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Der Innovationsfonds – Innovative Projekte zur medizinischen und pflegerischen Versorgung

Die AOK Nordost engagiert sich mit einer Vielzahl von Projekten für eine bessere medizinische Betreuung von Patienten. Im Rahmen des Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) unterstützt sie Forschungsprojekte und neue Versorgungsformen, die über die bisherige Regelversorgung hinausgehen.

Herausforderungen in der medizinischen und pflegerischen Versorgung

Zukünftig steht die medizinische und pflegerische Versorgung vor vielfältigen Herausforderungen. Zu diesen gehört eine älter werdende Gesellschaft mit zunehmend chronischen Krankheitsbildern. Menschen mit bestimmten Erkrankungen oder solche, die im ländlichen Raum leben, haben schon heute oft Schwierigkeiten, die richtige medizinische und pflegerische Versorgung in ihrer Nähe zu erhalten.

Das erfordert innovative Ansätze, die über die bisherige Regelversorgung hinausgehen und sich auch die Errungenschaften des technologischen Fortschritts zu Nutze machen. Der Gemeinsame Bundesausschuss erhielt dazu mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz den Auftrag, neue Versorgungsformen und Versorgungsforschungsprojekte zur Verbesserung der bestehenden Versorgung zu fördern.

Im Mittelpunkt steht hierbei die Sicherstellung und Weiterentwicklung einer gut erreichbaren Versorgung für alle Versicherten auf hohem Niveau, die auch in Zukunft bestehen kann.

Die Innovationsfondsprojekte sind für einen Zeitraum von drei bis vier Jahren angelegt und werden durch eine unabhängige Stelle wissenschaftlich begleitet. Stellen sich die Projekte als erfolgreich heraus, sollen diese anschließend in die Regelversorgung übernommen werden.

Geförderte Projekte

Die AOK Nordost engagiert sich mit einer Vielzahl von Projekten für eine bessere medizinische und pflegerische Versorgung ihrer Versicherten.

Insgesamt werden derzeit 20 Projekte mit Beteiligung der AOK Nordost gefördert. Darunter befinden sich neun neue Versorgungsformen und elf Projekte, die sich der Versorgungsforschung widmen.

Projekte zu neuen Versorgungsformen

Notfallversorgung in Nord-Ost-Deutschland mit telemedizinischer Unterstützung

ANNOTeM ist die Abkürzung für „Akutneurologische Versorgung in Nordostdeutschland mit telemedizinischer Unterstützung“. Akute neurologische Krankheiten, wie Schlaganfall oder epileptische Anfälle gehören zu den häufigsten Ursachen für bleibende Schäden. Die Krankheitsanzeichen treten meist plötzlich auf. Entscheidend für den Behandlungserfolg ist die schnelle Einleitung der richtigen Behandlung. Besonders in ländlich geprägten Gebieten ist die fachspezifische Notfallversorgung vor Ort aber nicht immer gewährleistet.

Im Projekt ANNOTeM wird ein telemedizinisches Netzwerk aufgebaut, in dem Fachärzte weit weg vom Geschehen die regionalen Notfallambulanzen bei Diagnose und ersten Behandlungsschritten unterstützen. Die Fachärzte können sich zum Beispiel durch Videotelefonie ein Bild von der Situation machen, denn akute neurologische Symptome wie Lähmungen, Sprach- und Bewusstseinsstörungen lassen sich so besser beurteilen.

Das Netzwerk hilft ausgewählten Kliniken mit einem rund-um-die-Uhr aktiven Telemedizindienst. Versicherten, die mit einem epileptischen Anfall in einer der teilnehmenden Kliniken eingewiesen werden, wird darüber hinaus eine tele-epileptologische Beratung angeboten. Diese führt ein spezialisierter Arzt einer Epilepsieklinik durch.

