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Umfrage der AOK Nordost

Was Babyboomern und Generation Y wichtig ist

27.02.2015

 

Berlin. Der Anteil älterer Arbeitnehmer wird in den kommenden Jahren auch in Berlin aufgrund des demografischen Wandels stark zunehmen. Der Fehlzeiten-Report 2014* des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) geht deshalb u.a. auf die Babyboomer (die Generation der Ende der fünfziger bis circa Mitte der 60er Jahre Geborenen) und die „Generation Y" (Menschen, die um die Jahrtausendwende Teenager waren) ein. Ergänzend dazu hatte die AOK Nordost zusätzlich eine regionale Umfrage unter insgesamt 400 Frauen und Männern  im Alter der Babyboomer und der Generation Y für Berlin in Auftrag gegeben. Wie im bundesweiten WIdO-Fehlzeitenreport auch hat die Gesundheitskasse explizit bei den Berlinern nachgefragt, was Babyboomer und Generation Y in der Region Berlin über Themen wie Arbeit und Gesundheit, Familie und Bildung, aber auch übereinander denken.

Fazit: Die Resultate der Berliner Umfrage und der bundesweiten Befragung stimmen in vielem überein. Beide Generationen, sowohl in Berlin als auch im Bund, liegen in ihren Einstellungen viel näher beieinander, als sie dies selbst voneinander annehmen. Und doch erscheint die jeweils andere Generation den Befragten teilweise fremd.

Generationenübergreifend hat die Frage nach der Wichtigkeit von Gesundheit hohe Werte in der Hauptstadt: Nach Geschlechtern betrachtet ist den Frauen die Gesundheit mit fast 93 Prozent, bei den Männern immerhin mit knapp 86 Prozent einer der wichtigsten Aspekte im (Berufs-)Leben. Jüngere und ältere Beschäftigte in Berlin sind sich auch relativ einig, wenn es um Themen wie Gesundheit, Familie, Bildung und Selbstverwirklichung geht. Bemerkenswert ist, dass der Generation Y die Familienorientierung  bedeutsamer ist als den Babyboomern. Bei der Berufsorientierung ist jedoch der sichere Arbeitsplatz das einzige stärker ausgeprägte Merkmal der Babyboomer im Vergleich zur Generation Y, allerdings weniger stark ausgeprägt als im bundesweiten Durchschnitt. Der Generation Y sind Selbstverwirklichung und soziales Engagement laut Berliner Umfrage wichtiger als den Babyboomern.

Beim weiteren Vergleich fällt auf, dass die Babyboomer in Berlin einige Aspekte der Jüngeren fehleinschätzen. Spaß in der Arbeit, Karriere und hohes Einkommen – so lauten die Vorurteile der Babyboomer gegenüber der Generation Y. Beispielsweise beim Thema „hohes Einkommen“: Der Meinung der Älteren nach ist dieser Aspekt den Babyboomern äußerst wichtig, den Befragten der Generation Y selbst allerdings nicht so sehr. Nur etwas mehr als die Hälfte betrachten ein hohes Einkommen als wesentlich. Die Aspekte „Ein Beruf, bei dem man anderen helfen kann“ und „Ein Beruf, bei dem man Nützliches für die Allgemeinheit tun kann“ werden dagegen von den Babyboomern in Bezug auf die Generation Y stark unterschätzt. Richtig liegt die Generation der Babyboomer in Berlin bezogen auf ihre jüngeren Mitmenschen nur in den Kriterien „ein sicherer Arbeitsplatz“ und „eine Arbeit, die Spaß macht“.

Die Resultate der Berliner Umfrage sind wichtige Indikatoren für die Unternehmen der Region bei ihrer Unternehmensentwicklung. Deshalb betont Werner Mall, Leiter Prävention der AOK Nordost: „Die unterschiedliche Einschätzung der Generationen kann ein erfolgreiches Miteinander in Unternehmen behindern. Hier lohnt es sich, über die Ziele und Bedarfe der jeweils anderen Generation aufzuklären, zu werben und zu investieren. Damit könnte auch die Gewinnung von neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erleichtert werden. Altersgemischte Teams zu bilden hilft darüber hinaus den Wissenstransfer der Babyboomer zur Nachfolgegeneration zu ermöglichen. Dieser – auch demografischen – Herausforderung stellt sich die AOK Nordost mit derzeit acht Demografieberatern und steht auch hiermit zu Ihrem Engagement für die Unternehmen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.“

Zu weiteren Detailfragen der Berliner Umfrage steht Ihnen Werner Mall, Leiter Prävention der AOK Nordost, unter 0800 265080-26350 zur Verfügung.

* Der bundesweite Fehlzeitenreport ist unter wido.de/fzr_2014.html abrufbar.

 

 

 

 

Pressekontakt

Pressesprecherin der AOK Nordost
Gabriele Rähse
Telefon: 0800 265080-22202
Fax: 0800 265080-22926
E-Mail: presse@nordost.aok.de

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