durchschnitt 21,1 Tage aufgrund einer ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gefehlt. Im Vergleich zu den anderen Landkreisen verzeichnete Potsdam (Stadt) dabei mit 5,2 Prozent den niedrigsten Krankenstand, während der Region Ostprignitz-Ruppin mit 6,3 Prozent an der Spitze lag. Insgesamt verzeichnete das Land Brandenburg im Gebiet der Dreiländerkasse einen höheren Krankenstand als die Länder Berlin (5,2 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (5,6 Prozent). Der bundesweite Krankenstand betrug 5,3 Prozent.

Die psychischen Erkrankungen der AOK-versicherten Arbeitnehmer in Brandenburg dauerten mit 24,7 Arbeitsunfähigkeitstagen* je Fall am längsten, gefolgt von Verletzungen mit 20,2 sowie Herz-Kreislauferkrankungen mit 19,9 und Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 18,5 Tagen. Atemwegserkrankungen umfassten 8,1 Tage, Verdauungserkrankungen 7,3 Tage.

Betrachtet man jedoch die  Arbeitsunfähigkeitsfälle* in Brandenburg, verändert sich das Bild: Hier traten die Erkrankungen des Atmungssystems mit 21,9 Prozent aller Fälle im Land am häufigsten auf. Es folgen die Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 16,1 Prozent und die Verdauungserkrankungen mit 10,2 sowie die Verletzungen mit 7,7 Prozent. Der Anteil der psychischen Erkrankungen lag bei 5,8 Prozent, bei Herz-Kreislauferkrankungen bei 5,2 Prozent.

  

Betriebliche Gesundheitsförderung

Der Fehlzeitenreport beleuchtet alljährlich die Situation der Arbeitnehmer in Deutschland, denn die Unternehmen sind auf gesunde Beschäftigte aller Altersgruppen angewiesen. Deshalb ist die AOK im Nordosten seit Jahren in der Betrieblichen Gesundheitsförderung aktiv und unterstützt zahlreiche Unternehmen verschiedenster Branchen. So tauschen sich bereits über 136 Betriebe im KMU-Netzwerk „Gesundheitskompetenz für kleinere und mittlere Unternehmen“ im Nordosten aus. Die meisten von ihnen lassen sich individuell durch die Gesundheitskasse zur betrieblichen Gesundheit beraten und informieren sich in betriebsübergreifenden Arbeitskreisen, Workshops und Konferenzen zu aktuellen Gesundheitsthemen. Die jährliche KMU-Netzwerkkonferenz findet vom 3. bis 4. November 2016 statt. In Anlehnung an den diesjährigen Fehlzeitenreport steht das Thema „Unternehmenskultur und Führung“ im Fokus. Die Teilnehmer erhalten durch wissenschaftliche Vorträge sowie Präsentationen von Best-Practice-Beispielen aus Unternehmen einen tiefen Einblick in die Materie. Stichworte wie Förderung von Gesundheitsverhalten, Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen sowie Betriebliches Eingliederungsmanagement ergänzen in diesem Jahr die Themenpalette.

Weitere Informationen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung durch die AOK Nordost unter www.aok-bgf.de/nordost

Mehr zum Fehlzeitenreport 2016 unter www.wido.de

 

*Begriffserläuterungen:

Der Krankenstand wird errechnet, indem die Anzahl der Arbeitsunfähigkeitstage durch die Summe der Versichertentage geteilt wird. Er wird in Prozent dargestellt.

Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) geben die Anzahl der Kalendertage an, die zwischen dem Beginn einer Arbeitsunfähigkeit und deren Ende liegen. Für die Auswertung haben die AU-Tage eine besondere Relevanz, da sich aus ihnen der Krankenstand ergibt. Außerdem lassen die AU-Tage erkennen, welche Erkrankungen besonders schwer verlaufen.

Von einem Arbeitsunfähigkeitsfall (AU-Fall) ist die Rede, wenn die AOK Nordost durch den behandelnden Arzt davon in Kenntnis gesetzt wird, dass ein Arbeitnehmer arbeitsunfähig ist. Ein Arbeitnehmer kann im Jahr mehrere AU-Fälle haben.

Pressekontakt

AOK Nordost - Die Gesundheitskasse
Pressesprecher Matthias Gabriel
Telefon: 0800 265 080 - 22202
presse@nordost.aok.de