Die AOK Nordost ist gemeinsam mit weiteren Partnern beteiligt am ANNOTeM-Projekt. Geleitet wird das Projekt von der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Mehr zum ANNOTeM-Projekt

Individuelle Betreuung und Begleitung von Herzpatienten in Berlin

Vier von zehn Todesfällen in Deutschland sind derzeit auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen. Besonders nach einem Krankenhausaufenthalt haben es die Patientinnen und Patienten oft schwer, die richtigen Angebote für die Weiterbehandlung zu finden. Das Projekt Cardiolotse richtet sich an Patienten, die an einer chronischen Herzerkrankung leiden und wird in ausgewählten Vivantes-Standorten in Berlin durchgeführt. Medizinisches Fachpersonal mit einer entsprechenden Zusatzqualifikation, sogenannte Cardiolotsen, begleiten die Patienten persönlich und telefonisch während und nach einem stationären Klinikaufenthalt. Es werden beispielsweise Beratungen durchgeführt oder Therapieziele engmaschig im Auge behalten. Gesundheitlich kritische Situationen sollen damit frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Gleichzeitig erfahren die Patienten, wie sie Hilfsangebote wie Bewegungskurse oder Selbsthilfegruppen in Anspruch nehmen können. Mit den Cardiolotsen wird so der Ansatz der „sprechenden Medizin“ verfolgt. Ziel ist, jedem Patienten Zugang zu einer guten medizinischen Versorgung zu ermöglichen, unabhängig von seiner persönlichen Situation.

Die AOK Nordost leitet das Cardiolotsen-Projekt. Projektpartner sind die Vivantes – Netzwerk für Gesundheit GmbH und die Ludwig-Maximilians-Universität, die das Projekt wissenschaftlich begleitet.

Mehr zum Cardiolotsen-Projekt

Telemedizinische Versorgung von chronischen Herzpatienten in Mecklenburg-Vorpommern

Herzerkrankungen stellen in Deutschland die häufigste Todesursache dar. Gerade bei akuten Herzproblemen ist eine schnelle Behandlung der Patienten entscheidend. Im ländlichen strukturschwachen Raum von Mecklenburg-Vorpommern ist es aber schwierig, die Versorgung von Herzkranken sicherzustellen. Hier sind die Wege zum Facharzt weit und die Wartezeiten auf einen Termin oft sehr lang.

Ziel des Projektes „HerzEffekt MV“ ist die bessere Versorgung und Steigerung der Lebensqualität von chronisch herzkranken Patienten in Mecklenburg-Vorpommern. Sie sollen durch die Entwicklung und den Aufbau eines sektorenübergreifenden Versorgungszentrums (sogenannte Care-Center) einen Zugang zur spezialisierten Medizin erhalten.

Im Mittelpunkt von HerzEffekt MV steht das Care-Center mit Sitz an der Universitätsmedizin Rostock. Dort laufen die Gesundheitsdaten der Herzpatienten zusammen, die über telemedizinische Geräte in der Häuslichkeit erfasst werden. Fallmanager überwachen im Care-Center die Messwerte und greifen bei Auffälligkeiten umgehend ein.

Verschlechterungen sollen so früh erkannt und Notfallsituationen vermieden werden. Weiterhin werden alle Behandler des Patienten, welche oftmals räumlich voneinander entfernt agieren, über das Care-Center vernetzt: vom Hausarzt über den niedergelassenen Kardiologen bis hin zum Krankenhaus. Dadurch können wichtige Informationen besser untereinander ausgetauscht werden. Die Behandlung schafft außerdem mehr Transparenz für Ärzte und Patienten.

Das Projekt HerzEffekt MV wird von der Universitätsmedizin Rostock Versorgungsstrukturen GmbH geleitet, die AOK Nordost ist gemeinsam mit weiteren Partnern am Projekt beteiligt.

Mehr zum Projekt HerzEffekt MV

Vernetzte Versorgung im Mittelbereich Templin

Der Mittelbereich Templin befindet sich in der Uckermark im Land Brandenburg. Die Region ist durch den demographischen Wandel sowie durch rückläufige Bevölkerungszahlen insbesondere jüngerer Menschen geprägt. Chronische Krankheiten und Mehrfacherkrankungen nehmen stetig zu. Dadurch verändern sich die Ansprüche an die medizinische und pflegerische Versorgung der Bevölkerung.

