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Frühzeitige Unterstützung und Hilfe im Pflegealltag

Ziel dieses neuen Beratungsangebotes ist es, Angehörige frühzeitig zu unterstützen, so dass sie den Pflegealltag möglichst lange und kräfteschonend bewältigen können. Dafür werden die Versicherten aktiv angesprochen, wenn sie von der Pflegekasse erstmals Leistungen wie Pflegegeld erhalten.

AOK Nordost baut Pflegepräventionsberatung aus

Potsdam, 13. Juli 2017. Auf große Resonanz stößt die Pflegepräventionsberatung der AOK Nordost, bei dem die Pflegekasse Versicherte und deren Angehörige zu Hause berät. Mehr als 3.000 Betroffene hat der Experten-Pflege-Service, mit dem die AOK Nordost dabei seit einem Jahr kooperiert, in den eigenen vier Wänden bereits besucht und geschult.

Ziel dieses neuen Beratungsangebotes ist es, Angehörige frühzeitig zu unterstützen, so dass sie den Pflegealltag möglichst lange und kräfteschonend bewältigen können. Dafür werden die Versicherten aktiv angesprochen, wenn sie von der Pflegekasse erstmals Leistungen wie Pflegegeld erhalten. Nach einem Pilotprojekt in Berlin hat die AOK Nordost die Pflegepräventionsberatung mittlerweile auch auf Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ausgeweitet.

Wunsch vieler Pflegebedürftiger: So lange wie möglich zu Hause leben

„Mehr als 70 Prozent aller Pflegebedürftigen werden von der Familie zu Hause betreut. Mit dem durch die Pflegereform neu eingeführten Pflegegrad 1 wird die Zahl der Angehörigen, die Unterstützung durch gezielte Beratungen benötigen, weiter steigen“, sagt Chris Behrens, bei der AOK Nordost für den Bereich Pflegeberatung zuständig. „Mit der Pflegepräventionsberatung bieten wir Hilfe direkt und individuell vor Ort, noch bevor die Betroffenen selbst nach externer Unterstützung suchen.“ Als größte Pflegekasse in der Region unterstützt die AOK Nordost damit den Wunsch vieler Pflegebedürftiger, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben.

„Wir wollen dafür sorgen, dass pflegende Angehörige den Pflegealltag kompetent meistern. So können wir erreichen, dass der Zustand der Pflegebedürftigen stabil bleibt und sich nicht verschlechtert. Gleichzeitig wird die Belastung für die pflegen-den Angehörigen verringert“, erläutert Anne Cathrin Schroedter, Geschäftsführerin der Experten-Pflege-Service GmbH, die Arbeit der Beraterinnen.

Qualifizierte Beraterinnen schulen im eigenen Wohnzimmer zu Sturzprävention

Insbesondere Pflegebedürftigen, die bisher noch keine Unterstützung durch ambulante Pflege- oder andere Entlastungsdienste nutzen, bietet die AOK Nordost aktiv die freiwillige Präventionsberatung an. In einem ersten Schritt wird in einer telefonischen Beratung dabei besprochen, welche Unterstützungs- und Schulungsangebote für den Pflegealltag hilfreich sein können. Die von der AOK qualifizierten Pflegefachkräfte des Experten-Pflege-Service zeigen den Betroffenen bei Vor-Ort-Terminen dann beispielsweise, worauf sie beim Thema Sturzprävention im Haushalt achten müssen. Pflegepersonen wird gezeigt, wie sie Angehörige mit einfachen Übungen in der aktivierenden Pflege unterstützen. Weitere Beratungsmodule etwa im Bereich Kognitionstraining runden das Angebot ab.

Interview mit Anne Cathrin Schroedter

Ein Jahr Pflegepräventionsberatung: Drei Fragen an Anne Cathrin Schroedter, Geschäftsführerin der E.S.P. – Experten Pflege Service GmbH

Auf mehr als 3.000 Beratungen und Schulungen von pflegenden Angehörigen können die Experten-Pflege-Service GmbH und die AOK Nordost im ersten Jahr ihrer Zusammenarbeit zurückblicken. Sind Sie mit diesem Ergebnis zufrieden?

Ja, die Zahlen sprechen für sich! Die Versicherten sind von diesem Angebot der AOK Nordost sehr angetan und nehmen die Informationen, die sie für ihre Pflegesituation bekommen, dankend an. Auch nach der Beratung, die immer in der Häuslichkeit jedes einzelnen Versicherten stattfindet, kommt ein positives Feedback zurück.

Was ist der Grundgedanke der Pflegepräventionsberatung?

Was wünscht man sich im Alter mehr, als weiterhin zu Hause selbstbestimmt und würdevoll leben zu können? Die Unterstützung, die viele Menschen von ihren Angehörigen, Freunden und Nachbarn erhalten, ist ein wesentlicher und wertvoller Beitrag eines ganzheitlichen Pflegeangebots und muss meiner Meinung nach so weit wie möglich unterstützt werden. Über die Beratung in den unterschiedlichsten, immer individuellen Situationen, möchten wir dazu beitragen, die Pflegesituation zu Hause zu festigen. Wir sind überzeugt davon, dass sich vielfältige auch innovative Ansätze umsetzen lassen. Wir leben die individuelle, immer objektive freundliche Beratung und Schulung vor Ort und nehmen uns die dafür erforderliche Zeit.

Wie wird die Pflegepräventionsberatung von den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen aufgenommen?

Durchweg positiv! Zum einen sind die Versicherten angenehm überrascht, dass die AOK Nordost mit dem Beratungsangebot aktiv auf sie zugeht. Zum anderen stellen wir jedes Mal fest, wie wichtig es ist, ein Gespräch in der eigenen Häuslichkeit durchzuführen. Es kann so ein ganz anderes Vertrauensverhältnis aufgebaut werden. Ein weiterer Vorteil der Beratung vor Ort ist, dass wir so einen Einblick bekommen, wie die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen wirklich leben. Meist ist ihnen gar nicht bewusst, mit welchen Details im Pflegealltag geholfen werden kann. Da ist zum Beispiel eine kleine Türschwelle oder der Läufer, über die gestolpert werden kann. Eine solche Stolperfalle zu beseitigen, ist wiederum eine Kleinigkeit, die große Wirkung haben kann. Den Menschen mit einem Pflegegrad steht diese Unterstützung auch gesetzlich zu, mit der Pflegepräventionsberatung sprechen wir sie aktiv an. Unser Ziel ist es, dass die Angehörigen und auch die Pflegebedürftigen mit einem gestärkten Rücken aus der Beratung gehen und neue Energie und Hoffnung für den nicht immer leichten Alltag schöpfen.

Weitere Informationen an der kostenfreien AOK-Pflegehotline 0800 265 8888.

Pressekontakt

AOK Nordost - Die Gesundheitskasse

Pressesprecherin Gabriele Rähse

Telefon: 0800 265 080 - 22202

presse@nordost.aok.de