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Mobiles Herz-MRT jetzt auch in Neuruppin

„HerzCheck“ ermöglicht die Früherkennung der Herzinsuffizienz

Berlin/Neuruppin, 28. Oktober 2021. Rund 2,5 Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer sogenannten Herzschwäche. In Brandenburg sind im Vergleich zum Bundesdurchschnitt besonders viele Menschen daran erkrankt. Die Magnetresonanztomografie (MRT) ermöglicht eine frühzeitige Erkennung dieser gefährlichen Volkskrankheit, ist in Flächenländern häufig jedoch nur eingeschränkt verfügbar. Mit dem Projekt „HerzCheck“ werden MRT-Untersuchungen des Herzens auch in ländlichen Regionen Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns möglich gemacht: mithilfe mobiler MRT-Einheiten. Ein solcher MRT-Truck steht ab sofort an den Ruppiner Kliniken im brandenburgischen Neuruppin.

Ziel von „HerzCheck“ ist es, eine Herzinsuffizienz bei Risikopatientinnen und -patienten frühzeitig zu erkennen und so deren Prognose und Lebensqualität zu verbessern. Zudem können hohe Folgekosten einer erst spät diagnostizierten Herzinsuffizienz deutlich gesenkt oder sogar vermieden werden. Den Betroffenen bleiben belastende Krankenhausaufenthalte erspart.

Telemedizinische Befundung und anschließende Therapie-Empfehlung

Geschultes medizintechnisches Personal führt die MRT-Untersuchung in den mobilen Einheiten sicher und zuverlässig durch. Die Untersuchungsdaten werden dann unter Beachtung aller Datenschutzvorgaben online an das Deutsche Herzzentrum Berlin übermittelt und dort durch die Ärztinnen und Ärzte ausgewertet. Auf der Basis des Befundes erhalten die Patientinnen und Patienten sowie ihre behandelnden Ärztinnen und Ärzte Empfehlungen für die weitere Therapie. Ein Jahr nach der Erstuntersuchung wird der gesundheitliche Zustand aller Patientinnen und Patienten mit auffälligem Befund erneut untersucht und der Therapieerfolg wissenschaftlich evaluiert. Auch eine Teilgruppe mit unauffälligem Befund wird als Stichprobe erneut untersucht.

Wertvoller Beitrag zur Versorgungsforschung

„Das Projekt ermöglicht ein Screening von Risikopatientinnen und -patienten, das bislang nicht durchgeführt wurde“, erklärt Dr. Gunnar Pietzner, Geschäftsführer der Ruppiner Kliniken GmbH. „Damit leistet es einen wesentlichen Beitrag zur Grundlagen- und Versorgungsforschung. Wir freuen uns daher sehr, als Kooperationspartner dabei zu sein.“

Landrat Ralf Reinhardt nahm die Eröffnung des neuen „HerzCheck“-Standortes zum Anlass, den Projektpartnern für ihr Engagement in der Region zu danken: „Projekte, die der Früherkennung dienen und hochwertige Medizintechnik sowie spezielles Know-how vor Ort zur Verfügung stellen, leisten einen wertvollen Beitrag, die Menschen in unserem Landkreis vorbeugend medizinisch zu betreuen, um auch im höheren Alter gesund zu bleiben."

Das Projekt

Das Projekt „HerzCheck“ unter medizinischer Leitung des Deutschen Herzzentrums Berlin wird vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) mit über 7 Millionen Euro gefördert. Konsortialpartner sind die AOK Nordost ­­– die Gesundheitskasse, die medneo Deutschland GmbH als Betreiberin der mobilen MRT-Systeme und der IT-Technologie, das Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen, die Universitätsmedizin Göttingen, die Universitätsklinik Köln sowie das Universitätsklinikum Heidelberg.

Pressekontakt

AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
Pressesprecher Matthias Gabriel
Telefon: 0800 265080-22202
E-Mail: presse@nordost.aok.de