Das Projekt IGiB-StimMT will auf diese Veränderungen reagieren und die regionalen Versorgungsstrukturen und -prozesse im Mittelbereich Templin auf die Bedarfe der dort lebenden Menschen zuschneiden. Im Mittelpunkt steht dabei die individuelle Betreuung und persönliche Begleitung. Im Krankenhaus Templin wurde ein Ambulant-Stationäres-Zentrum (ASZ) eingerichtet. Patienten sollen dort eine fachübergreifende, gut abgestimmte ärztliche Behandlung erhalten. Das zusätzlich eingerichtete Koordinierungs- und Beratungszentrum hilft den Bewohnern im Mittelbereich Templin und steht den Anwohnern für Fragen rund um die Gesundheit, Pflege und Rehabilitation zur Verfügung. Dort erfahren die Patienten auch, wie der Einsatz moderner Technik sie im Alltag unterstützen kann. Das Projekt soll unter anderem die Zusammenarbeit zwischen Haus- und Fachärzten verbessern, Möglichkeiten zur schnelleren Diagnostik schaffen, die Koordination der Therapien reibungsloser gestalten und zusätzliche Versorgungsangebote etablieren. Die AOK Nordost ist gemeinsam mit weiteren Partnern am Projekt beteiligt.

Mehr zum Projekt IGiB-StimMT

Unterstützende Intensivprophylaxe für Kinder mit zahnärztlicher Sanierung unter Narkose

IpKiSun ist die Abkürzung für Intensivprophylaxe für Kinder mit zahnärztlicher Sanierung unter Narkose.

Die sogenannte frühkindliche Karies kann meist nur mit hohen Kosten unter Narkose behandelt werden. Dabei werden die chirurgischen Leistungen sowie die Narkose von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen. Die eigentlichen Ursachen der erhöhten Kariesaktivität sind aber selten Teil der Behandlung und Beratung. Daher laufen die Kinder Gefahr, auch nach der Behandlung wieder Karies zu entwickeln.

Ziel dieses Angebotes ist es, die Mundgesundheit der betroffenen Kinder durch schon bestehende Vorsorgeleistungen nachhaltig zu verbessern. Dafür werden Kindern im Alter von zwei bis fünf Jahren und deren Eltern zwei zusätzliche exklusive Intensivprophylaxen angeboten, einmal vor der Narkose und eine weitere beim Nachsorgetermin. Diese sind speziell zugeschnitten auf kleine Patienten, die ein hohes Risiko haben an Karies zu erkranken.

Die AOK Nordost ist gemeinsam mit weiteren Partnern am IpKiSuN-Projekt beteiligt. Die Universität Greifswald leitet das Projekt.

Mehr zum Projekt IpKiSuN

Telemedizinische Notfallversorgung in Vorpommern-Greifswald

Die Zahl der alarmierten Notärzte ist in den letzten Jahren immer weiter angestiegen. Besonders im ländlichen Raum wird die Sicherstellung einer flächendeckenden notfallmedizinischen Versorgung zusehends schwieriger, da deutschlandweit immer weniger Notärzte zur Verfügung stehen.

Im Projekt Land|Rettung wurden verschiedene Elemente zur Verbesserung der notfallmedizinischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt. Das Kernstück bildet der Tele-Notarzt, welcher mit Hilfe moderner technischer Methoden die Arbeit der Rettungskräfte unterstützt, wenn diese vor dem Notarzt eintreffen. Die speziell dafür ausgestatteten Rettungswagen verfügen über Bild- und Tontechnik, sodass der Telenotarzt die Situation beurteilen kann ohne selbst vor Ort zu sein.

Weiterhin sollen im Rahmen des Projektes möglichst viele Menschen in der Durchführung von Wiederbelebungsmaßnahmen geschult werden (Laienreanimation) und ein Netzwerk von ehrenamtlichen Ersthelfern („Land|Retter“) entstehen. Die „Land|Retter“ werden durch die Leitstelle, in der der Notruf eingeht, koordiniert. Mit Hilfe einer App werden die Ersthelfer von der Leitstelle lokalisiert und zum Einsatzort geleitet. Die Laienreanimation können alle Menschen der Region in kostenlosen Schulungen erlernen, „Land|Retter“ kann jeder Bürger mit medizinischer Ausbildung werden, aber auch aktive Mitglieder der DLRG. Die Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst und kassenärztlichem Notdienst soll effizienter genutzt werden, um Synergieeffekte zu heben.

Die AOK Nordost ist gemeinsam mit weiteren Partnern als Kooperationspartner am Projekt beteiligt. Geleitet wird das Projekt vom Landkreis Vorpommern-Greifswald.

