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Digitales Gesundheitsnetzwerk will Versorgung optimieren

Versicherte der AOK Nordost in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sollen in naher Zukunft selbst schnell über ihre Medikationspläne, Untersuchungsergebnisse und andere Gesundheitsdaten verfügen können.

Über-, Unter- und Fehlbehandlungen vermeiden

Potsdam, 13. September 2016. AOK Nordost, Vivantes und die Sana Kliniken AG wollen zukünftig neue Wege in der E-Health-Versorgung beschreiten: In einem gemeinsamen digitalen Gesundheitsnetzwerk wollen sie die Vernetzungspotenziale digitaler Anwendungen sektorübergreifend nutzen, um die Gesundheitsversorgung durch einen besseren Informationsfluss zwischen Patienten, Krankenhäusern, Ärzten und Krankenkasse zu optimieren. Dazu haben sich die drei Partner jetzt in einem Letter of Intent bekannt.

So sollen Versicherte der AOK Nordost in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in naher Zukunft selbst schnell über ihre Medikationspläne, Untersuchungsergebnisse und andere Gesundheitsdaten verfügen können. Ihren behandelnden Ärzten und Therapeuten können sie beispielsweise im Bedarfsfall einen schnellen Einblick in ihre persönliche digitale Gesundheitsakte gewähren. Die Ärzte können sich dadurch schneller ein präzises Patientenbild verschaffen und entsprechend therapieren. Dadurch können letztlich auch Über-, Unter- und Fehlbehandlungen vermieden werden.

Im Interesse der Versicherten

„Smarte Lösungen im E-Health-Bereich können die Effizienz der Gesundheitsversorgung verbessern und zugleich die Gesundheitskompetenz sowie die Selbstbestimmung der Patienten stärken. Im Interesse unserer Versicherten wollen wir deshalb auch qualitätsgesicherte digitale Angebote entwickeln, die einen konkreten Nutzwert bringen, aber auch höchsten datenschutzrechtlichen Anforderungen genügen“, erläutert Frank Michalak, Vorstandsvorsitzender der AOK Nordost.

Technisch wird das Gesundheitsnetzwerk auf dem Standard IHE (Integrating the Healthcare Enterprise) basieren. IHE ist eine international weit verbreitete technische Basis für die Vernetzung von Behandlungsinformationen zwischen Ärzten, Krankenhäusern und weiteren an der Behandlung Beteiligten und bildet somit auch die Basis für elektronische Patientenakten. Dieser Standard wird beispielsweise schon in der Schweiz, Österreich oder in den USA verwendet. Kommunikation nach IHE soll auch in der zentralen Telematikinfrastruktur der gematik abgebildet werden.

Digitale Vernetzung vorantreiben

„Daten sinnvoll und sicher zu nutzen, ist den Beteiligten des neu gegründeten Netzwerkes ein besonderes Anliegen, denn der Datenschutz und die Persönlichkeitsrechte der Patienten müssen gewahrt bleiben. Vivantes hat sich schon vor zwei Jahren auf den IHE-Standard als zentrale IT-Plattform festgelegt und ist daher der ideale Partner für das Projekt“, betont Dr. Andrea Grebe, Vorsitzende der Geschäftsführung von Vivantes.

„Eine der Stärken des deutschen Gesundheitswesens ist die Innovationskraft in Medizin und Technik. Dennoch hinken wir derzeit in der Nutzung digitaler Möglichkeiten noch hinterher. Mit einem solchen Netzwerk können wir die bessere digitale Vernetzung der Versorgungsstrukturen vorantreiben“, sagt Dr. Jens Schick, Vorstand der Sana Kliniken AG, die sich gemeinsam mit Vivantes als erste Gesundheitsnetzwerk-Partner beteiligen.

Erste Anwendungen Anfang 2017

„Die Digitalisierung im Gesundheitswesen bringt riesiges Verbesserungspotenzial für alle Menschen in Deutschland“, sagt Oliver Tuszik, Deutschlandchef von Cisco. „Heute reist der Patient von Arzt zu Arzt – seine Daten tun es noch zu selten. Gemeinsam mit der AOK Nordost wollen wir in die sichere Vernetzung von Gesundheitsdaten zum Wohle des Patienten investieren.“ Cisco ist technisch-strategischer Entwicklungspartner der Initiative Gesundheitsnetzwerk.

Im Vordergrund steht für die Partner nun die gemeinsame Arbeit an konkreten Modellen. Hierzu werden in einem ersten Schritt praktische Anwendungsfälle identifiziert, die sowohl einem Indikations- als auch regionalen Ansatz folgen können. Zukünftig sollen weitere Partner gewonnen und beteiligt werden. Geplant ist, zum Anfang des nächsten Jahres erste Umsetzungen zu etablieren. Sobald die zentrale Telematikinfrastruktur der gematik sicher und stabil funktioniert, soll das Gesundheitsnetzwerk dort integriert werden. Alle Partner wollen dabei unnötige Doppelstrukturen vermeiden.

Pressekontakt

AOK Nordost - Die Gesundheitskasse
Pressesprecherin Gabriele Rähse
Telefon: 0800 265 080 - 22202
presse@nordost.aok.de