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Helfer mit Herz für chronisch kranke Kinder und deren Familien ausgezeichnet

Eine fachkundige Jury hat unter den elf Bewerbern vier Preisträger ausgewählt, die mit ihren Ideen und Netzwerken beispielgebend auf die Bedürfnisse von erkrankten Kindern und deren Familien eingehen.

Gesundheitspreis Mecklenburg-Vorpommern 2018

Gemeinsame Pressinformation

AOK Nordost - Die Gesundheitskasse
Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin, 18. April 2018. Die Preisträger für den Gesundheitspreis Mecklenburg-Vorpommern 2018 stehen fest. Ärztekammer und AOK Nordost haben bei einer Feier in den Räumen der IHK vier Auszeichnungen vergeben. Der diesjährige Wettbewerb stand unter dem Motto: Damit können wir leben! Unser Beitrag für chronisch kranke Kinder und deren Eltern. Mit der Auszeichnung werden Projekte und Initiativen gewürdigt, die betroffene Familien aktiv dabei unterstützen, selbständig und selbstbewusst ihren Alltag zu meistern.

Knut Lambertin (Foto: Andrea Katheder)

„Ich danke allen Bewerbern für ihr Engagement und ihre tollen Ideen und ich wünsche mir, dass dieses Engagement auch in der Zukunft ungebrochen fortgesetzt wird“, sagte Knut Lambertin, alternierender Verwaltungsratsvorsitzender der AOK Nordost bei der Preisverleihung und fügte an: „Vor allem wünsche ich mir, dass die ausgezeichneten Beiträge auch in anderen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns zur Nachahmung anregen."

Eine fachkundige Jury hat unter den elf Bewerbern vier Preisträger ausgewählt, die mit ihren Ideen und Netzwerken beispielgebend auf die Bedürfnisse von erkrankten Kindern und deren Familien eingehen. Mit dem Preisgeld in Höhe von insgesamt 30.000 Euro werden in diesem Jahr die Projekte der Kinderfördertagesstätte „Gänseblümchen“ in Rostock, der Elternkreis drogenabhängiger und drogengefährdeter Jugendlicher in Rostock, die Pro-Fil Kindernachsorge gGmbH in Schwerin sowie das Sozialpädiatrische Zentrum Vorpommern in Greifswald unterstützt.

Frank Michalak (Foto: Trottmann)

„Als größte regionale Gesundheitskasse kennen wir die Probleme in der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung der Menschen im Land zwar sehr gut. Von vielen engagierten Projekten in der Fläche erfahren wir aber auch erst durch den Gesundheitspreis Mecklenburg-Vorpommern, mit dem wir bereits zum dritten Mal bewusst eine Öffentlichkeit für diese Initiativen schaffen wollen. Denn die heute ausgezeichneten Preisträger engagieren sich in besonderem Maße für chronisch kranke Kinder – diese ,Helfer mit Herz‘ wollen wir deshalb würdigen und in den Mittelpunkt rücken. Sie werden oft nicht gesehen – und das wollen wir mit unserem Preis ändern“, sagte Frank Michalak, Vorstand der AOK Nordost.

Dr. Andreas Crusius (Foto: Ärztekammer M-V)
Dr. Andreas Crusius, Präsident der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern hob hervor: „Chronische Erkrankungen unter Kindern und Jugendlichen nehmen zu. Die lebenslangen gesundheitlichen Einschränkungen bedeuten oftmals eine hohe emotionale Belastung sowohl für die Betroffenen selbst als auch für ihre Eltern und Geschwister. Die von uns ausgezeichneten Projekte unterstützen chronisch erkrankte Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien bei der Bewältigung und Gestaltung des Alltages und leisten somit in vorbildlicher Weise einen Beitrag zu einer allumfassenden Versorgung.“

Hintergrund

Der „Gesundheitspreis Mecklenburg-Vorpommern“ ist ein Innovationswettbewerb der AOK Nordost – Die Gesundheitskasse in Kooperation mit der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, der seit 2014 alle zwei Jahre verliehen wird. Der Wettbewerb widmet sich jeweils einem ausgewählten Thema, das eine besondere Bedeutung für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung hat. Gesucht werden innovative und praxiserprobte Projekte, Modelle oder zukunftsweisende Versorgungskonzepte, die zur Verbesserung von Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen beitragen. Dafür stellen die Initiatoren Preisgelder in Höhe von 30.000 Euro zur Verfügung.

