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Mit „Selbsthilfealkohol“ weniger trinken

Ein hoher Alkoholkonsum wird meist nur mit dem Risiko einer Suchterkrankung und seinen körperlichen und psychosozialen Folgen in Verbindung gebracht.

Gemeinsames Onlineprogramm der AOK Nordost und der Salus-Klinik

Potsdam 5. Juli 2016. Ein Glas Wein oder ein Bier, für viele gehört der regelmäßige Genuss von Alkohol einfach dazu. Doch der Weg hin zur Abhängigkeit ist ein schleichender und wird mit der damit verbundenen Gefährdung oft gar nicht erkannt.

Wer täglich mehr als ein Glas Wein oder eine große Flasche Bier trinkt, zählt zu den rund 7,3 Millionen Deutschen (14,2 Prozent), die nach Schätzung von Fachleuten einen riskanten Alkoholkonsum aufweisen. Davon gelten schon 1,8 Millionen als alkoholabhängig.

Mit dem kostenlosen Onlineprogramm „Selbsthilfealkohol“ bieten die AOK Nordost und die Salus-Klinik für Psychosomatik und Sucht in Lindow (Brandenburg) nun konkrete Hilfen für Menschen, die ihren Alkoholkonsum verändern möchten.

Nach Selbsttest folgt sechswöchige Betreuung

Die Teilnehmer können wählen, ob sie durch das anonyme Programm ihren Alkoholkonsum reduzieren oder stoppen wollen.

„Selbsthilfealkohol“ beginnt mit einem Selbsttest, dauert sechs Wochen und bietet regelmäßige Betreuung unter anderem durch ein Onlinetagebuch und einen Experten, der individuelle Hilfestellungen gibt.

In einem Forum können sich die Teilnehmer auch nach Abschluss des Programms über ihre Fortschritte und Erfahrungen austauschen. Mit dem Programm sollen Menschen erreicht werden, bevor sie unter den gesundheitlichen Folgen eines riskanten Alkoholkonsums leiden oder in eine Alkoholabhängigkeit geraten.

Als Ersatz für eine Suchttherapie ist „Selbsthilfealkohol“ allerdings nicht geeignet.

Programm wirbt für bewussteren Alkoholumgang

Zu den gesundheitlichen Folgen eines riskanten Alkoholkonsums zählt eine Vielzahl von somatischen und psychischen Erkrankungen. Zu diesen gehören Erkrankungen der Leber, der Lunge, des Magen-Darm-Traktes, der Bauchspeicheldrüse, neurologische Störungen (z.B. Schlaganfall) Herz-Kreislauf- sowie diverse Krebserkrankungen, Bluthochdruck und Ernährungsstörungen.

Ein hoher Alkoholkonsum wird in der Allgemeinheit meist ausschließlich mit dem Risiko einer Suchterkrankung und seinen körperlichen und psychosozialen Folgen in Verbindung gebracht. Weniger im Bewusstsein ist die Wirkung eines – sozial meist unauffälligen – regelmäßigen Risikokonsums.

Vor diesem Hintergrund möchten die AOK Nordost und die Salus-Klinik nicht nur Menschen mit riskantem Alkoholkonsum ansprechen, sondern generell für einen bewussteren Umgang mit Alkohol sensibilisieren und mit dem Onlineprogramm „Selbsthilfealkohol“ ein qualifiziertes internetgestütztes Angebot zur Reduzierung des Alkoholkonsums bereitstellen.

Pressekontakt

AOK Nordost - Die Gesundheitskasse
Pressesprecherin Gabriele Rähse
Telefon: 0800 265 080 - 22202
presse@nordost.aok.de