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Dritte Woche der pflegenden Angehörigen – „Maßnahmenplan pflegende Angehörige“ wird erstmals vorgestellt

Berlin entwickelt Anerkennungskultur für pflegende Angehörige, „Berliner Pflegebär“ für Menschen in der privaten Pflege – Ganze Woche mit umfangreichem Informations- und Kulturprogramm

04.05.2015

Gemeinsame Pressemitteilung:
Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales
Diakonisches Werk Berlin-Stadtmitte, Fachstelle für pflegende Angehörige
AOK Nordost - Die Gesundheitskasse

Heute wurde die Woche der pflegenden Angehörigen eröffnet. Mehr als 170.000 Menschen in Berlin kümmern sich als Angehörige, Freunde oder Nachbarn um pflegebedürftige Mitmenschen im häuslichen Bereich. Für sie wird diese Woche bereits zum dritten Mal in Berlin durchgeführt. Zur Auftaktpressekonferenz hat der Senator für Gesundheit und Soziales Mario Czaja den „Maßnahmenplan pflegende Angehörige vorgestellt. Der Maßnahmenplan wurde von der Fachstelle für pflegende Angehörige gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales erarbeitet. Er bietet einen Überblick über den aktuellen Stand des Unterstützungssystems und beschreibt den Handlungsbedarf in vier zentralen Feldern Anerkennungskultur, Beratung, Information und Öffentlichkeitsarbeit sowie Alltagsunterstützung.

Senator Mario Czaja dazu: „Ohne pflegende Angehörige gibt es keine ausreichende Pflege. Ihre tagtägliche schwere Arbeit wird gesellschaftlich aber noch nicht genügend gewürdigt. Deshalb ist es uns besonders wichtig, die Leistungen der pflegenden Angehörigen auch öffentlich anzuerkennen und vor allem zu unterstützen. Mit der Woche der pflegenden Angehörigen haben wir eine Anerkennungskultur für diese große Bevölkerungsgruppe etabliert. Mit dem heute vorgestellten „Maßnahmenplan pflegende Angehörige“ wollen wir diesen Weg konsequent weitergehen und die Informations-, Beratungs-, Unterstützungs- und Entlastungsangebote bedarfsorientiert weiter entwickeln.“

Frank Schumann leitet die Fachstelle für pflegende Angehörige des Diakonischen Werkes Berlin-Stadtmitte. Er betont: „Wer pflegende Angehörige unterstützen und entlasten will, muss sie zunächst ernst nehmen und ihre Leistungen anerkennen. Dazu ist ein wachsendes „Bündnis für pflegende Angehörige“ notwendig. Mit dem Unterstützernetzwerk der „Woche der pflegenden Angehörigen“ haben wir eine gute Basis, die durch einen Maßnahmenplan ausgebaut werden kann.“

Maßgeblicher Partner der Woche der Pflegenden Angehörigen ist die AOK Nordost. Der Geschäftsführer Pflege bei der AOK Nordost Hans Joachim Fritzen erklärt: „Neue Ideen und innovative Systeme sind für die Weiterentwicklung von Entlastungsangeboten unverzichtbar. Wer häuslich pflegt, hat knappe Zeitressourcen. Deshalb muss man Hilfeleistungen zu den Menschen bringen und dort anbieten, wo sie gebraucht werden. Darum haben wir unser Programm ´Pflege in Familien fördern – PfiFf` entwickelt. Pflegende erhalten dadurch bereits im Krankenhaus das erste Schulungsangebot.“

Am heutigen Eröffnungstag der Woche wird auch die Ehrennadel „Berliner Pflegebär verliehen. Hierbei werden, stellvertretend für alle, zehn Angehörige aus unterschiedlichen Pflegezusammenhängen geehrt. Auf diese Weise bekommt die häusliche Pflege, die meist im Verborgenen stattfindet, ein konkretes Gesicht.

Ein „Markt der Möglichkeiten“ bietet am Eröffnungstag mit einer „Wunschecke“ zahlreiche Informationen sowie die Gelegenheit zum Austausch und zur Mitwirkung bei der Weiterentwicklung der Berliner Angebote für pflegende Angehörige.

Fortgeführt wird die Woche durch Dampferfahrten, Kino, Tanzcafé, Konzerte sowie bezirkliche Veranstaltungen. Erstmalig gibt es einen Kinonachmittag für pflegende Jugendliche und junge Erwachsene sowie einen multikulturellen Abschluss auf dem Tempelhofer Feld.

Teil der Woche der pflegenden Angehörigen ist auch in diesem Jahr wieder die von den Pflegestützpunkten organisierte „Berliner Reisebörse“ im Berliner Verlag am 9. Mai von 10 bis 18 Uhr.

Alle Veranstaltungen sind für pflegende Angehörige kostenlos und werden durch ein breites Bündnis von Unterstützern aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen getragen. Sie dienen nicht zuletzt der Entspannung und dem Austausch pflegender Angehöriger: Sozusagen ein kurzer „Ausstieg“ aus dem Pflegekreislauf.

Eine Versorgung der Pflegebedürftigen kann durch Kooperationspartner unterstützt werden.

Weitere Informationen sowie Kontakt unter
www.woche-der-pflegenden-angehoerigen.de/

oder bei der Fachstelle für pflegende Angehörige, Frank Schumann Tel.: 030 - 61 20 24 99, info@woche-der-pflegenden-angehoerigen.de

Der „Maßnahmenplan pflegende Angehörige – Weiterentwicklung des Berliner Unterstützungssystems“ steht als Download im Internet unter:
www.berlin.de/sen/soziales/themen/pflege-und-rehabilitation/pflege-zu-hause/pflegende-angehoerige/

Impressum:

Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales
Pressestelle Regina Kneiding
Telefon: 030 - 9028 1137, E-Mail: pressestelle@sengs.berlin.de

Diakonisches Werk Berlin-Stadtmitte
Fachstelle für pflegende Angehörige
Projektleiter Frank Schumann
Telefon: 030 - 69 59 88 97, Telefax 030 - 69 59 88 97
E-Mail: fs-pflegende-angehoerige@diakonie-stadtmitte.de

AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
Pressesprecherin Gabriele Rähse
Telefon: 0800 265 080 - 22202, Telefax: 0800 265 080 - 22926
Internet: www.aok.de/nordost, E-Mail: presse@nordost.aok.de