Mehr zum Projekt Land|Rettung

Optimierte Arzneimittelversorgung pflegebedürftiger Patienten

Arzneimittel können ein längeres Leben ermöglichen. Gleichzeitig kann die Kombination von vielen Arzneimitteln schwerwiegende Erkrankungen auslösen. Gerade bei pflegebedürftigen Senioren werden die Dimensionen dieser Ereignisse stark unterschätzt. Zu den unerwünschten Arzneimittelereignissen (UAE) von pflegebedürftigen Senioren gehören insbesondere Stürze, Kognitionsstörungen, Inkontinenz oder Magenbluten. Bis zu 30 Prozent der pflegebedürftigen Senioren in Deutschland leiden unter gravierenden Erkrankungen, die arzneimittelbedingt ausgelöst werden. Studien belegen, dass circa zwei Drittel der UAE vermieden oder vermindert werden können.

Das OAV-Projekt bietet daher ein neues Programm zur Verbesserung der Arzneimittelversorgung an. Es richtet sich an pflegebedürftige Menschen, die in einer stationären Einrichtung leben oder zu Hause durch einen Pflegedienst betreut werden, von dem sie auch ihre Medikamente erhalten. Das Projekt erprobt eine neue Form der Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen Pflegefachkräften, Apothekern und Ärzten. Durch die Weitergabe von Erfahrungen und Erkenntnissen sollen unerwünschte Arzneimittelereignisse vermieden werden. Zusätzlich wird das Team durch ein technisches System unterstützt, das Risikoprofile für die Pflegebedürftigen erstellt. Zusammen mit der Bewertung durch den Apotheker und den Beobachtungen der Pflegefachkraft erhält der Arzt Vorschläge zur Änderung der Arzneimitteltherapie. Auf dieser Basis kann der Arzt seine Entscheidung treffen. Die neue Versorgungsform wird in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen durchgeführt.

Die AOK Nordost leitet das OAV-Projekt. Projektpartner sind die Apothekenkammer Nordrhein, Gero PharmCare, die Universität Witten/Herdecke, die VIACTIV Krankenkasse und die TU Berlin, die das Projekt evaluiert.

Mehr zum OAV-Projekt

Smartphone-gestützte Migränetherapie

Weltweit leiden 15 bis 25 Prozent aller Frauen und circa 6 bis 8 Prozent der Männer unter einer Migräne. Die Schmerzerkrankung führt häufig zu einer starken Einschränkung der Lebensqualität und beeinträchtigt die Teilhabe am alltäglichen Leben.

Um die Beschwerden möglichst gering zu halten, kann eine vorbeugende Behandlung der Migräne erfolgen. Diese besteht einerseits aus der medikamentösen Therapie, andererseits aus nicht-medikamentösen Maßnahmen wie Ausdauersport, Entspannungstechniken und verhaltenstherapeutischen Verfahren. Oft ist es schwierig, ärztliche Kopfschmerzexperten und spezialisierte Therapeuten in Wohnortnähe zu erreichen. Die Verfügbarkeit dieser Experten ist im ländlichen Raum besonders eingeschränkt, sodass eine ausreichende Behandlung nicht immer möglich ist.

In dem Projekt SMARTGEM soll allen Betroffenen mit häufiger Migräne ein guter Zugang zu spezialisierter Medizin ermöglicht werden. Dazu wurde eine Smartphone-App (M-sense) entwickelt, in der die Patienten ihre Kopfschmerzen dokumentieren. Patienten und Ärzte können so herausfinden, in welchen Situationen die Migräne am häufigsten auftritt und was sie dagegen tun können. Die Patienten werden dann beispielsweise in der Durchführung von Entspannungsverfahren und Ausdauersport unterstützt. Die App soll zusätzlich individuelle verhaltenstherapeutische Ansätze zum besseren Umgang mit der Erkrankung vermitteln. Um die Kommunikation zwischen Patient und Arzt zu vereinfachen, haben die Patienten die Möglichkeit, auch ärztlich moderierte Foren und Expertenchats zu besuchen.

Darüber hinaus werden sogenannte telemedizinische Netzwerke zwischen den Ärzten genutzt. Darin können sich Fachärzte der klinischen Kopfschmerzambulanzen und die behandelnden Ärzte in Abstimmung mit den betroffenen Patienten anhand der App-Daten miteinander austauschen und zur Therapie schneller abstimmen.

Die AOK Nordost ist gemeinsam mit weiteren Partnern am SMARTGEM-Projekt beteiligt. Geleitet wird das Projekt von der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Teilnehmende Versicherte der AOK Nordost können entweder von der Universitätsmedizin Rostock oder von der Charité in Berlin betreut werden.

