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Der Schmerz und die Psyche

Dass chronische Schmerzen über kurz oder lang bei den Betroffenen auch psychische Probleme bis hin zu einer Depression auslösen können, ist allgemein bekannt.

Pressekontakt

AOK Nordost - Die Gesundheitskasse
Pressesprecherin Gabriele Rähse
Telefon: 0800 265 080 - 22202
presse@nordost.aok.de

Weltgesundheitstag am 7. April zu Depression

Potsdam, 6. April 2017. Mit Blick auf das Motto des diesjährigen Weltgesundheitstages machen die AOK Nordost und die Kopfschmerzambulanz der Charité auf den Zusammenhang zwischen chronischen Schmerzen und Erkrankungen der Psyche aufmerksam.

Dass chronische Schmerzen über kurz oder lang bei den Betroffenen auch psychische Probleme bis hin zu einer Depression auslösen können, ist allgemein bekannt. „Kein Mensch kann andauernde Schmerzen ertragen, ohne dass nicht irgendwann auch seine Psyche darunter leidet. So haben beispielsweise Migränepatienten im Vergleich zu Nichtbetroffenen ein doppelt so hohes Risiko, an einer Depression zu erkranken“, so Dr. Werner Wyrwich, Mediziner bei der AOK Nordost.

Was allerdings weniger bekannt ist und deshalb auch selten berücksichtigt wird, ist der Fakt, dass der Zusammenhang zwischen chronischen Schmerzen und Erkrankungen der Psyche in beide Richtungen besteht. „So kann eine bestehende Depression auch zur Verschlechterung und Chronifizierung von Schmerzen beitragen“, erläutert Regina Hüster, Psychologin an der Kopfschmerzambulanz der Charité.

Manchmal leiden die Patienten auch an sogenannten somatoformen Schmerzstörungen. Sie begeben sich zunächst wegen ihrer Schmerzen in ärztliche Behandlung und möchten entsprechend therapiert werden. Aber hinter ihren physischen Beschwerden verbergen sich zusätzlich auch psychische Probleme, bis hin zu einer ernsthaften Depression, die unbedingt mit behandelt werden müssen.

Umso wichtiger ist es, dass bei der Therapie von Schmerzen solche Zusammenhänge von vornherein mit bedacht werden. Für ihre Versicherten mit chronischen Kopfschmerzen hält die Gesundheitskasse in Kooperation mit der Kopfschmerzambulanz ein entsprechendes Versorgungsprogramm bereit.

Bei KopfschmerzSPEZIAL arbeiten Neurologen, Psychologen und Physiotherapeuten eng mit dem Patienten zusammen und geben ihm Hinweise zu möglichen Ursachen und Therapiemöglichkeiten auf verschiedenen Behandlungsebenen.

Dabei erfolgen die Diagnostik und Behandlung in der Kopfschmerzambulanz der Charité, wo der Patient dann in der Regel eine intensive fachbereichsübergreifende Therapie für die Dauer einer Woche erhält. Für einen nachhaltigen Erfolg sorgt zudem die enge Einbindung der behandelnden niedergelassenen Ärzte.