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Worin besteht der Unterschied zwischen medizinischer Maske und Alltagsmaske?

Medizinische Masken werden zur Pflicht in Deutschland

Nachdem Bund und Länder am 19. Januar 2021 eine verschärfte Maskenpflicht beschlossen haben, müssen auf jeden Fall in Bussen und Bahnen sowie in allen Geschäften sogenannte medizinische Masken getragen werden. Mit Alltagsmasken ist dann Schluss, auch wenn sich die Bedeckung von Mund und Nase in dieser Pandemie grundsätzlich als besonders wirkungsvolle Maßnahme erwiesen hat.

In letzter Zeit tauchen jedoch Mutationen des an sich bereits hoch ansteckenden Coronavirus auf, so dass jetzt medizinische Masken mit einer höheren Schutzwirkung getragen werden müssen. Dies gilt vor allem an Orten, wo mehr Menschen zusammenkommen, wie in Bussen und Bahnen sowie in allen Geschäften. Diese medizinischen Masken sind entweder sogenannte OP-Masken, oder Masken des Standards KN95/N95 oder FFP2. Aber worin bestehen die wesentlichen Unterschiede?

Alltagsmaske

Die Alltags- oder Communitymaske ist der Klassiker unter den Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus. Vergleichbar einer Parfumwolke schwebt das Coronavirus in Aerosolen meterweit durch die Luft und kann dabei eingeatmet werden. Sind jedoch Mund und Nase bedeckt, dann bleiben die meisten Viren zumindest beim Ausatmen vorn im Stoff hängen. Deshalb muss eine Alltagsmaske vorsichtig abgenommen und bei wenigstens 60 Grad gewaschen werden.

Der Baumwollstoff hält zwar viele kleinere Partikel ab, aber längst nicht alle. Deshalb sind einfache Mund-Nasen-Bedeckungen für den Selbstschutz sowieso nicht sonderlich gut geeignet. Allerdings kann damit zumindest das Umfeld vor dem eigenen Atem geschützt werden. Schließlich kann der Träger oder Trägerin bereits ohne Symptome infiziert sein und tagelang Viren in die Umwelt ausatmen. Mit aggressiveren Varianten des Virus muss jedoch der Schutz verstärkt werden.

OP-Maske

In vielen Geschäften und Onlinemärkten werden bereits die zumeist blauen sogenannten OP-Masken angeboten. Sie sehen wie eine Papiermaske aus und fühlen sich auch so an. In Asien sind derartige Masken bereits seit vielen Jahren weit verbreitet und auf vielen Straßen ein alltäglicher Anblick. Es gibt die OP-Masken mit und ohne einen eingearbeiteten Bügel am oberen Rand, mit dem die Maske auf den Nasenrücken angepasst werden kann. Das vermindert den Ausstoß der Atemluft nach oben, womit eine Brille schnell beschlagen kann.

Diese Masken sind jedoch wegen ihrer Form, wie auch die meisten Alltagsmasken, immer noch an den Seiten offen. Hier kann die eigene Atemluft entweichen, aber auch ungefilterte Luft eingeatmet werden. Die Filterwirkung des papierähnlichen Stoffes jedoch ist wesentlich besser als die einer Alltagsmaske. Deshalb werden diese Masken jetzt als relativ günstiger und effektiverer Schutz gegen eine Infektion mit dem Coronavirus in Geschäften sowie Bussen und Bahnen vorgeschrieben.

FFP2-Maske

Eine bessere Alternative zu den OP-Masken sind professionelle Schutzmasken, die auch statt einer OP-Maske unterwegs und beim Einkaufen getragen werden sollen. Sie werden gelegentlich als N95 oder KN95 bezeichnet, meistens jedoch als FFP2-Maske. Hierbei handelt es sich um unterschiedliche Bezeichnungen einer speziellen Zertifizierung und Zulassung. Dabei erfüllen FFP2-Masken (Filtering Face Piece) eine deutsche Norm, N95-Masken (Not resistant to oil) eine amerikanische Norm und KN95-Masken (non-powered air-purifying particulate respirator) eine chinesische Norm. Ihr Schutz vor Schadstoffen ist jedoch halbwegs vergleichbar.

Schon lange vor der Corona-Pandemie wurden FFP2-Masken in Baumärkten verkauft, damit sich Handwerker:innen vor Staub und gefährlichen Stoffen schützen können. Da jedoch die wenigsten Benutzer:innen mit ihrer FFP2-Maske acht Stunden lang Holz schleifen werden, können diese Masken im privaten Bereich häufiger genutzt werden, etwa beim Einkaufen oder im öffentlichen Nahverkehr. Eine allgemeine Empfehlung lautet: Nach spätestens fünf Einsätzen sollte eine FFP2-Maske in die Mülltonne geworfen werden.

Eine FFP2-Maske liegt in der Regel dicht am Gesicht an. Schließlich soll die Luft nicht wie bei einer Alltags- oder OP-Maske ungehindert an den Seiten ein- und austreten, sondern vollständig durch das Spezialflies gefiltert werden. Diese Funktion ist jedoch bei einem Bart nicht mehr gegeben, weil bereits stoppelige Haut für einen leichten Abstand der Maske sorgt, durch den die Luft ungefiltert ein- und ausströmen kann. Einzig sinnvolle Lösung ist daher eine glatte Rasur.

Gelegentlich werden FFP2-Masken mit einem speziellen Ventil zum Ausatmen angeboten. Sie dienen jedoch nur dem Selbstschutz, weil die eigene, möglicherweise infizierte Luft ungefiltert ausgestoßen wird und dadurch andere Menschen angesteckt werden können.

Neben wenigen echten, zugelassenen FFP2-Masken werden vielfach auch gefälschte Produkte angeboten. Besonders auf Onlinemärkten, wo Nutzer:innen nach einfach nach Stichworten wie FFP2 und KN95 suchen können, werden diese gefälschten Produkte angeboten. Sie können aus mehreren Gründen gefährlich sein.

Bekannt gewordene gefährliche FFP2-Masken hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in einer Datenbank zusammengetragen. Sie kann hier durchsucht werden.

Pressekontakt

AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
Pressesprecher Matthias Gabriel
Telefon: 0800 265080-22202
E-Mail: presse@nordost.aok.de