Der AOK-Gesundheitspreis im Internet: www.aok.de/nordost/gesundheitspreis

Die Preisträger im Kurzporträt

Die Kinderfördertagesstätte „Gänseblümchen“ in Rostock erhält den Gesundheits-preis Mecklenburg-Vorpommern 2018 über 9.000 Euro für ihr Projekt „Musik verbindet, motiviert und schlägt Brücken“. In der spezialisierten Kita werden schwerst- und mehrfachbehinderte Kinder betreut, darunter auch Kinder mit chronischen Erkrankungen. Im Musikprojekt können Kinder Musik wahrnehmen, ausprobieren und erkunden. Die musikalische Früherziehung erfolgt im vierten bis sechsten Lebensjahr, fördert neben den musischen auch die psychomotorischen Fähigkeiten und kann für Kinder und Eltern eine therapeutische Wirkung entfalten. In der Betreuung durch ein interdisziplinäres Team werden verschiedene musikalische Projekte in Gruppen- und Einzelförderung umgesetzt. Das Musikprojekt mit seinem interkulturellen Ansatz fördert ganzheitliches Erleben und ist gut zum Nachahmen geeignet.

Die Selbsthilfegruppe Elternkreis drogengefährdeter und drogenabhängiger Jugendlicher Rostock erhält den Gesundheitspreis Mecklenburg-Vorpommern 2018 über 9.000 Euro. Das Modellprojekt zur Selbsthilfe und Unterstützung bei der Alltagsbewältigung von Eltern und Angehörigen drogenabhängiger und gefährdeter Jugendlicher und junger Erwachsener schließt in vorbildlicher Weise den Kreis zwischen den betroffenen Patienten, Therapeuten und Eltern. Die Initiative führt regelmäßig Eltern-Patienten-Gespräche in einer Suchtklinik durch, organisiert gemeinsame Wanderungen, Grillfeste und Adventsfeiern. Ein wichtiges Anliegen der Gruppe ist es, ihre Erfahrungen öffentlich zu teilen und weiterzugeben. So helfen sie Menschen in ähnlicher Lage, ihre familiäre Situation aktiv anzugehen. Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Eltern, Therapeuten, Notaufnahmeeinrichtung, Jugendamt und Polizei wird systematisch weiterentwickelt.

Den Gesundheitspreis Mecklenburg-Vorpommern 2018 über 9.000 Euro erhält die Pro-Fil Kindernachsorge gGmbH beim Sozialpädiatrischen Zentrum Mecklenburg in Schwerin mit ihrem Projekt „Begleitung von Geschwisterkindern“. Im Sozialpädiatrischen Zentrum werden seit 2007 jährlich 300 Kinder bis zum 14. Lebensjahr beim Übergang von der stationären zur häuslichen Betreuung begleitet, darunter zahlreiche Frühgeborene sowie Kinder mit onkologischen Erkrankungen, Herzfehlern und Brandverletzungen. Mit dem Projekt „Begleitung von Geschwisterkindern“ chronisch kranker Kinder will die Pro-Fil Kindernachsorge nun neue Wege bei der Nachbetreuung von Familien gehen. Im Mittelpunkt dieses Projektes stehen die Geschwisterkinder. Regelmäßige Beratungsangebote und Geschwistertage sollen das Risiko psychischer Auffälligkeiten bei Geschwisterkindern verringern und die Kommunikation zwischen der Familie und den Experten des Sozialpädiatrischen Zentrums verbessern.