Mehr zum Projekt SMARTGEM

Koordinierte Hilfe für Menschen mit seltenen Erkrankungen

In Europa wird eine Erkrankung als selten eingestuft, wenn nicht mehr als fünf von 10.000 Menschen darunter leiden. Anders als ihr Name vermuten lässt, kommen seltene Erkrankungen aber häufig vor. Es gibt über 8.000 seltene Erkrankungen und allein in Deutschland sind mehrere Millionen Patienten betroffen.

Seltene Erkrankungen werden häufig erst spät erkannt, was zur Folge hat, dass die Betroffenen lange nicht die richtige Behandlung erhalten. Der Weg zur Diagnose ist für sie geprägt von Ungewissheit und vielen ärztlichen Untersuchungen, die oft ohne Ergebnis bleiben.

Das Projekt möchte eine angemessene Versorgung für Betroffene von angeborenen Erkrankungen erreichen. Das wichtigste Ziel ist, die Zeit bis zur Diagnose und richtigen Behandlung zu verkürzen und die Patienten persönlich zu betreuen und zu begleiten. Zudem soll der Übergang von der Kinder- und Jugend- in die Erwachsenenmedizin besser gestaltet werden.

Das Projekt erprobt eine neue Art der Zusammenarbeit mit dem Wissen und den Erfahrungen der deutschlandweit neun Zentren für seltene Erkrankungen und setzt die im Nationalen Aktionsbündnis für Menschen mit seltenen Erkrankungen erarbeiteten Strukturen und Maßnahmen ein. Als wichtigste Maßnahmen werden interdisziplinäre Fallkonferenzen durchgeführt, die zum Teil mit Experten aus ganz Deutschland stattfinden. Sie sollen sowohl die Diagnosestellung als auch die Behandlung unklarer Fälle verbessern. Hierbei kommen unter anderem auch neue genetische Diagnostiktechniken zum Einsatz.

Die AOK Nordost ist gemeinsam mit weiteren Partnern am Projekt TRANSLATE NAMSE beteiligt. Die Charité – Universitätsmedizin Berlin leitet das Projekt.

Mehr zum Projekt TRANSLATE NAMSE

Projekte zur Versorgungsforschung

AHeaD Studie – Künftige Aufgabenteilung von Pflegefachpersonen und Hausärzten in der ambulanten Demenzversorgung: Aufgaben, Akzeptanz, Qualifikation

Die Studie untersucht, wie künftig mit einer veränderten Arbeitsteilung von Pflegefachpersonen und Hausärzten die ambulante Versorgung von Menschen mit Demenz gestaltet werden kann. Ziel der Studie ist es, die Aufgabenneuverteilung von Pflegefachpersonen und Hausärzten für die ambulante Demenzversorgung zu spezifizieren und die Ergebnisse für die Entwicklung eines Versorgungskonzeptes zu nutzen. Die Untersuchung erfolgt mit Hilfe einer Befragung von Hausärzten, Dementia Care Managern, Menschen mit Demenz und Angehörigen, die bereits Erfahrungen mit dem Dementia Care Management Konzept gemacht haben bzw. dieses nutzen konnten, das am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen entwickelt und evaluiert wurde. Zum Vergleich möglicher Bewertungsunterschiede hinsichtlich der Arbeitsteilung zwischen Pflegefachpersonen und Hausärzten werden ebenfalls Hausärzte, Pflegefachpersonen, Menschen mit Demenz und Angehörige eingeschlossen, die bislang keine Erfahrungen mit dem Dementia Care Management haben und damit die Regelversorgung repräsentieren.

Die AOK Nordost ist gemeinsam mit weiteren Partnern an der AHeaD Studie beteiligt. Das Institut für Community Medicine an der Universitätsmedizin Greifswald leitet das Projekt.

Mehr zur AHeaD Studie

COFRAIL – Familienkonferenzen bei Frailty: Erhöhung der Patientensicherheit durch gemeinsame Priorisierung

In diesem Projekt soll erforscht werden, ob durch den Einsatz von Familienkonferenzen die Versorgung von „Frailty-Patienten“ verbessert werden kann. Das geriatrische Frailty-Syndrom bezeichnet einen Zustand körperlicher Gebrechlichkeit, der mit verminderter Lebenserwartung, vermehrter Einnahme von Medikamenten, Verwirrtheitszuständen, Stürzen und Krankenhauseinweisungen verbunden sein kann. Familienkonferenzen könnten dafür ein vielversprechender Ansatz sein. Mit Hilfe von Familienkonferenzen soll ein gemeinsamer Beschluss von Hausarzt, Patient, pflegenden Angehörigen und ggf. Pflegediensten darüber gefasst werden, welche medizinischen Maßnahmen weitergeführt oder ergriffen werden sollen und auf welche Maßnahmen und ggf. Medikamente verzichtet werden kann.

