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„Haus der Gesundheit“ bleibt als Ärztestandort am Alex erhalten

AOK sichert Verkauf an Nutzer mit zukunftsfähigem Konzept zu

Die AOK Nordost sichert den Erhalt des „Hauses der Gesundheit“ am Alexanderplatz als eines der ältesten Ärztehäuser in Berlin zu und macht bei den laufenden Verkaufsverhandlungen eine zukunftsfähige Nutzung als Medizinstandort zur Bedingung. Dies betont die Gesundheitskasse angesichts aktueller Forderungen Berliner Lokalpolitiker im Vorwahlkampf, das denkmalgeschützte und modernisierungsbedürftige Haus – ungeachtet eines zukunftsfähigen Nutzungskonzeptes – zwingend an die öffentliche Hand zu veräußern. Ein Blick ins Gesetz wäre aus Sicht der AOK zu empfehlen.


„Wir befinden uns in einem formalen Bieterverfahren, das zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen ist“, betont AOK-Sprecherin Gabriele Rähse. Aus Gründen des Vergaberechts darf die AOK als Körperschaft des öffentlichen Rechts keine Auskünfte zu Kaufinteressenten oder zu Details des Bieterverfahrens geben. „Politische Vorgaben, wer den Zuschlag erhalten soll, müssen wir deshalb zurückweisen.“


In der öffentlichen Ausschreibung sind gleichwohl ausdrücklich Vorgaben gemacht worden, die das Ärztehaus in seiner Funktion für den Stadtteil erhalten und zukunftsfähig machen sollen: „Der geplante Verkauf des ‚Hauses der Gesundheit‘ soll nur unter dem Vorbehalt vollzogen werden, dass die Immobilie auch in Zukunft von Ärzten genutzt werden kann und zwar mindestens im derzeitigen Umfang von mindestens 50 Prozent der Fläche“, erläutert Rähse. „Diese Nutzungsklausel für Kaufinteressenten ist nicht verhandelbar und völlig unabhängig davon, ob es sich um private Bieter handelt oder um Bieter der öffentlichen Hand.“ Die AOK Nordost als Körperschaft des öffentlichen Rechts und als Eigentümerin der Immobilie ist natürlich gegenüber der Solidargemeinschaft und ihren Versicherten verpflichtet, wirtschaftlich zu handeln und einen entsprechenden Kaufpreis zu erzielen. Neben dem Kaufpreis und der finanziellen Sicherheit des Bieters wird auch das überzeugendste Nutzungskonzept bewertet.

Hintergrund

Die AOK Nordost ist Eigentümerin des ab 1923 als „Haus der Gesundheit“ genutzten Ärztehauses in der heutigen Karl-Marx-Allee in Berlin-Mitte.


Im April 2014 gab die Sana Gesundheitszentren GmbH (SGZ) als langjährige private Nutzerin bekannt, den Standort aufzugeben und mit 60 Mitarbeitern, darunter 24 angestellten Ärzten, nach Marzahn an einen moderneren Standort umzuziehen. Das Haus lasse „keine ausreichende Entwicklungsmöglichkeit mehr zu“, begründete die SGZ.


Unter Moderation des Gesundheitssenators Mario Czaja wurde seinerzeit eine Lösung gefunden, die vorsah aufbauend auf einer Entscheidung des zuständigen Zulassungsausschusses, mehrere Ärztesitze vor Ort weiter vorzuhalten. Dabei handelt es sich um drei Allgemeinmediziner, einen Urologen und einen Gynäkologen. Der Zulassungsausschuss ist ein eigenständiges Gremium der gemeinsamen Selbstverwaltung von Ärzteschaft und Krankenkassen  und arbeitet weisungsunabhängig. Es entscheidet darüber, wo sich Ärzte in Berlin niederlassen dürfen. Da-mit wurde die ärztliche Versorgung am bisherigen Standort gesichert.

Anhänge

Kontakt

AOK Nordost - Die Gesundheitskasse

Pressesprecherin Gabriele Rähse

Telefon: 0800 265 080 - 22202

presse@nordost.aok.de