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Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft am 12.-13. Juni in Rostock

Digitale Vernetzung fördert bessere Versorgung

Rostock, 11. Juni 2019. „Wie können wir auch morgen bestmöglich versorgen?“, lautet eine zentrale Frage bei der 15. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft, die morgen in Rostock beginnt. Zwei wichtige Schlüssel dazu liegen in der digitalen Vernetzung und der Förderung von Innovationen. Frank Michalak, Vorstand der AOK Nordost, verweist anlässlich der Branchenkonferenz auf eine politische Forderung und zwei Leuchtturmprojekte der Gesundheitskasse.

Fernbehandlungsverbot blockiert innovationsfreundliches Gesundheitswesen

„In Mecklenburg-Vorpommern steht eine abschließende Entscheidung zur Lockerung des Fernbehandlungsverbotes ein Jahr nach dem Beschluss der Bundesärztekammer leider immer noch aus“, sagt Frank Michalak. Dabei werden es aus Sicht des Vorstandes der AOK Nordost vor allem Flächenländer wie Mecklenburg-Vorpommern sein, die von der digitalen Transformation im Gesundheitswesen profitieren. „Das Festhalten an einem Fernbehandlungsverbot würde einen wichtigen Schritt hin zu einem innovationsfreundlicheren Gesundheitswesen blockieren“, so Michalak. Die AOK Nordost appelliert daher an die Entscheidungsträger, sich der Sache anzunehmen und die guten Erfahrungen, die im Großteil der Bundesrepublik bereits mit telemedizinischen Anwendungen gemacht werden, zu berücksichtigen. „Mit der Videosprechstunde im Centrum für Gesundheit in Berlin gehen wir bereits mit guten Beispiel voran“, so Michalak.

Die digitale Patientenakte am Stettiner Haff

Seit mehr als einem Jahr können AOK-Versicherte in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin vom Digitalen Gesundheitsnetzwerk profitieren, denn die Vernetzung zwischen Arzt und Patient wird bereits in zwei Pilotregionen von der AOK Nordost getestet: In Mecklenburg-Vorpommern sind zwei AMEOS-Kliniken sowie das regionale Arztnetz „HaffNet“ an dem Projekt beteiligt. Hier werden ca. 7.200 AOK-versicherte Patientinnen und Patienten betreut. Dabei stehen das Aufnahme- und Entlassmanagement in den beteiligten Kliniken sowie der Austausch von Dokumenten zwischen Kliniken und niedergelassenen Ärzten im Vordergrund. „Gerade in ländlichen Regionen ist die Vernetzung der Leistungserbringer elementar, um Versorgungsdefizite auszugleichen. Wir verbinden die ambulanten und stationären Sektoren unter Nutzung technischer Möglichkeiten“, sagt Frank Michalak. Das Konzept des Digitalen Gesundheitsnetzwerks beinhaltet auch eine digitale Akte, über die Versicherte medizinische Dokumente oder Informationen einsehen oder bereitstellen können. „Doch wir gehen weiter, indem wir auf einer Plattform alle Leistungserbringer sektorenübergreifend vernetzen und somit den Austausch von relevanten Informationen in den Mittelpunkt stellen. Das Ziel im Digitalen Gesundheitsnetzwerk ist es, niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser direkt anzubinden, um zusätzlichen Aufwand wie die Doppelerfassung und den händischen Versand von Daten zu vermeiden“, sagt Frank Michalak.

Gesundheitskasse entwickelt virtuellen Pflegeberater

Auch im Bereich Pflege gestaltet die Gesundheitskasse den digitalen Wandel mit. So wird im Rahmen des Projektes „Digitale Pflegeassistenz“ beispielsweise die virtuelle Pflegeberatung entwickelt, die pflegenden Angehörigen rund um die Uhr Zugang zu Informationen rund um die individuelle Pflegesituation erleichtern soll. Einen Einblick dazu bekommen Gäste der Nationalen Branchenkonferenz am Stand der AOK Nordost. „Wesentliche Ziele sind dabei, dass für pflegende Angehörige und Pflegebedürftige, aber auch für professionell Pflegende eine virtuelle Pflegeberatung 24 Stunden täglich an 365 Tagen im Jahr sichergestellt ist“, so Frank Michalak.  Darüber hinaus sollen Genehmigungen und die Inanspruchnahme von Pflegeleistungen durch die Digitalisierung beschleunigt werden.

Die AOK Nordost am 12. Juni auf der Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft

Tagesspiegel-Korrespondent Jürgen Zurheide im Gespräch mit Frank Michalak, Vorstand der AOK Nordost, Manon Austenat-Wied, Leiterin der Landesvertretung MV der Techniker Krankenkasse, Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit in MV, Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald und Prof. Dr. Tobias Schürholz, Professor für Anästhesiologie mit Schwerpunkt perioperative Intensivtherapie an der Universitätsmedizin Rostock.

Susanne Dolfen, Leiterin der Unternehmenseinheit Arzneimittelversorgung und des Projekts eLiSa, stellt innovative Ansätze der AOK Nordost vor.

Frank Michalak, Vorstand der AOK Nordost, Prof. Dr. Stephan Felix, Direktor der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin B der Universitätsmedizin Greifswald, Dr. Hans-Jürgen Wildau, Vice President Health Services der BIOTRONIK SE & Co. KG, Prof. Dr. Diethelm Tschöpe, Ärztlicher Direktor des Herz- und Diabeteszentrums Nordrhein-Westfalen, Daniel Cardinal, Leiter des Geschäftsbereichs Versorgungsinnovation der Techniker Krankenkasse

u.a. mit Hans-Joachim Fritzen, Leiter Unternehmenseinheit Pflege und designierter stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Nordost

Pressekontakt

AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
Matthias Gabriel
Pressesprecher
Tel.: 0800 265 080 – 22202
E-Mail: presse@nordost.aok.de