Das Projekt „Fahrtwind“ des Sozialpädiatrischen Zentrums Vorpommern in Greifswald erhält den Gesundheitspreis Mecklenburg-Vorpommern 2018 über 3.000 Euro. Das Zentrum betreibt seit 1998 einen Sportverein, der auch sozial schwachen Familien offensteht. In der Segelgruppe „Fahrtwind“ in Kooperation mit dem Greifswalder Segelverein werden adaptive und soziale Fähigkeiten im Rahmen einer Trainingswoche befördert, detaillierte Ziele festgelegt und die Ergebnisse bewertet. So fördert das Projekt Kinder mit Entwicklungsverzögerungen und psychischen Erkrankungen. Die Kinder lernen ihren Alltag selbständig zu gestalten. Sie bauen Ängste ab, verbessern ihre Koordination und entwickeln Sozialkompetenz. In Kooperation mit der Kommune, dem Land, Sportvereinen und Sponsoren wird das Projekt langfristig weiterentwickelt. Das übertragbare Projekt wurde in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift vorgestellt.

Weitere Informationen

• Knut Lambertin, Alternierender Vorsitzender des Verwaltungsrates der AOK Nordost
• Alexander Schirp, Alternierender Vorsitzender des Verwaltungsrates der AOK Nordost
• Dr. Andreas Crusius, Präsident der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern
• Dr. Sibylle Scriba, Abteilungsleiterin Gesundheit beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern
• Torsten Koplin, Vorsitzender des Sozialausschusses im Landtag Mecklenburg-Vorpommern
• Gabriele Wegner, Abteilungssekretärin Sozialpolitik des DGB Nord
• Dr. Sigrid Peter, Vizepräsidentin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V.
• Kristin Pomowski, Geschäftsführerin des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V.
• Dr. Steffen Büchner, Stellvertretender Vorsitzender des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V. in Mecklenburg-Vorpommern
• Silvia Schrötter, Schulleiterin des Förderzentrums „Am Wasserturm“ in Rostock

Bildergalerie

  • Gesundheitspreis Mecklenburg-Vorpommern 2018: Die Preisträger und ihre Laudatoren vor dem Schweriner Schloss (© Margit Wild)

  • Gesundheitspreis Mecklenburg-Vorpommern 2018: Die Preisträger und ihre Laudatoren (Gesundheitspreis Mecklenburg-Vorpommern 2018: Die Preisträger und ihre Laudatoren (© Margit Wild)

  • Gesundheitspreis Mecklenburg-Vorpommern 2018: Die Preisträger und ihre Laudatoren (© Margit Wild)

  • Die Kinder der Kinderfördertagesstätte Gänseblümchen begeisterten das Publikum mit einem musikalischen Theaterstück (© Margit Wild)

  • Dr. Harald Terpe, Vorstandsmitglied der Ärztekammer und MdB (Grüne) hielt die Laudation für die Kinderfördertagesstätte Gänseblümchen aus Rostock (© Margit Wild)

  • Frank Michalak, Vorstand der AOK Nordost, hielt die Laudatio für den Elternkreis drogenabhängiger und drogengefährdeter Jugendlicher (© Margit Wild)

  • Laudator Dr. Harald Terpe und Melanie Witt von der Kinderfördertagesstätte Gänseblümchen (© Margit Wild)

  • Dr. Sigrid Peter (links), Vizepräsidentin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V., ehrte als Laudatorin und Mitglied der Jury die Preisträger Pro-Fil Kindernachsorge gGmbH in Schwerin (© Margit Wild)

  • Kristin Pomowski, Geschäftsführerin des Landesverbandes Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern e.V. ehrte als Laudatorin und Mitglied der Jury die Preisträger vom Sozialpädiatrischen Zentrum Vorpommern in Greifswald (© Margit Wild)

Pressekontakt

Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern
Pressesprecher Benjamin Rausch
Tel: 0381.492 80 17
E-Mail: presse@aek-mv.de

AOK Nordost - Die Gesundheitskasse
Pressereferent Markus Juhls
Tel: 0800.265080 41469
E-Mail: presse@nordost.aok.de