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Innovativer Versorgungsansatz bei Operationen nach Sport-Unfällen

ukb und AOK Nordost setzen auf neuartige Bio-Implantate

03.02.2016

Berlin. Metall, das zu Knochen wird – im Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) keine Zukunftsmusik, sondern zukünftig Alltag im OP: Demnächst werden hier AOK-Versicherte bei einem Handknochenbruch mit selbstauflösenden Bio-Schrauben versorgt.

Schrauben im Körper waren lange Zeit die Regel, um gebrochene Knochen wieder zu stabilisieren. Das ukb und die AOK Nordost gehen neue Wege: Statt wie üblich den Knochen mit Stahl oder Titan zu halten, kommen nun Bio-Schrauben aus Magnesium zum Einsatz. Im Rahmen der AOK-Kooperation mit dem Gesundheitszentrum am ukb können eingeschriebene AOK-Versicherte ab diesem Jahr von diesen neuartigen Implantaten profitieren, deren Einsatz die Gesundheitskasse komplett übernimmt.

„Die Vorteile liegen auf der Hand: Magnesiumschrauben sind metallisch stabil, lösen sich im menschlichen Körper komplett auf und müssen später nicht wieder entfernt werden. Das erspart dem Patienten eine zweite Operation, wodurch sich wiederum Infektions- und Narkoserisiko minimieren“, so Prof. Andreas Eisenschenk, Chefarzt der ukb-Abteilung für Hand-, Replantations- und Mikrochirurgie.

Je nach Schraubengröße beginnen sich die Bio-Schrauben nach etwa sechs bis acht Wochen aufzulösen. „Der gesamte Prozess dauert bis zu drei Jahren. Dabei bauen sich die Implantate über verschiedene Zwischenstufen zu körpereigenem Knochengewebe um“, erläutert Prof. Martin H. Kirschner, Medizinischer Vorstand der Syntellix AG, dem Unternehmen, das die Bio-Schrauben entwickelt hat. Das Implantat besteht zu über 90 Prozent aus Magnesium. Andere Komponenten sind nur in Spuren vorhanden und sind u.a. für die Stabilität notwendig. Die Bio-Schrauben werden seit knapp drei Jahren bislang vor allem für orthopädische Korrekturen oder bei Brüchen von Fuß- und Handknochen eingesetzt.

Versorgung von typischen Knochenbrüchen bei Sportlern im Fokus

Die AOK Nordost und das ukb werden ihre Erfahrungen zunächst bei der Versorgung so genannter Skaphoid-Frakturen sammeln. Das sind Brüche des Handwurzelknochens, die häufig bei Funsportlern wie Skate- und Snowboardern oder Bikern vorkommen. „Wird bei AOK-Versicherten in der ambulanten Versorgung oder in der Rettungsstelle am ukb ein solcher Bruch festgestellt, werden sie – von der Anamnese bis zur Nachbehandlung – reibungslos und umfänglich chirurgisch versorgt“, so Harald Möhlmann, Geschäftsführer Versorgungsmanagement der AOK Nordost.

Dazu hat die Krankenkasse einen Vertrag zur integrierten Versorgung mit dem ukb geschlossen, das in unmittelbarer Nähe zum Krankenhaus ein Gesundheitszentrum mit Poliklinik, niedergelassenen Ärzten und Therapiezentrum betreibt. Für den Patienten heißt das: alle Ärzte an einem Ort, Kombi-Termine für eine schnelle Behandlung, eine auf den Einzelnen abgestimmte Therapie innerhalb des Hauses sowie die Vermeidung unnötiger Mehrfachuntersuchungen. „Und in diesem Fall der Fälle wird diese Zusammenarbeit genutzt und eine Vernetzung geschaffen, durch die mit Hilfe der Bio-Schrauben ein Bruch schonender für AOK-Versicherte gerichtet wird. Und auch finanziell profitieren so versorgte Versicherte und ihre Arbeitgeber. Denn mit dem Wegfall der Operation zur Materialentfernung entfällt auch das wiederholte Fehlen am Arbeitsplatz, das mit Verdienst- und Leistungsausfall einhergehen kann“, so Möhlmann.

Pressekontakt:

Unfallkrankenhaus Berlin                                                                                   
Angela Kijewski, Pressesprecherin   
Telefon: 030 5681-4040
E-Mail: angela.kijewski@ukb.de
www.ukb.de 

AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
Gabriele Rähse, Pressesprecherin
Telefon: 0800 265080-22202  
E-Mail: presse@nordost.aok.de

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