Die AOK Nordost ist gemeinsam mit weiteren Partnern am Projekt COFRAIL beteiligt. Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf leitet das Projekt.

Mehr zum Projekt COFRAIL

DEMAND – Implementierung einer standardisierten Ersteinschätzung als Basis eines Demand Managements in der ambulanten Notfallversorgung

Ziel des Projekts ist es, die von den Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) und Krankenhäusern bereitgestellten Ressourcen zur Notfallversorgung effizienter zu nutzen und so die Versorgung von Patienten mit akuten Behandlungs- und Beratungsbedürfnissen zu verbessern. Dabei wird ein Konzept zur gezielten Steuerung von Patienten mit akutem Beratungs- und Behandlungsbedürfnis („Demand Management“) an den relevanten Erstkontaktstellen im KV-Bereich (Notaufnahme, Notdienstpraxis, Rufnummer 116 117) entwickelt. Mit dem Einsatz eines softwarebasierten Instruments zur standardisierten Ersteinschätzung von Patientenanliegen sollen die Notaufnahmen entlastet und Patienten mit nicht schwerwiegenden Beratungsanlässen besser in eine bedarfsgerechte Versorgung im ambulanten Sektor gesteuert werden.

Die AOK Nordost ist gemeinsam mit weiteren Partnern am Projekt DEMAND beteiligt. Das aQua-Institut leitet das Projekt.

Mehr zum Projekt DEMAND

EPIVAEvaluation Pädiatriezentrierte Integrierte Versorgung AOK-Junior

Das Gesundheitsprogramm „AOK Junior“ ergänzt die Regelversorgung für AOK-Versicherte bis zum vollendeten 18. Lebensjahr in Zusammenarbeit mit qualifizierten Kinder- und Jugendärzten. Der Schwerpunkt des Programms liegt auf Vorsorge, Früherkennung und Prävention mit dem Ziel, die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu erhalten sowie Krankheiten rechtzeitig zu erkennen und vorzubeugen. Die Evaluation untersucht unter anderem, inwieweit Erkrankungen durch das Programm im Vergleich zur Regelversorgung früher erkannt werden und welche Vor- und Nachteile die Beteiligten (Versicherte und Leistungserbringer) wahrnehmen. Das Ziel ist die Ableitung von Handlungsempfehlungen für eine Weiterentwicklung des Programmes.

Das Projekt EPIVA wird von der AOK Nordost geleitet. Projektpartner ist die Medizinische Hochschule Hannover.

Mehr zum Projekt EPIVA

ESC+Evaluation des bestehenden Selektivvertrages careplus

Das Programm „careplus“ soll die Versorgungs- und Lebensqualität von Versicherten in vollstationären Pflegeeinrichtungen verbessern. Im Mittelpunkt des Programmes steht die Zusammenarbeit von unterschiedlichen Professionen mit dem Ziel, Leistungen der Krankenversicherungen mit Pflegeleistungen aufeinander abzustimmen. Dabei wird eine optimale Vernetzung von allen an der Versorgung von Pflegeheimbewohnern beteiligten Akteuren angestrebt. Das Projekt analysiert unter anderem, ob das Programm zu einer Verringerung an Krankenhauseinweisungen und zu einer Verbesserung der medizinischen Versorgung führt. Das Ziel ist es, anhand der Ergebnisse Handlungsempfehlungen für eine Weiterentwicklung des Programmes careplus abzuleiten.

Die AOK Nordost ist gemeinsam mit weiteren Partnern am Projekt ESC+ beteiligt. Die ARBUMA Consulting GmbH leitet das Projekt.

Mehr zum Projekt ESC+

iKNOW – Entwicklung und Evaluation eines online-gestützten Beratungstools für BRCA1/2-Mutationsträgerinnen

Frauen mit Erbgutveränderungen in den Genen BRCA1 oder BRCA2 haben ein deutlich erhöhtes Risiko an Brust- oder Eierstockkrebs zu erkranken. Nach dem Gentestergebnis befinden sich Frauen häufig in einer psychisch belastenden Ausnahmesituation, in der sie gleichzeitig komplexe Informationen verstehen und schwerwiegende Entscheidungen treffen müssen. Hier setzt das Projekt iKNOW an. Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Evaluation eines online-gestützten Beratungstools für die individuelle Aufklärung von betroffenen Frauen.

Die AOK Nordost ist gemeinsam mit weiteren Partnern am Projekt iKNOW beteiligt. Die Klinik für Gynäkologie mit Brustzentrum an der Charité – Universitätsmedizin Berlin leitet das Projekt.

Mehr zum Projekt iKNOW

MEHIRA – Gestuftes Versorgungsmodell zur Förderung der mentalen Gesundheit von Flüchtlingen

Projektziel ist die Überprüfung eines Modells zur effektiveren Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen mit affektiven Störungen im Jugend- und Erwachsenenalter. Die dabei verfolgte zentrale Forschungsfrage lautet, ob sich mithilfe einer zielgruppenadaptierten, kultursensiblen Diagnostik, Indikationsstellung und Therapie innerhalb eines leitlinien-konformen, gestuften und partizipativen Versorgungsmodells die Versorgung dieser Patientengruppe verbessern lässt. Gleichermaßen soll überprüft werden, ob das vorgeschlagene Versorgungsmodell geeignet ist genannte Patientinnen und Patienten mit niedrigschwelligen Angeboten kosteneffektiver zu versorgen.

Das über die Projektlaufzeit hinausgehende längerfristige Ziel des interdisziplinären und fachübergreifenden Projekts ist, die gewonnenen Erkenntnisse in die Versorgungsroutine der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) auch für die Behandlung von anderen psychischen Störungen bei Flüchtlingen sowie darüber hinaus für weitere Patientenpopulationen mit eingeschränktem Zugang zum Gesundheitssystem wie zum Beispiel Migranten oder Menschen in ländlichen Regionen einfließen zu lassen.

Die AOK Nordost ist gemeinsam mit weiteren Partnern am Projekt MEHIRA beteiligt. Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin leitet das Projekt.

Mehr zum Projekt MEHIRA

NoMig - Notfallversorgung von Migranten und Geflüchteten

Ziel des Projektes ist die Erforschung der Inanspruchnahme von Notfallambulanzen durch Migranten und Geflüchtete. Dazu sollen Beweggründe von Patienten mit und ohne Migrationshintergrund für die Nutzung von Notfallambulanzen erfasst und analysiert sowie Informationsbedürfnisse, optimierte Strukturen und Einflussmöglichkeiten auf das Inanspruchnahmeverhalten identifiziert werden. Zur systematischen Erfassung der Kenntnisse, Beweggründe und Erwartungen von Geflüchteten aus Bürgerkriegsregionen sollen zusätzlich Teilnehmer von Integrationskursen in Form strukturierter muttersprachlicher Interviews befragt werden.

Die AOK Nordost ist gemeinsam mit weiteren Partnern am Projekt NoMig beteiligt. Die bbw Hochschule Berlin leitet das Projekt.

Mehr zum Projekt NoMig

Notfall- und Akutversorgung Brandenburg – Bestandsaufnahme und Weiterentwicklung der Notfall- und Akutversorgung im Land Brandenburg

Ziel des Projektes ist es, unter Einbezug der drei Säulen der Notfallversorgung – Notaufnahmen der Krankenhäuser, Rettungsdienst und kassenärztlicher Bereitschaftsdienst, – die Notfallversorgung im Land Brandenburg weiterzuentwickeln. In einem ersten Schritt wird eine Bestandsaufnahme und Bewertung der aktuellen Notfallversorgung im Land Brandenburg erfolgen. Anschließend werden regionale Modellansätze überprüft. Im Ergebnis sollen Konzepte und Maßnahmen für eine sektorenübergreifende Versorgung, das heißt die Verzahnung der Notaufnahmen, Rettungsdienst und kassenärztlichem Bereitschaftsdienst, entwickelt werden.

Die AOK Nordost ist gemeinsam mit weiteren Partnern am Projekt Notfall- und Akutversorgung Brandenburg beteiligt. Die CSG Clinische Studien Gesellschaft mbH leitet das Projekt.

Mehr zum Projekt Notfall- und Akutversorgung Brandenburg

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